Dienstag – 22. September 2026
16. SONNTAG NACH TRINITATIS
Der starke Trost
Sext / Mittagsgebet


O Gott, Du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.
Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.
Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
Dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.


Psalm 9 A VIII
Danken will ich Dir, Herr, von ganzem Herzen, *
erzählen will ich von all Deinen Wundern.
Ich will Deiner mich freuen und jauchzen, *
will Deinem Namen singen, du Höchster.
Denn zurückgewichen sind meine Feinde, *
sie fallen und vergehen vor Deinem Antlitz.
Ja, Du hast mir Recht verschafft und meinen Streit geführt,*
Du hast Dich auf den Thron gesetzt – ein gerechter Richter.
Der Herr bleibt ewig, *
zum Gericht ist aufgestellt Sein Thron.
Er richtet den Erdkreis mit Gerechtigkeit, *
spricht den Völkern gerechtes Urteil.
Der Herr wird dem Bedrückten zur Burg, *
eine Burg zur Zeit der Bedrängnis.
Auf Dich vertrauen, die Deinen Namen kennen, *
denn Du, Herr,verlässt nicht, die Dich suchen.
Singt dem Herrn, der auf dem Zion wohnt, *
tut kund unter den Völkern Seine Taten!
Denn der die Blutschuld rächt, denkt an sie, *
Er vergisst nicht das Schreien der Armen. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Johann Peter Hebel * 10.5.1760 † 22.9.1826
Der Sohn eines Webers wurde 1760 in Basel geboren. Ein Jahr später starb sein Vater und er lebte mit seiner Mutter in Basel und Hausen im Wiesental. Seine Mutter starb 1773. Johann Peter konnte, von Förderern unterstützt, das Gymnasium in Karlsruhe besuchen, wo er hervorragende Leistungen zeigte. Er studierte in Erlangen Theologie und wirkte ab 1780 als Hauslehrer in Hertingen.
1782 wurde er auf Wunsch des Pfarrers ordiniert und wirkte als Hilfspfarrer und ab 1783 als Lehrer am Pädagogium in Lörrach. 1791 wurde er als Subdiakon an das Karlsruher Gymnasium berufen. Seine Predigten am Hof waren beliebt und 1792 wurde Hebel zum Hofdiakon berufen. 1798 wurde er als Professor an die Karlsruher Hochschule berufen, 1805 zum evangelischen Kirchenrat ernannt und 1819 wurde er Prälat der evangelischen Landeskirche in Baden. Dazu war er ab 1808 Direktor des Karlsruher Gymnasiums und seit 1819 Abgeordneter im badischen Landtag. Dabei wollte er eigentlich nur ein alemannischer Dorfpfarrer werden. Seine Liebe zu seiner alemannischen Heimat schlug sich in den „alemannischen Gedichten” nieder. Heute ist der Schriftsteller J. P. Hebel vor allem durch seinen „Rheinländischen Hausfreund” bekannt. Seine berühmteste Kalendergeschichte dürfte der „Kannitverstan” sein. Johann Peter Hebel starb am 22. September 1826 in Schwetzingen.
Mauritius † 286
Vom Leben des Mauritius ist wenig belegt. Von Eucherius (Bischof von Lyon 429-450) stammt der älteste Bericht. Demnach war Mauritius Kommandeur einer römischen Legion zur Zeit der Kaiser Diocletian und Maximian. Als die Thebäische Legion, wie sie auch genannt wurde, gen Norden marschierte, um auf Befehl des Kaisers die Christen zu unterwerfen, meuterte, da sie selbst zum großen Teil aus Christen bestand. Daraufhin befahl Maximian, die Legion zu dezimieren, d.h. jeden zehnten Mann hinzurichten, um die übrigen zum Gehorsam zu zwingen. Doch blieben die Überlebenden bei ihrer Weigerung, so dass zunächst eine weitere Dezimierung und schließlich die Ausrottung der gesamten Legion befohlen wurde. Nach der Legende ging der Dezimierung jeweils die Aufforderung voraus, dem Kaiser Opfer darzubringen und damit die Loyalität zum Kaiser zu beweisen. Da sie ihren Herrn Christus nicht verleugnen wollten, wurde schließlich auch Mauritius mit seinen Gefährten Exsuperius und Candidus hingerichtet.
Christus Jesus hat dem Tode
die Macht genommen und das Leben
und ein unvergängliches Wesen
ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2. Tim 1,10)
Jage nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist. (1. Tim 6,11b-12)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Dich und beten Dich an: Du stehst in der Mitte. Du gibst allem Leben Maß, Richtung und Ziel. Du bist König, und allein Du bist gnädig. Was geschieht, kommt aus Deiner Hand. Du kennst alle Dinge und siehst alle unsere Wege. Du bist ein barmherziger Richter. Überwinde, was sich Dir entgegenstellt. Urteile, was Dir nicht angehört. Dein ist die Macht und Dein ist die Ehre. Mach unsere Hoffnung groß und unser Verlangen rein. Dir nahen wir. Wir beten dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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