Freitag – 16. Oktober 2026
19. SONNTAG NACH TRINITATIS
Heilung an Leib und Seele
Sext / Mittagsgebet


Der Tag strebt seiner Höhe zu,
der Mittag ruft uns zum Gebet:
wir loben Gott und bitten Ihn
um Segen für den heil'gen Dienst.
Es leuchtet uns die Stunde auf,
da Jesus Christus, Gottes Sohn,
als Opferlamm am Kreuz erhöht,
zu unserm Heil sich dargebracht.
O wahre Sonne dieser Welt,
vor Dir verblasst des Mittags Schein;
die Schöpfung ist durch Dich erlöst
und strahlt verklärt in Deinem Licht.
Den ew'gen Vater preisen wir
und Jesus Christus, Seinen Sohn,
den Beistand auch, den Heil'gen Geist,
der uns erleuchtet, stärkt und führt. Amen.


Psalm 13 IV
Wie lange noch willst Du mich vergessen, Herr? *
wie lange noch verbirgst Du Dein Antlitz vor mir?
Wie lange noch muss ich mich sorgen in meiner Seele, / Kummer tragen in meinem Herzen Tag für Tag, *
wie lange noch erhebt sich über mich mein Feind?
Schau her, gib mir Antwort, Herr, mein Gott, *
erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tod entschlafe!
Dass mein Feind nicht sage: / „Ich hab ihn überwältigt”, *
meine Gegner sich nicht freuen, dass ich wanke.
Ich aber traue auf Deine Gnade, *
mein Herz freut sich Deiner Hilfe.
Dem Herrn will ich singen, *
denn Er hat mir Gutes getan! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Lukas Cranach der Ältere * 1472 † 16.10.1553
Lucas wurde vermutlich um den 4. Oktober 1472 in Kronach in Oberfranken geboren. Sein wohlhabender Vater ermöglichte ihm eine künstlerische Ausbildung. Seine künstlerische Begabung schulte er in ausgedehnten Wanderjahren. 1502 kam er nach Wien und blieb hier zunächst. Seit dieser Wiener Zeit signierte er seine Bilder mit Lucas Cranach (aus Kronach). 1505 berief ihn Friedrich der Weise als Hofmaler nach Wittenberg. Er hatte Gemälde für Schlösser und Kirchen zu erstellen, aber auch andere Arbeiten wie Festdekorationen oder andere Verzierungen bis hin zu dem Anstreichen von Wänden. In Wittenberg lernte Cranach Luther kennen und wurde sein Freund. Cranach stellte sein künstlerisches Können ganz in den Dienst der Reformation. Er schuf große Altäre (z. B. in Wittenberg und Weimar), Illustrationen zur Lutherbibel, aber auch satirische Holzschnitte. Vermutlich 1510 zog Cranach aus dem Schloss in die Stadt Er heiratete um 1512 und war in den verschiedensten Geschäftsbereichen erfolgreich tätig. So betrieb er einen Weinausschank, war Buchhändler und Verleger. Cranach diente seiner Stadt auch als Bürgermeister und Stadtkämmerer. Er ging dann mit Johann dem Großmütigen 1550 freiwillig in die Gefangenschaft. Kurz nach seiner Entlassung starb er am 16. Oktober 1553 in Weimar bei der Arbeit an einem Altargemälde.
Gallus * um 550 † 16.10.645
Von Gallus' Leben sind nur Legenden überliefert. Demnach stammte er aus Irland. Er kam früh ins Kloster und wurde dort Schüler des Kolumban, der mit insgesamt 12 Mönchen, unter denen sich Gallus befand, auf das europäische Festland begab, um dort das Evangelium zu verkünden. Gallus erlernte schnell die dortige Sprache, hatte aber bei der Verkündigung nur wenig Geduld und griff lieber zu strikten Maßnahmen, um die Heiden zum christlichen Glauben zu bewegen. Das behinderte Columbans Missionsversuche derart, dass dieser sich gen Süden wandte. Am Bodensee trennte sich Gallus von der Gruppe und blieb dort zurück, um zusammen mit dem dort lebenden Bruder Hiltibold rodete er den Wald und baute eine Kirche und eine Einsiedelei, wo sie sich gegenseitig um Glauben stärkten, für ihren Lebensunterhalt arbeiteten und regelmäßig die Gebetszeiten hielten. Vermutlich betätigten sie sich auch missionarisch, wobei das Kloster nur wenig davon profitierte. Es blieb eine kleine, unauffällige Siedlung mit wenigen Brüdern, in der Gallus im hohen Alter von 95 Jahren am 16. Oktober 645 nach einer Predigt starb. Nach seinem Tod entwickelte sich das Kloster und gewann an Bedeutung. 100 Jahre nach dem Tod des Mönchs Gallus entstand um das Kloster herum die Ortschaft, die später den Namen St. Gallen erhielt.
Heile Du mich, Herr, so werde ich heil;
hilf Du mir, so ist mir geholfen. (Jer 17,14)
Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl Er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und Sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. (Hebr 12,1b-2)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Ehre sei Dir, Herr, und Lob und Dank; denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. Wir bitten Dich: Lehre uns Deinen Prüfungen stille halten; lehre uns an Deiner Liebe nie irre werden; lehre uns verstehen, was zu unserem Frieden dient. Lass uns wachsen und reifen in Deiner Erkenntnis; lass uns hören, wenn Du mit uns redest; lass uns in allem Leid Deine Hand festhalten. Herr, hilf uns, dass wir uns Deinem Willen völlig beugen; Herr, hilf uns, dass wir uns Deinem Willen dankbar beugen; Herr, hilf uns, dass wir Dich auch in Trübsal und Not preisen. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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