Sonnabend – 24. Oktober 2026
21. SONNTAG NACH TRINITATIS – VORABEND
Die geistliche Waffenrüstung
Vesper / Abendgebet



Psalm 121 VIII
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. *
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn, *
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er lässt deinen Fuß nicht gleiten, *
der dich behütet, schläft nicht.
Siehe, nicht schläft noch schlummert *
der Hüter Israels. (+)
Der Herr ist dein Hüter, / der Herr ist dein Schatten, *
Er steht dir zur Rechten.
Bei Tag wird dich die Sonne nicht stechen *
noch der Mond in der Nacht.
Der Herr behüte dich vor allem Bösen, *
Er behüte dein Leben.
Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang *
von nun an bis in Ewigkeit! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 62 IV
Zu Gott allein ist meine Seele still: *
nur von Ihm kommt meine Hilfe.
Er allein ist mein Fels und meine Hilfe, *
meine Burg, dass ich niemals wanke.
Wie lange stürmt ihr gegen den einen, *
ihr alle, ihn zu ermorden,
als wäre er eine schwankende Wand, *
eine einstürzende Mauer?
Sie planen, ihn von seiner Höhe zu stürzen, *
sie haben Gefallen an der Lüge.
Mit ihrem Munde segnen sie, *
im Herzen fluchen sie.
Zu Gott allein sei still, meine Seele, *
denn nur von Ihm kommt meine Hoffnung.
Er allein ist mein Fels, meine Hilfe, *
meine Burg, dass ich niemals wanke.
Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre, / Gott ist der Fels meiner Stärke, *
Er ist meine Zuflucht.
Vertrau auf Ihn, mein Volk, zu aller Zeit. / schüttet euer Herz vor Ihm aus, *
Gott ist unsre Zuflucht. (+)
Menschenkinder sind nur ein Hauch, *
die Mächtigen eine Täuschung;
auf der Waage schnellen sie hoch, *
allesamt leichter als ein Hauch.
Verlasst euch nicht auf Unterdrückung, *
und setzt eure Hoffnung nicht auf Raub.
Wächst euch Reichtum zu. *
hängt euer Herz nicht daran.
Eines hat Gott geredet, *
ich habe zweierlei gehört:
Bei Gott ist die Macht, *
bei Dir, Herr, ist die Gnade! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 37 C II
Lass ab vom Bösen und tu Gutes, *
so bleibst du wohnen für immer.
Denn der Herr liebt das Recht, *
verlässt nicht, die Ihm treu sind.
Böse vertilgt Er für immer, *
vernichtet die Kinder der Frevler.
Die Gerechten aber erben das Land *
und wohnen darin für alle Zeit. (+)
Der Mund des Gerechten spricht Weisheit, *
seine Zunge redet, was recht ist.
Gottes Weisung hat er im Herzen, *
seine Schritte werden nicht wanken.
Der Frevler lauert dem Gerechten auf *
und sucht, ihn zu töten.
Doch der Herr überlässt ihn nicht seiner Hand, *
verdammt ihn nicht im Gericht.
Setz deine Hoffnung auf den Herrn *
und bewahre Seinen Weg:
Er erhöht dich zum Erben des Landes, *
du siehst, wie der Frevler vertilgt wird. (+)
Ich sah einen Frevler voller Gewalttat, *
hochgereckt wie eine grünende Zeder.
Ich ging vorüber – er war verschwunden, *
ich suchte ihn – er war nicht zu finden.
Schau auf den Frommen und sieh den Redlichen, *
denn Zukunft hat der Mensch des Friedens.
Doch Abtrünnige werden alle vertilgt, *
und Frevler haben keine Zukunft.
Die Hilfe der Gerechten kommt vom Herrn, *
Er ist ihr Schutz in der Zeit der Not.
Der Herr hilft ihnen und rettet sie. / Er rettet vor Frevlern und hilft ihnen: *
denn sie haben Zuflucht gefunden bei Ihm! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

