Samstag – 7. November 2026
22. SONNTAG NACH TRINITATIS
In Gottes Schuld
Sext / Mittagsgebet


Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
Du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew'gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in Deine Liebe auf,
dass unser Herz Dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.


Psalm 71 B VII
Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.
Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit / und Deine Hilfe den ganzen Tag – *
ich kann sie nicht ermessen!
Ich komme dank der großen Taten des Herrn, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.
Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.
Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,
dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, / einem jeden, der kommen wird, Deine Macht: *
Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!
Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?
Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
Du machst uns wieder lebendig.
Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.
Bring mich wieder zu Ehren, *
wende Dich, mich zu trösten.
Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!
Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
Du Heiliger Israels. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Willibrord * 657/658 † 7.11.739
Willibrord stammte aus Nordengland, wo er um 658 geboren wurde. Sein Vater war Christ geworden und so wurde Willibrord im Kloster Ripon gebildet und erzogen. Er wurde Mönch und lebte ab 678 in dem irischen Benediktinerkloster Rathmelsigi. 690 wurde er von dort mit elf Gefährten, darunter Suitbert, dem Gründer des Klosters Kaiserwerth, nach Friesland entsandt. Er knüpfte enge Kontakte zu Pippin II., der Friesland zum Teil erobert hatte, und wurde vom Papst zum Erzbischof ins friesische Volk ernannt. Als Bischofssitz wurde Utrecht bestimmt, wobei Willibrord, der sich seitdem auch als Clemens bezeichnete, weiter als Wanderprediger tätig war. Unter den Nordfriesen hatte er jedoch keinen Erfolg, allein im fränkischen Teil Frieslands verlief die Mission erfolgreich.
Er gründete das Kloster Echternach auf einem Landstück, das er von Irmina von Oeren erhalten hatte. Als der Friesenkönig Radbod 716 wieder heidnische Bräuche einführen wollte, zog Willibrord nach Dänemark, aber auch hier war seine Arbeit vergeblich. Ab 719 wirkte Willibrord wieder in Friesland, dabei wurde er von Winfried (Bonifatius) begleitet. Willibrord kehrte schließlich nach Echternach in sein Kloster zurück und starb dort am 7. November 739. Sein Wirken ist in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: er stärkte die Verbindung der Kirche zu Rom und beendete das (iro-schottische) Ideal des Wandermönches, wonach man dem Himmel umso näher käme, als man sich von der eigenen Heimat entferne.
Bei Dir ist die Vergebung,
dass man Dich fürchte. (Ps 130,4)
Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit Er sich aller erbarme. O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind Seine Gerichte und unerforschlich Seine Wege! Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist Sein Ratgeber gewesen«? Oder »wer hat Ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste«? Denn von Ihm und durch Ihn und zu Ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. (Röm 11,32-36)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .

Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
unsre Welt und das All.
Ewiger, Du unser Gott, bei Dir ist Frieden. Hilf, dass wir Deinen Frieden in uns aufnehmen, damit er wirksam werde in unserem Leben und in aller Welt. So bitten wir durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Bruder und Herrn.
Amen

Gott schenke uns Frieden
und ewiges Leben
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Vesper
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