Montag – 2. November 2026
22. SONNTAG NACH TRINITATIS
In Gottes Schuld
Sext / Mittagsgebet


Du Schöpfergott, der uns erhält,
wie groß ist Deine Herrlichkeit.
Du ordnest alles, Dir zum Lob,
hilf, dass es uns zum Segen wird.
Dein Werk legst Du in unsre Hand,
dass wir bewahren, was Du schaffst.
Schenk unsrer Mühe Deine Frucht;
zum Frieden führe alle Welt.
Gewähre dies, Herr, guter Gott,
Du Vater, Sohn und Heil'ger Geist:
geleite uns durch diese Zeit,
bis wir Dich schaun in Ewigkeit. Amen.


Psalm 67 III
Gott sei uns gnädig und segne uns, *
Er lasse uns Sein Antlitz leuchten,
dass man auf Erden erkenne Deinen Weg, *
unter allen Völkern Dein Heil.


Die Nationen freun sich und jauchzen, *
denn Du richtest den Erdkreis gerecht.
Du richtest die Völker mit Recht *
und lenkst die Nationen auf Erden.


Die Erde gab ihren Ertrag; *
es segne uns Gott, unser Gott!
Es segne uns Gott, / es sollen Ihn fürchten *
alle Enden der Erde! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Johann Albrecht Bengel * 24.6.1687 † 2.11.1752
Der Pfarrerssohn Johann Albrecht Bengel wurde am Geburtstag seines Urgroßvaters Johannes Brenz 1687 in Winnenden geboren. Nach dem Theologiestudium in Tübingen war er noch ein Jahr Repetent am Stift, das zu der Zeit stark vom radikalen Pietismus beeinflusst war. Er wurde Vikar, unternahm dann eine längere Reise, auf der er in Halle den Francke-Kreis kennen und schätzen lernte. 1713 wurde er zum Leiter der Klosterschule Denkendorf berufen. 28 Jahre lang leitete Bengel die Klosterschule in Denkendorf, dann wurde er 1741 zum Prälat in Herbrechtingen berufen und 1749 auf die Prälatur Alpirsbach und in das Stuttgarter Konsistorium. Hier setzte er sich für kirchenfreundliche Privatversammlungen ein. Bengel bewahrte sich zeitlebens einen schlichten kindlichen Glauben. Er verfasste zahlreiche Bücher, z. B. eine textkritische Ausgabe des Neuen Testaments im Urtext (1734) und den „Gnomon”, kurze Auslegungen zum Neuen Testament. Besonders beschäftigte ihn die Offenbarung. Zahlreiche seiner Erklärungen und Deutungen sind eingetroffen, nicht aber seine Zahlendeutungen. Er berechnete als Ende der Welt den 18. Juni 1836. Manche Schwaben verließen darauf ihre Heimat, um insbesondere im Kaukasus Zuflucht vor dem kommenden Antichrist zu finden. Bengel starb am 2. November 1752 in Stuttgart.
Bei Dir ist die Vergebung,
dass man Dich fürchte. (Ps 130,4)
Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft. Das andre ist dies: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Es ist kein anderes Gebot größer als diese. (Mk 12,29-31)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .

Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
unsre Welt und das All.
Gott, Vater im Himmel, gewähre Deine machtvolle Hilfe allen Menschen des Friedens. Gib denen, die die Völker regieren, gute Entschlüsse und erleuchte alle, die sie beraten. Verwandle Durch Dein Evangelium die Herzen der Menschen, dass sie Frieden statt Krieg, Dienst statt Unterwerfung und Gerechtigkeit statt eigenem Vorteil suchen. Wir bitten Dich durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen

Gott schenke uns Frieden
und ewiges Leben
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Vesper
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