Donnerstag – 5. November 2026
22. SONNTAG NACH TRINITATIS
In Gottes Schuld
Vesper / Abendgebet



Psalm 122 VII
Ich freute mich, als man mir sagte: *
„Wir wollen gehen zum Haus des Herrn!”
Nun stehen unsere Füße *
in deinen Toren. Jerusalem!
Jerusalem, gebaut als eine Stadt, *
die ringsum festgefügt ist.
Dorthin ziehen die Stämme, *
die Stämme des Herrn.
So ist es Ordnung in Israel, *
den Namen des Herrn zu preisen.
Dort stehen die Throne zum Gericht. *
die Throne des Hauses David. (+)
Wünscht Jerusalem Frieden, *
geborgen seien, die dich lieben!
Friede wohne in deinen Mauern, *
Geborgenheit in deinen Häusern!
Wegen meiner Brüder und Freunde *
will ich sagen: „In dir sei Friede!”
Wegen des Hauses des Herrn, unsres Gottes, *
will ich für dich um Gutes bitten. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 125 VIII
Die dem Herrn vertraun, sind wie der Zion, *
der nicht wankt, der ewig besteht.
Jerusalem ist umgeben von Bergen, *
so umhegt der Herr Sein Volk.
Denn das frevle Zepter wird nicht lasten *
auf dem Erbteil der Gerechten,
dass nicht ausstrecken die Gerechten *
ihre Hände zum Unrecht.
Herr, tu Gutes den Guten *
und den redlichen Herzen.
Die aber abbiegen auf krumme Wege, / lasse der Herr gehn mit den Frevlern. *
Friede über Israel! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 143 II
Herr, höre mein Beten, *
vernimm mein Flehen!
Gib mir Antwort in Deiner Treue, *
in Deiner Gerechtigkeit!
Geh nicht ins Gericht mit mir, *
keiner, der lebt, ist vor Dir gerecht.
Denn der Feind verfolgt mich, *
er tritt mein Leben zu Boden,
lässt mich wohnen in Finsternis *
gleich denen, die tot sind für ewig.
Und mein Geist verzagt in mir, *
das Herz erstarrt mir in der Brust.
Ich gedenke der Tage von einst, / sinne nach über all Deine Taten, *
das Werk Deiner Hände will ich erwägen.
Ich breite zu Dir meine Hände aus, *
meine Seele dürstet nach Dir wie dürres Land. (+)
Herr, antworte mir bald, *
mein Geist hat sich verzehrt.
Verbirg nicht vor mir Dein Angesicht, *
sonst gleiche ich denen, die in die Grube fahrn.
Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, *
denn auf Dich setze ich mein Vertrauen.
Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; *
denn zu Dir erhebe ich meine Seele.
Rette mich, Herr, vor meinen Feinden, *
zu Dir nehme ich meine Zuflucht.
Um Deines Namens willen, Herr, gib mir Leben,*
in Deiner Gerechtigkeit führ mich aus der Not.
Lehre mich tun nach Deinem Willen, *
denn Du bist mein Gott;
Dein guter Geist möge mich leiten *
auf ebenem Land. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

(Mk 7,(14-17)18-23)[Jesus {Und Er} rief das Volk wieder zu Sich und sprach zu ihnen: Hört Mir alle zu und begreift's! Es gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen könnte; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das ist
39;s, was den Menschen unrein macht. Und als Er von dem Volk ins Haus ging, fragten Ihn Seine Jünger nach diesem Gleichnis.]
Und er sprach zu ihnen: Seid denn auch ihr so unverständig? Versteht ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht unrein machen kann? Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und kommt heraus in die Grube. Damit erklärte er alle Speisen für rein. Und er sprach: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dies Böse kommt von innen heraus und macht den Menschen unrein. (Mk 7,(14-17)18-23)


Du ewig abendloses Licht,
dreiein'ger Herrscher aller Welt:
gib, wenn des Himmels Sonne sinkt,
dass Deine Klarheit uns erhellt.
Dir galt des Morgens erstes Lob,
Dich preisen wir zur Abendstund:
Du Licht und Freude unsres Tags,
schenkst Leben uns und Deinen Bund.
So lässt Du wandern uns im Licht,
wir dürfen Deine Kinder sein;
wenn einmal unser Tag sich neigt,
lädst Du zum Abendmahl uns ein.
Wir preisen, Vater, Deine Huld,
die Du uns schenkst in Deinem Sohn;
erfülle uns mit Deinem Geist
und lass uns stehn an Deinem Thron. Amen.
Ꝟ Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr,
℞ und es senke sich herab auf uns dein Erbarmen.


Magnificat V
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
mein Geist freut sich über Gott, meinen Heiland;
denn die Niedrigkeit Seiner Magd hat Er angesehn, *
siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn Er hat Großes an mir getan, der da mächtig ist, *
und Sein Name ist heilig.
Sein Erbarmen währt von Geschlecht zu Geschlecht *
bei denen, die Ihn fürchten. (+)
Mit Seinem Arm wirkt Er gewaltige Taten *
und zerstreut, deren Herz voll Hochmut ist.
Von ihrem Thron stößt Er die Mächtigen *
und erhebt die Niedrigen.
Die da hungrig sind, füllt Er mit Gütern, *
und die Reichen lässt Er leer ausgehn.
Er nimmt sich Seines Dieners Israel an *
und denkt an Sein Erbarmen.
Wie Er geredet hat zu unsern Vätern, *
Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Herr, wir danken Dir für Deine Wunder und Geheimnisse, für die Offenbarung Deines göttlichen Geistes. Du bist den Deinen das Brot des Lebens. Du bist der lebendige Weinstock. Herr, wir wissen: Dein Licht siegt über alle Finsternis. Deine Wahrheit endet allen Wahn. Deine Liebe befreit von aller Furcht. Dir danken wir für Deine Nähe und rufen Dich an:
Dein Reich komme.
Wir bitten Dich: Vollende Deine Offenbarung. Mache uns zu Erben Deines Reiches. Herr, wir warten auf Dich: Füge zu neuer Gemeinschaft, was unter uns zerrissen ist; heile, was krank ist; belebe, was tot ist und unfruchtbar. Füge uns zusammen zu dem heiligen Bau Deiner Kirche; mache sie zur Stätte des Friedens, zum Haus der Gnade, bei uns und in aller Welt. Dir danken wir für Deine Nähe und rufen Dich an:
Dein Reich komme.
Schaffe den Verlorenen Rettung, den Gebundenen Freiheit, den bedrängten Herzen Heilung und Frieden. Gib uns für die Brüder und Schwestern offene Augen und Hände, willig zum Helfen. Stärke in uns den Geist der Kindschaft, dass wir alles von Dir erwarten und Dir die Ehre geben. Dir danken wir für Deine Nähe und rufen Dich an:
Dein Reich komme.
Stilles Gebet
Gott, Du verbindest alle, die an Dich glauben, zu Gemeinschaft und Dienst. Gib, dass wir lieben, was Du uns sagst, und ersehnen, was Du verheißen hast, damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens unsere Herzen dort verankert sind, wo die wahre Freude ist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und wirkt in Ewigkeit.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott,
der Allmächtige und Barmherzige,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Laudes am Freitag
Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de
Startseite