Dienstag – 17. September 2025

16. SONNTAG NACH TRINITATIS

Der starke Trost
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
HYMNUS
Noten

O Gott, Du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
Dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon


Psalmton-Noten


Psalm 9 A VIII
Danken will ich Dir, Herr, von ganzem Herzen, *
erzählen will ich von all Deinen Wundern.
Ich will Deiner mich freuen und jauchzen, *
will Deinem Namen singen, du Höchster.
Denn zurückgewichen sind meine Feinde, *
sie fallen und vergehen vor Deinem Antlitz.
Ja, Du hast mir Recht verschafft
und meinen Streit geführt,*
Du hast Dich auf den Thron gesetzt -
ein gerechter Richter.
Der Herr bleibt ewig, *
zum Gericht ist aufgestellt Sein Thron.
Er richtet den Erdkreis mit Gerechtigkeit, *
spricht den Völkern gerechtes Urteil.
Der Herr wird dem Bedrückten zur Burg, *
eine Burg zur Zeit der Bedrängnis.
Auf Dich vertrauen,
die Deinen Namen kennen, *
denn Du, Herr,verlässt nicht, die Dich suchen.
Singt dem Herrn, der auf dem Zion wohnt, *
tut kund unter den Völkern Seine Taten!
Denn der die Blutschuld rächt, denkt an sie, *
Er vergisst nicht das Schreien der Armen. +
Antiphon


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon



VITA
Hildegard von Bingen   * um 1098   † 17.9.1179
Hildegard, zehntes Kind einer adeligen Familie, wurde 1098 nahe Alzey geboren. Ihr genauer Geburstag wie auch ihr Geburtsort sind nicht bekannt. Mit acht Jahren gaben ihre Eltern Hildegard gemeinsam mit Jutta von Sponheim als Oblatin in ein Kloster. Mit vierzehn Jahren ging sie mit Jutta und einer dritten Gefährtin als Inklusin in das Benediktinerkloster Disibodenberg. Hier legte sie ihre Profess als Benediktierin ab und wurde 1136 nach dem Tode Juttas zur Magisterin der von Jutta gegründeten Mädchenschule gewählt. Sie leitete ihre Gemeinschaft nicht nach den strengen Regeln der Benediktiner und berief sich dabei auf Visionen, die ihr geschenkt wurden. 1141 begann sie ihre mystischen Erfahrungen wie ihre theologischen und anthropologischen Gedanken niederzuschreiben. 1147 erhielt sie vom Papst die Erlaubnis, ihre Visionen zu veröffentlichen. Danach trennte sie sich von den Benediktinern von Disibodenberg und gründete das Kloster Rupertsberg in Bingen. Als erste deutsche Mystikerin des Mittelalters stand sie zeitlebens in Auseinandersetzungen wegen ihrer Lehre und ihrer selbstbewussten charismatischen Lebensweise. Sie erlangte eine hohe Bekanntheit und der Zulauf zu ihrem Kloster war so hoch, dass sie 1165 ein Tochterkloster in Eibingen bei Rüdesheim gründete. Hildegard von Bingen starb am 17. September 1179 in ihrem Kloster. Dass der Name Hildegard von Bingen heute hauptsächlich mit der Naturheilkunde verbunden wird, mag das Ergebnis des Versuchs sein, ihre theologischen Erkenntnisse und Fähigkeiten herunterzuspielen.


Johann Heinrich Bullinger   * 18.7.1504   † 17.9.1575
Heinrich Bullinger wurde 1504 als eines von fünf Kindern eines römisch-katholischen Priesters gleichen Namens geboren. Sein Vater wandte sich 1529 der Reformation zu und legalisierte daraufhin die Verbindung mit Anna Wiederkehr, der Mutter Bullingers. Bullinger war ein sehr begabtes Kind und studierte an der Kölner Universität, wo er mit den reformatorischen Schriften in Kontakt kam und schließlich selbst das reformatorische Bekenntnis annahm. 19-jährig wurde er Lehrer im Zisterzienserkloster Kappel am Albis und verfasste zahlreiche Schriften. Neben den regulären Schülern nahmen auch der Abt und die Mönche des Klosters an seinem Unterricht teil. 1528 begleitete er Zwingli zur Berner Disputation, woraufhin nicht allein die Stadt Bern, sondern auch das Zisterzienserkloster Kappeln die reformatorische Lehre annahm. 1529 heiratete er Anna Adlischwyler, mit der er insgesamt 11 Kinder zeugte. 1531 musste er mit seiner Familie nach Zürich fliehen, wo er zum Nachfolger Zwinglis am Grossmünster gewählt wurde. Er nahm sich protestantischer Flüchtlinge an, die später bei ihrer Rückkehr seine Schriften in der Heimat verbreiteten. Mit Calvin verfasste er den Consensus Tigurinus, wodurch eine Spaltung zwischen Zwinglianern und Calvinisten verhindert wurde. 1565 starben seine Frau und drei Töchter an der Pest. Er selbst starb am 17. September 1575.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Christus Jesus hat dem Tode
die Macht genommen und das Leben
und ein unvergängliches Wesen
ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2. Tim 1,10)


Lesung:
Jage nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist. (1. Tim 6,11b-12)
RESPONSORIUM
Responsorium
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Wir loben Dich und beten Dich an: Du stehst in der Mitte. Du gibst allem Leben Maß, Richtung und Ziel. Du bist König, und allein Du bist gnädig. Was geschieht, kommt aus Deiner Hand. Du kennst alle Dinge und siehst alle unsere Wege. Du bist ein barmherziger Richter. Überwinde, was sich Dir entgegenstellt. Urteile, was Dir nicht angehört. Dein ist die Macht und Dein ist die Ehre. Mach unsere Hoffnung groß und unser Verlangen rein. Dir nahen wir. Wir beten dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Vesper

Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de

Startseite