Sonnabend – 7. Dezember 2025
ZWEITER SONNTAG IM ADVENT – VORABEND
Der kommende Erlöser
Vesper / Abendgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.


Psalm 121 VIII
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. *
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn, *
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er lässt deinen Fuß nicht gleiten, *
der dich behütet, schläft nicht.
Siehe, nicht schläft noch schlummert *
der Hüter Israels. (+)
Der Herr ist dein Hüter, /
der Herr ist dein Schatten, *
Er steht dir zur Rechten.
Bei Tag wird dich die Sonne nicht stechen *
noch der Mond in der Nacht.
Der Herr behüte dich vor allem Bösen, *
Er behüte dein Leben.
Der Herr behüte deinen
Ausgang und Eingang *
von nun an bis in Ewigkeit! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 42 A I
Wie die Hinde lechzt nach frischem Wasser, *
so lechzt meine Seele, Gott, nach Dir.
Meine Seele dürstet nach Gott, *
nach Gott, dem Lebendigen:
Wann darf ich kommen und schauen *
das Angesicht Gottes?
Meine Tränen wurden mir Brot *
am Tag und in der Nacht,
sagt man doch den ganzen Tag zu mir: *
„Wo ist nun dein Gott?”
Daran denke ich *
- mein Herz schütte ich aus -
wie ich ging im Gedränge, *
voranzog zum Hause Gottes
mit lautem Frohlocken und Danken *
im Gewoge der feiernden Menge. (+)
Was bist du betrübt, meine Seele, *
und so unruhig in mir?
Harre auf Gott; /
denn ich werde Ihm noch danken, *
der meines Angesichts Hilfe
und mein Gott ist. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 80 I
Du Hirte Israels, höre, *
der Du Josef leitest wie eine Herde!
Der Du auf den Cherubim thronst, erscheine *
vor Ephraim, Benjamin und Manasse!
Erwecke Deine Kraft *
und komm uns zu Hilfe!
O Gott, richte uns wieder auf, *
lass leuchten Dein Antlitz,
so ist uns geholfen. (+)
Herr der Heerscharen,
wie lange noch zürnst Du *
beim Gebet Deines Volkes?
Du speist sie mit Tränenbrot, *
tränkst sie überreich mit Tränen.
Du machst uns unsern Nachbarn zum Zank, *
unsere Feinde treiben ihren Spott.
Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf, *
lass leuchten Dein Antlitz,
so ist uns geholfen. (+)
Einen Weinstock hobst Du aus in Ägypten, *
vertriebst Völker, doch ihn pflanztest Du ein.
Gott der Heerscharen, kehre doch um, *
schau vom Himmel herab und sieh!
Nimm Dich dieses Weinstocks an, *
des Stammes, den Du gepflanzt hast!
Deine Hand schütze den Mann
zu Deiner Rechten, *
den Menschensohn, den Du Dir stark gemacht!
Und dann werden wir niemals weichen von Dir. *
Gib uns Leben, so rufen wir Deinen Namen an.
Herr, Gott der Heerscharen,
richte uns wieder auf, *
lass leuchten Dein Antlitz,
so ist uns geholfen! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Am einundzwanzigsten Tage des siebenten Monats geschah des Herrn Wort durch den Propheten Haggai: Sage zu Serubbabel, dem Sohn Schealtiëls, dem Statthalter von Juda, und zu Jeschua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und zu den Übrigen vom Volk und sprich: Wer ist unter euch noch übrig, der dies Haus in seiner früheren Herrlichkeit gesehen hat? Und wie seht ihr's nun? Sieht es nicht wie nichts aus? Aber nun, Serubbabel, sei getrost, spricht der Herr, sei getrost, Jeschua, du Sohn Jozadaks, du Hoherpriester! Sei getrost, alles Volk im Lande, spricht der Herr, und arbeitet! Denn Ich bin mit euch, spricht der Herr Zebaoth - nach dem Wort, das Ich euch zusagte, als ihr aus Ägypten zogt -, und Mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht! Denn so spricht der Herr Zebaoth: Es ist nur noch eine kleine Weile, dass Ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene erschüttere. Dann will Ich alle Völker erschüttern, dass aller Völker Kostbarkeiten kommen, und Ich will dies Haus mit Herrlichkeit füllen, spricht der Herr Zebaoth. Denn Mein ist das Silber, und Mein ist das Gold, spricht der Herr Zebaoth. Es soll die Herrlichkeit dieses neuen Hauses größer werden, als die des ersten gewesen ist, spricht der Herr Zebaoth; und Ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der Herr Zebaoth. (Hag 2,1-9)


