Mittwoch – 19. November 2026
BUß- UND BETTAG
Ruf zur Umkehr
Vesper / Abendgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.


Psalm 130 IV
Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir: *
Herr, höre meine Stimme!
Lass Deine Ohren achten *
auf mein lautes Flehn!
Rechnest Du, Herr, die Sünden an, – *
Herr, wer wird bestehn?
Doch bei Dir ist Vergebung, *
dass man Dich fürchte. (+)
Ich hoffe auf den Herrn, / es hofft meine Seele, *
ich warte auf Sein Wort.
Meine Seele wartet auf den Herrn, *
mehr als die Wächter auf den Morgen.
Mehr als die Wächter auf den Morgen *
soll Israel hoffen auf den Herrn!
Denn bei dem Herrn ist Gnade *
und viel Erlösung bei Ihm.
Ja, Er wird Israel erlösen *
von allen seinen Sünden. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 102 A II
Verbirg Dein Antlitz nicht vor mir *
am Tag meiner Bedrängnis.
Neige Dein Ohr mir zu, *
wenn ich rufe, antworte bald.
Ich gleiche der Dohle in der Wüste, *
bin wie eine Eule in Ruinen.
Ich wache und bin wie ein Vogel, *
ein ganz einsamer auf dem Dach. (+)
Tag für Tag schmähen mich meine Feinde, *
die mich verhöhnen, fluchen bei meinem Namen.
Ja, ich esse Asche wie Brot, *
mische meinen Trank mit Tränen
unter Deinem Grimm und Deinem Zorn, – *
denn Du hobst mich auf und warfst mich zu Boden.
Meine Tage neigen sich wie Schatten, *
und ich muss verdorren wie Gras.
Du aber, Herr, thronst in Ewigkeit, *
Dein Name bleibt von Geschlecht zu Geschlecht.
Du selbst wirst Dich erheben, *
und Dich über Zion erbarmen:
Denn es ist Zeit, dass Du ihm gnädig bist, *
und die Stunde ist gekommen.
Deine Knechte lieben seine Steine, *
tragen um seine Trümmer Leid.
Dann fürchten die Heiden den Namen des Herrn, *
alle Könige der Erde Deine Majestät.
„Ja, der Herr hat Zion wieder aufgebaut, *
erschienen in Seiner Majestät!”
Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen *
und verachtet nicht ihr Gebet.
Das sei geschrieben für das künftige Geschlecht, *
ein neugeschaffenes Volk wird den Herrn lobpreisen. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 143 II
Herr, höre mein Beten, *
vernimm mein Flehen!
Gib mir Antwort in Deiner Treue, *
in Deiner Gerechtigkeit!
Geh nicht ins Gericht mit mir, *
keiner, der lebt, ist vor Dir gerecht.
Denn der Feind verfolgt mich, *
er tritt mein Leben zu Boden,
lässt mich wohnen in Finsternis *
gleich denen, die tot sind für ewig.
Und mein Geist verzagt in mir, *
das Herz erstarrt mir in der Brust.
Ich gedenke der Tage von einst, / sinne nach über all Deine Taten, *
das Werk Deiner Hände will ich erwägen.
Ich breite zu Dir meine Hände aus, *
meine Seele dürstet nach Dir wie dürres Land. (+)
Herr, antworte mir bald, *
mein Geist hat sich verzehrt.
Verbirg nicht vor mir Dein Angesicht, *
sonst gleiche ich denen, die in die Grube fahrn.
Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, *
denn auf Dich setze ich mein Vertrauen.
Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; *
denn zu Dir erhebe ich meine Seele.
Rette mich, Herr, vor meinen Feinden, *
zu Dir nehme ich meine Zuflucht.
Um Deines Namens willen, Herr, gib mir Leben,*
in Deiner Gerechtigkeit führ mich aus der Not.
Lehre mich tun nach Deinem Willen, *
denn Du bist mein Gott;
Dein guter Geist möge mich leiten *
auf ebenem Land. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

[Es nahten sich Ihm aber alle Zöllner und Sünder, um Ihn zu hören. Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:]
Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet? Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. Oder welche Frau, die zehn Silbergroschen hat und einen davon verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie ihn findet? Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freut euch mit mir; denn ich habe meinen Silbergroschen gefunden, den ich verloren hatte. So, sage Ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut. (Lk 15,(1-3)4-10)


Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf den Weg zurück,
die Deine Langmut irren sah.
Es kommt der Tag, Dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht,
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit Dir versöhnt.
Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch Deine Gnade neu,
Dich preisen durch ein neues Lied. Amen.
Ꝟ Herr Gott Zebaoth, tröste uns wieder,
℞ lass leuchten Dein Antlitz, so genesen wir.


Magnificat II
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
mein Geist freut sich über Gott, meinen Heiland;
denn die Niedrigkeit Seiner Magd hat Er angesehn, *
siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn Er hat Großes an mir getan, der da mächtig ist, *
und Sein Name ist heilig.
Sein Erbarmen währt von Geschlecht zu Geschlecht *
bei denen, die Ihn fürchten. (+)
Mit Seinem Arm wirkt Er gewaltige Taten *
und zerstreut, deren Herz voll Hochmut ist.
Von ihrem Thron stößt Er die Mächtigen *
und erhebt die Niedrigen.
Die da hungrig sind, füllt Er mit Gütern, *
und die Reichen lässt Er leer ausgehn.
Er nimmt sich Seines Dieners Israel an *
und denkt an Sein Erbarmen.
Wie Er geredet hat zu unsern Vätern, *
Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Gott, unser Vater, Du vertraust uns einander an als Eltern und Kinder, als Mann und Frau, als Schwestern und Brüder. Unter Deinem Segen können wir vieles teilen: Glück und Schmerz, Lasten und Freuden, gute und böse Zeiten.
Wir bitten Dich: Vergib, was wir einander schuldig bleiben; gib uns aufs neue Deinen Segen. An Deiner Liebe soll sich unsere Liebe erneuern, Tag für Tag.
Wir denken an die Menschen, die für andere besonders verantwortlich sind, als Erzieher und Lehrer, als Berater und Helfer, als Vorgesetzte und Regierende. Hilf ihnen in den Belastungen, denen sie ausgesetzt sind; mache sie zu Werkzeugen Deines Friedens.
Stilles Gebet
Ewiger Gott und Herr. Du hast zugesagt, uns nicht zu verstoßen, sondern unsere Sünde zu vergeben. Darum bitten wir Dich: Stärke in uns das Vertrauen auf Dein Erbarmen und hilf uns, nach Deinen Geboten zu leben. Darum bitten wir im Namen unseres Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und Gnade gibt in Ewigkeit.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott,
der Allmächtige und Barmherzige,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Laudes am Donnerstag
Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de
Startseite