Montag – 10. November 2026
DRITTLETZTER SONNTAG IM KIRCHENJAHR
Im Frieden Gottes
Vesper / Abendgebet



Psalm 104 B VIII
Lobe den Herrn, meine Seele, *
Herr, mein Gott, wie bist Du so groß!
Du hast die Erde fest gegründet, *
dass sie nicht wankt immer und ewig.
Du sendest Quellen aus in die Täler, *
zwischen den Bergen fließen sie dahin.
sie tränken alles Getier des Feldes; *
Wildesel stillen daraus ihren Durst.
Daran nisten die Vögel des Himmels *
und lassen sich hören aus den Zweigen.
Du tränkst die Berge aus Deiner Höhe, *
von der Frucht Deiner Werke wird die Erde satt.
Er lässt Gras wachsen für das Vieh, *
Saat für den Acker des Menschen,
dass er Brot bringe aus der Erde *
und Wein, der des Menschen Herz erfreut,
dass er das Antlitz schön macht mit Öl, *
und Brot das Herz des Menschen stark macht.
Du machtest den Mond zum Maß der Zeiten, *
die Sonne, die ihren Niedergang weiß.
Du bringst Finsternis, und es wird Nacht, *
in ihr regt sich alles Getier des Waldes.
Die Löwen brüllen nach Beute *
und fordern von Gott ihren Fraß.
Geht die Sonne auf, ziehen sie heim, *
sie lagern sich in ihren Höhlen.
Der Mensch geht hinaus an sein Tagwerk, *
an seine Arbeit bis zum Abend. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 44 B I
Du hast uns verstoßen und mit Schande bedeckt *
und ziehst nicht aus mit unseren Heeren.
Du machst uns unter den Heiden zum Sprichwort, *
die Nationen schütteln über uns den Kopf.
Täglich steht meine Schmach mir vor Augen, *
und mein Antlitz ist voller Scham,
denn ich höre den Spötter und Lästerer *
und sehe den Rachgierigen und den Feind.
Dies alles ist über uns gekommen, / doch haben wir Dich nicht vergessen *
und Deinen Bund nicht verleugnet.
Nie wich unser Herz zurück, *
bog ab von Deinem Weg unser Schritt.
Doch Du zerschlugst uns am Ort der Schakale *
und bedecktest uns mit Finsternis.
Hätten wir vergessen den Namen unsres Gottes, *
unsre Hände erhoben zu einem fremden Gott:
würde Gott das nicht erforschen? *
Er kennt ja unsres Herzens Grund!
Ja, Deinetwegen werden wir täglich getötet, *
sind wie Schlachtschafe geachtet.
Wach auf, Herr! Warum schläfst Du? *
Erwache! Verstoße uns nicht für immer!
Warum verbirgst Du Dein Antlitz, *
vergißt unsre Not und Bedrängnis?
Denn wir sind gebeugt in den Staub, *
unser Leib klebt an der Erde.
Mache Dich auf und hilf uns, *
erlöse uns in Deiner Güte! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 85 B IV
Ich will hören, was Gott sagt: *
Ja, der Herr redet von Frieden
zu Seinem Volk und Seinen Frommen, *
sie sollen nicht der Torheit verfallen.
Nah ist denen Sein Heil, die Ihn fürchten, *
dass Herrlichkeit wohne in unserm Land:
dass sich Güte und Treue begegnen, *
Gerechtigkeit und Friede sich küssen.
Treue sprießt aus der Erde hervor, *
und Gerechtigkeit schaut vom Himmel.
Der Herr gibt das Gute, *
unser Land seinen Ertrag.
Gerechtigkeit geht vor Ihm her *
und bestimmt den Weg Seiner Schritte. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

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Christus, Du unser Tag und Licht,
der Finsternis und Nacht erhellt,
Du Licht vom Lichte, Gottes Sohn,
Du Sonne, die uns heil gemacht:
Hör unser Flehen, heil'ger Herr,
und schütz uns, da der Tag sich neigt;
damit uns Friede sei in Dir,
gewähre, dass wir sicher ruhn.
Wenn dann der Schlaf die Augen deckt,
so wache unser Herz bei Dir.
Dein starker Arm behüte uns,
die liebend Deinen Dienst vollziehn.
Lob sei dem Vater, der uns schuf,
Lob sei dem Sohn, der uns erlöst,
Lob sei dem Geist, der uns erhält,
jetzt, immer und in Ewigkeit. Amen.
Ꝟ Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr,
℞ und es senke sich herab auf uns dein Erbarmen.


Aus Röm. 8 II
Ist Gott für uns, *
wer ist dann gegen uns?
Der auch Seinen eigenen Sohn nicht verschonte, / sondern Ihn für uns alle dahingab, *
wie sollte Er uns mit Ihm nicht alles schenken?
Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? *
Gott ist hier, der gerecht macht.
Wer will verdammen? *
Christus Jesus ist hier, der gestorben ist.
Ja vielmehr, der auch auferweckt ist vom Tod, *
der zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt.
Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes, / Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung, *
Hunger oder Blöße, Gefahr oder Schwert?
Doch in dem allen überwinden wir weit *
durch Den, Der uns geliebt hat.
Denn ich bin gewiss: / weder Tod noch Leben, *
weder Engel noch Mächte,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, / weder Kräfte noch Höhe noch Tiefe *
noch eine andre Kreatur:


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Vor Dir, Gott, gestehen wir uns ein: Nicht alles ist uns möglich, nicht alles nötig, nicht alles wichtig. Wir können wählen, und können es doch nicht. Wir müssen lernen, uns zu entscheiden, immer von neuem. Wir brauchen Deine Hilfe, guter Gott.
Wir hoffen, Du wirst uns helfen durch Deinen Geist, den Geist der Besonnenheit. Wir bitten Dich darum im Vertrauen auf Deinen Sohn Jesus Christus.
Wir denken an die Menschen, die keine Zeit haben für sich selbst, die sich aufreiben in ihrer Arbeit, in Unruhe und Hetze. Gib ihnen Gelegenheit zur Entspannung, zur Stille, zum Gespräch.
Stilles Gebet
Deine gute Erde, ewiger Gott, liegt Dir am Herzen, darum stärke den Widerstand gegen alles, was Dein Liebeswerk zerstören will. Erwecke Willen und Mut zum Frieden, halte die Hoffnung auf Dich lebendig und segne uns, Gott, mit Erfindungsreichtum und Beharrlichkeit, durch Christus im Heiligen Geist, ein Gott in Ewigkeit.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott,
der Allmächtige und Barmherzige,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.