Montag – 14. September 2026
KREUZERHÖHUNG
Durch Gnade befreit
Sext / Mittagsgebet


Das Kreuz des Herrn strahlt vor uns auf
als Zeichen königlicher Macht.
Ihr Völker alle, kommt herbei
und betet an den Herrn der Welt!
Ihn, der gering auf Erden war,
hat Gott in Herrlichkeit erhöht
und einen Namen ihm verliehn,
der über alle Namen ist.
Nicht auf Gewalt baut seine Macht
und nicht auf Furcht sein Königtum:
in Liebe zieht er uns an sich –
am hohen Pfahle ausgestreckt.
Dir Jesus, der durch Leid und Tod
der Herrschaft Krone sich errang,
sei mit dem Vater und dem Geist
Lob, Preis und Ruhm in Ewigkeit. Amen


Psalm 47 IV
Ihr Völker alle, klatscht in die Hände, *
jauchzt Gott mit fröhlichem Jubel!
Denn ehrfurchtgebietend
ist der Herr, der Höchste, *
ein großer König über die ganze Erde.
Völker beugt Er unter uns, *
Nationen unter unsre Füße.
Er erwählt uns unser Erbteil, *
den Stolz Jakobs, den Er liebgewann. (+)
Gott fährt auf unter Jauchzen, *
der Herr beim Schall der Posaune.
Singt unserm Gott, ja singt Ihm, *
singt unserm König, ja singt Ihm!
Denn Gott ist König der ganzen Erde, *
singt Ihm zu Ehren mit Psalmen!
Gott ist König über die Völker, *
Gott sitzt auf Seinem heiligen Thron.
Die Fürsten der Völker sind versammelt, *
als Volk des Gottes Abrahams!
Denn Gott gehören die Starken der Erde, *
ja, Er ist hoch erhaben. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kreuzerhöhung
Das Fest der Kreuzerhöhung wird, wenn es auf einen Sonntag fällt, in die Woche des Sonntags verlegt.
Das Fest der Kreuzerhöhung hat seinen Ursprung im 4. Jahrhundert und dient der Ausstellung von Kreuzreliquien, damit diese von den Gläubigen verehrt werden können. Es geht auf die Legende vom Fund des heiligen Kreuzes durch Helena an einem 13. September im 4. Jahrhundert zurück. Ihr Sohn Kaiser Konstantin ließ über dem Grab Christi, bei dem Helena auch das Kreuz gefunden hatte, eine große Kirche erbauen (heute „Grabeskirche“, vorher „Auferstehungskirche“), die am 13. September 335 geweiht wurde. Am 14. September 335 wurde das Heilige Kreuz erstmals zur Verehrung ausgestellt (erhöht).
Dass es sich bei dem Kreuz um das Kreuz handelt, an dem Jesus Christus gekreuzigt wurde, wurde der Legende nach durch ein Wunder bestätigt: Ein Toter kam mit dem Kreuz in Berührung und erwachte daraufhin wieder zum Leben. Dieser Beweis durch ein Wunder war auch deswegen nötig, weil an der Ausgrabungsstelle drei Kreuze gefunden worden waren und es keinen Hinweis darauf gab, wer an welchem Kreuz gekreuzigt worden war.
Heute wird am 14. September auch der Rückkehr des Kreuzes aus Persien im Jahr 628 gedacht. Dieses Kreuz ging 1187 im Kampf gegen Muslime verloren.
Cyprian * um 200 † 14.9.258
Thascius Caecilius Cyprianus' Eltern waren wohlhabende Heiden aus der Hafenstadt Karthago. Er genoss das Leben in vollen Zügen, hatte aber auch eine sehr gute Ausbildung erhalten und eine erfolgreiche Laufbahn als Lehrer der Rhetorik eingeschlagen. Eine Begegnung mit dem Presbyter Cälius beeindruckte ihn dann derart, dass er das Evangelium zu lesen begann und von ihm so überwältigt war, dass er sich taufen ließ und zunächst einige Jahre in Zurückgezogenheit lebte, bis er wieder als neuer Mensch in seine Heimatstadt zurückkehrte. Dort wurde er nach nur einem Jahr, in dem er sich als überzeugter Christ bewährt hatte, zum Bischof gewählt. Nun versuchte Cyprian, die Gemeinde, die sich zu lange in Sicherheit gewogen hatte und deswegen lau geworden war, wieder zu beleben. Seine wortgewandten Predigten und sein Vorbild spornten viele Christen an, ihr Leben zu überdenken und neu auszurichten.