(2. Mose 23,1-9)Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten; du sollst nicht einem Schuldigen Beistand leisten, indem du als Zeuge Gewalt deckst. Du sollst der Menge nicht auf dem Weg zum Bösen folgen und nicht so antworten vor Gericht, dass du der Menge nachgibst und vom Rechten abweichst. Du sollst den Geringen nicht begünstigen in seiner Sache. Wenn du dem Rind oder Esel deines Feindes begegnest, die sich verirrt haben, so sollst du sie ihm wieder zuführen. Wenn du den Esel deines Widersachers unter seiner Last liegen siehst, so lass ihn ja nicht im Stich, sondern hilf mit ihm zusammen dem Tiere auf. Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache. Halte dich ferne von einer Sache, bei der Lüge im Spiel ist. Den Unschuldigen und den, der im Recht ist, sollst du nicht töten; denn Ich lasse den Schuldigen nicht recht haben. Du sollst dich nicht durch Geschenke bestechen lassen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verdrehen die Sache derer, die im Recht sind. Einen Fremdling sollst du nicht bedrängen; denn ihr wisst um der Fremdlinge Herz, weil ihr auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen seid. (2. Mose 23,1-9)


O Gott, Dein Wille schuf die Welt
und ordnet der Gestirne Bahn,
umgibt den Tag mit hellem Licht,
gewährt zur Ruhe uns die Nacht.
Als Dank für den vollbrachten Tag,
den Deine Güte uns geschenkt,
nimm an des Wortes heil'gen Dienst,
den Lobgesang zu Deinem Ruhm.
Dir schließt sich unsre Seele auf,
voll Freude preist Dich unser Mund,
in Ehrfurcht dient Dir unser Geist,
in Liebe sucht Dich unser Herz.
Wenn uns die Sonne untergeht
und Finsternis den Tag beschließt,
kennt unser Glaube keine Nacht:
Im Dunkel strahlt sein Licht uns auf.
Den Sohn und Vater bitten wir
und auch den Geist, der beide eint:
Du starker Gott, Dreifaltigkeit,
behüte, die auf Dich vertraun. Amen.
Ꝟ Gott sei Ehre in der Gemeinde
℞ und in Christus Jesus zu aller Zeit.


Aus Eph. 1 IV
Gepriesen sei Gott, *
der Vater unsres Herrn Jesus Christus.
Denn durch Ihn hat Er uns gesegnet *
mit allem geistlichen Segen im Himmel.
In Ihm hat er uns erwählt von Anbeginn der Welt, *
damit wir heilig und ohne Tadel sind vor Gott.
In Liebe hat Er uns dazu vorherbestimmt, / seine Kinder zu sein durch Jesus Christus, *
nach dem Wohlgefallen Seines Willens,
zum Lobe der Herrlichkeit Seiner Gnade, *
mit der Er uns begnadet in dem Geliebten.
In Ihm und durch Sein Blut *
haben wir die Erlösung,
die Vergebung der Sünden *
nach dem Reichtum Seiner Gnade,
die Er uns gab im Überfluss *
in aller Weisheit und Einsicht.
Er ließ uns wissen das Geheimnis Seines Willens *
nach Seinem Rat, den Er zuvor in Ihm gefasst hat:
Heraufzuführen die Fülle der Zeiten / und alles zu vereinen in Christus, *
was im Himmel und auf Erden ist. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Gott, fülle unser Herz mit Deinem Leben. Fülle unsere Tage mit Deiner Kraft. Fülle unsere Welt mit Deiner Hoffnung. Wir rufen Dich an:
Dein Reich komme.
Du bist die Quelle, die nie versiegt. Du bist die Freude, die nie vergeht. Du bist der Tag, den kein Dunkel verschlingt. Wir rufen Dich an:
Dein Reich komme.
Lass uns allezeit in Deinem Lichte stehen. Mache unsere Sehnsucht groß. Reiße uns aus unserer Enge. Führe uns in Deine Freiheit. Erbarme Dich all Deiner Kinder. Wir rufen Dich an:
Dein Reich komme.
Stilles Gebet
Herr, Du hast uns aufgetragen, für unsere Mitmenschen und das Wohl aller einzutreten. Du willst, dass wir Friedensstifter sind und vor allem anderen Deinen Willen suchen und tun. Wir vergessen oft, dass wir Rechenschaft ablegen müssen über das, was wir getan und was wir versäumt haben. Hilf, dass wir stets bereit sind, dies ehrlich und getrost zu tun, um Jesu Christi willen, der in den Tod ging für uns, der erhöht ist und uns vertritt in ewiger Gegenwart vor Dir, heiliger Gott. Gib uns heute und alle Zeit Deinen Geist, Seinen Tod zu verkünden und Seine Auferstehung zu preisen, bis Er kommt in Herrlichkeit. So bitten wir durch Ihn, Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott,
der Allmächtige und Barmherzige,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.