Der Sterne Schöpfer, milder Gott,
Du, unsres Glaubens ew'ges Licht,
Christus, Erlöser aller Welt,
erhöre gnädig unser Flehn!
Voll Mitleid siehst Du Deine Welt
von Untergang und Tod bedroht.
Du nimmst Dich ihres Elends an
und heilest, was die Schuld verdarb.
Zum Abend neigt sich schon die Welt,
da kommst Du wie ein Bräutigam
aus dem verschlossenen Gemach
der Mutter, die doch Jungfrau ist.
Vor Deiner Stärke und Gewalt
muss tief sich beugen jedes Knie.
Der Himmel und das Erdenrund
sind Deiner Hoheit untertan.
Ruhm, Ehre, Herrlichkeit und Macht
sei Gott dem Vater und dem Sohn,
dem Geiste, der uns Beistand ist,
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
Ꝟ Taut, ihr Himmel, von oben.
℞ Die Erde tue sich auf und bringe Heil.


Magnificat VII
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
mein Geist freut sich über Gott, meinen Heiland;
denn die Niedrigkeit Seiner Magd hat Er angesehn, *
siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn Er hat Großes an mir getan, der da mächtig ist, *
und Sein Name ist heilig.
Sein Erbarmen währt von Geschlecht zu Geschlecht *
bei denen, die Ihn fürchten. (+)
Mit Seinem Arm wirkt Er gewaltige Taten *
und zerstreut, deren Herz voll Hochmut ist.
Von ihrem Thron stößt Er die Mächtigen *
und erhebt die Niedrigen.
Die da hungrig sind, füllt Er mit Gütern, *
und die Reichen lässt Er leer ausgehn.
Er nimmt sich Seines Dieners Israel an *
und denkt an Sein Erbarmen.
Wie Er geredet hat zu unsern Vätern, *
Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Gott, unser Schöpfer. Du hast uns zur Arbeit, aber auch zum Feiern gerufen; wir dürfen ruhen, wie Du geruht hast. Dein Sohn erlöst uns von dem Wahn, alles machen zu können. Dein Wort spricht uns frei von unerfüllbaren Ansprüchen und anklagenden Gedanken. Dein Wort sollen wir hören. Dein Werk wollen wir schauen. Deine Liebe wollen wir feiern, heute und morgen und in Ewigkeit.
Wir bitten Dich um guten Schlaf für die Müden, um Deinen Frieden für die Altgewordenen. Den Einsamen schenke Gemeinschaft, den Traurigen Trost, den Geängstigten Freiheit, den Schuldigen Vergebung, den Sterbenden Hoffnung auf das Leben bei Dir.
Gedenke, Gott, der alten Zeit und der vergangenen Tage.
Gedenke, Gott, des Volkes, das Du Dir erwählt hast, und segne Israel in Treue zu Deinem Bund.
Gedenke, Gott, der Fülle der Zeiten, da Du den Retter sandtest, Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.
Gedenke, Gott, Deiner Kirche, sie zu erlösen aus Schuld und Bösem.
Gedenke, Gott, der Menschen vor uns, die dahingingen über diese Erde und Dich bezeugten.
Gedenke, Gott, der Sterbenden, dass kein Leben verloren werde.
Es vergehe die Welt und komme Dein Reich.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige. Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Laudes am Sonntag
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