Im Jahr 249 erließ Kaiser Decius einen Apell, der zur Loyalität gegenüber dem Kaiser auch im religiösen Bereich aufrief. Man suchte zwar nicht den Konflikt mit den Christen, wollte aber die Bischöfe der Gemeinden gefangen nehmen, damit diese die Christen nicht zum Widerstand ermutigen konnten. So beschloss Cyprian im Jahr 250, zu fliehen, um aus einem Versteck heraus die Gemeinde weiter betreuen zu können.
Viele Glieder der Gemeinde gaben jedoch dem Apell des Kaisers nach und brachten den Göttern Opfer dar, als dazu aufgefordert wurde. Manche blieben standhaft, einige von ihnen erlitten deswegen den Märtyrertod. 251 beruhigte sich die Lage, und Cyprian konnte zurückkehren. Die Gemeinde war im Streit, ob die Abgefallenen wieder aufgenommen werden sollten, und Cyprian machte deutlich, dass eine Wiederaufnahme nur nach sorgfältiger Prüfung, wenn überhaupt, möglich sei. Er wehrte den Anspruch der verbliebenen Gemeindeglieder, sich als Richter über die Abgefallenen zu erheben, allerdings ebenfalls ab. Er betonte, dass die Kirche eine Gemeinschaft der Heiligen ist. Er verglich die Einheit der Kirche mit der Sonne: so wie die Sonne viele Strahlen hat, aber nur ein Licht, so ist auch die Gemeinde in ihrer Vielfalt eins, ausgehend von dem einen Licht der Welt, Jesus Christus. Wer die Kirche nicht zur Mutter hat, hat Gott nicht zum Vater. Dabei sieht Cyprian die Einheit der Kirche durch die Sukzession der Bischöfe gegeben. Allerdings gibt es nach seiner Darstellung unter den Bischöfen keinen, der eine höhere Autorität hat als die anderen.
In dieser Zeit brach die Pest aus, und Cyprian hielt die Gemeindeglieder an, alle Kranken zu pflegen, ob sie nun Christen oder Heiden seien. Dabei ging er selbst mit gutem Beispiel voran.
257 kam es erneut zur Verfolgung, diesmal durch Valerian. Der Klerus wurde per kaiserlichem Edikt gezwungen, den heidnischen Göttern zu opfern. Wer dieses Opfer verweigerte, sollte gebannt werden. In einem zweiten Edikt 258 wurde die Bannung durch die Todesstrafe ersetzt. Christliche Gotteshäuser und Friedhöfe wurden enteignet, und viele Bischöfe gaben dem Druck der Obrigkeit nach. Cyprian aber, dessen Gemeinde nun fest im Glauben stand, brauchte kein zweites Mal zu fliehen. Er war bereit für den Märtyrertod, was auch in dem Wort zum Ausdruck kommt: „Ein Bischof, der am Evangelium festhält, kann zwar getötet werden, aber niemand kann ihn besiegen.”
Als das Todesurteil über ihn verkündet wurde, sprach er die Worte „Deo gratias!” (Gott sei Dank!). Er wurde mit dem Schwert enthauptet.
Die römische Kirche feiert sein Gedenken am 16. September, die orthodoxe wie die protestantische Kirche am 14. September. Sein Haupt wird
im Kornelimünster in Aachen aufbewahrt. Seine wohl bedeutendste Schrift ist „De Catholicae Ecclesiae Unitate” (Über die Einheit der
Kirche).
Wir predigen den gekreuzigten Christus
als Gottes Kraft und Gottes Weisheit,
uns von Gott gemacht zur Weisheit
und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung
und zur Erlösung. (1. Kor 1,23.30)
Fürwahr, Er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten Ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf Ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch Seine Wunden sind wir geheilt. (Jes 53, 4-5)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Du, Herr, hast die Welt geschaffen und trägst sie mit großer Kraft. Du schaffst alle Dinge täglich neu durch Dein mächtiges Wort. Du waltest im Lauf der Zeiten und erfüllst die Jahre mit Deinem Segen. Samen gibst Du und gibst die Ernte, Arbeit gibst Du und förderst das Werk unserer Hände. Inmitten der Schmerzen erquickst Du uns mit Deinem Trost, inmitten der Unrast rufst Du uns zu Sammlung und Stille. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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