Sonntag – 18. Oktober 2026
20. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die Ordnungen Gottes
Sext / Mittagsgebet


Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.
Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.
Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.


Psalm 150 VII
Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!
Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!
Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!
Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!
Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Anders Nygren * 15.11.1890 † 20.10.1978
Anders Nygren ist nicht Bestandteil des Ev. Namenskalenders. Er ist hier am 18. Oktober eingefügt, weil der Gedenktag des Evangelisten Lukas nicht am 18. Oktober begangen wird, wenn der Tag auf einen Sonntag fällt.
Anders Nygren wurde am 15. November 1890 in Göteborg geboren. Er studierte an der Universität Lund Theologie und wurde 1912 zum Pfarrer in der Lutherischen Kirche Schwedens ordiniert. In Ölmevalla begann er seinen Pfarrdienst. Eine Studienreise nach Deutschland diente dazu, sich umfassend mit Immanuel Kant und Friedrich Schopenhauer zu beschäftigen. 1921 promovierte er und wurde 1924 an die Universität Lund als Professor für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik berufen. Im Laufe seines Lebens entstanden viele Bücher, die in vielen Bereichen kirchlichen Lebens nachhaltig wirkten.
Während der Nazizeit unterstützte er die Bekennende Kirche und wurde dafür 1955 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bei der Gründung des Lutherischen Weltbundes wirkte er mit und wurde der erste Vorsitzende dieser weltumfassenden Institution. Für ihn war die Ökumene ein Herzensanliegen. So schrieb er in seinem Buch „Christus und seine Kirche“: „Da Christus einer ist, gibt es nur einen Leib Christi. Und da die Kirche der Leib Christi ist, gibt es nur und kann es nur eine einzige Kirche geben. Es gibt nur ein Brot, Christus, das Brot des Lebens, das für uns gebrochen wurde in seinem Tod – ein Brot ist's, so sind wir viele ein Leib, weil wir alle eines Brotes teilhaftig sind. Die Einheit der Kirche aufheben heißt die Kirche selbst aufheben – ebenso wie andere Götter haben dasselbe ist, wie nicht an den einen wahren Gott glauben, und einen anderen neben Christus erwarten bedeutet, ihn verwerfen.“ (zitiert nach H. Mayr, Glaubenszeugen der einen Kirche, S. 44)
1949 wurde Nygren zum Bischof von Lund berufen. Das Amt übte er bis 1958 aus. Er nahm an Konferenzen des Ökumenischen Rates der Kirchen teil und blieb aktiv im Lutherischen Weltbund tätig. Sein klares Lutherisches Bekenntnis war für ihn kein Hinderungsgrund in den ökumenischen Bemühungen. Im Gegenteil sah er darin die Grundlage für die wahre Einheit der Kirche. Diese bestand für ihn aber nicht in einem losen Miteinander (Einheit in Vielfalt), sondern in der klaren Erkenntnis Christi, die zur Einheit gewissermaßen zwingt. Die Wahrheit, die aus der Erkenntnis Christi quillt, findet Widerhall in der Liebe zu allen Christenmenschen.
Die Einheit der Kirche erfordert dann auch eine gemeinsame Botschaft an die Welt. Der Auftrag der Kirche ist, als Gemeinschaft der rechtfertigenden und heilbringenden Gnade Gottes die Welt zu Gott zu rufen und zu führen.
Auch in seinem Ruhestand, der 1958 begann, wirkte er weiter und verfasste das große Werk „Meaning and Method“ (1972, Deutsche Übersetzung „Sinn und Methode“, 1979), in dem er sich mit wissenschaftlicher Religionsphilosophie und Theologie auseinandersetzt. Er starb am 20. Oktober 1978 in Lund.
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist
und was der Herr von dir fordert:
nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben
und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6,8)
Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet
nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der
Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich. (Mt 5,3-10)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .

Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
unsre Welt und das All.
Gott, Du siehst die Herzen der Menschen und lenkst den Lauf der Welt. Wehre allem bösen Rat und gib uns den Geist der Wahrheit und des Friedens, damit wir erkennen, was Dir gefällt und mit allen Kräften danach streben, was zur Gerechtigkeit führt durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Bruder und Herrn.
Amen

Gott schenke uns Frieden
und ewiges Leben
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Vesper
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