Sonntag – 13. September 2026
15. SONNTAG NACH TRINITATIS
Irdische Güter
Sext / Mittagsgebet


Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.
Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.
Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.


Psalm 150 VII
Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!
Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!
Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!
Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!
Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Johannes Chrysostomus * um 347 † 14.9.407
Johannes wurde um 347 in Antiochia geboren. Seine Mutter Anthusa erzog ihren Sohn im christlichen Glauben. Johannes lernte bei den bekanntesten Philosophen und Rhethorikern, interessierte sich aber vor allem für das Studium der Bibel. Der Bischof von Antiochia Meletius unterrichtete ihn und taufte ihn 367. Um 370 wurde Johannes zum Lektor berufen. Nach dem Tod seiner Mutter ging er in die Einsamkeit. Hier blieb er vier Jahre und schrieb mehrere bedeutende Bücher. Er kehrte dann wegen einer Krankheit zurück und wurde von Flavian 386 zum Diakon und Presbyter geweiht. Johannes predigte 12 Jahre in Antiochia und erhielt wegen seiner Beredsamkeit den Beinamen Chrysostomus (Goldmund). 397 wurde er von Patriarch Nektarios nach Konstantinopel gerufen und hier 398 als sein Nachfolger zum Patriarch berufen. Er wandte sich gegen die Verschwendungssucht und den inhaltsleeren Glauben besonders der Vornehmen. Seine Gemeinde hielt er zu tatkräftiger Liebe an. Er predigte zwar nicht mehr so häufig wie in Antiochia, aber weiterhin mehrmals in der Woche, erneuerte das Diakonissenamt und führte Abendgottesdienste für Berufstätige ein. Er reformierte auch die Ordnung der Eucharistiefeier. Alle Kirchen, die nach byzantinischem Ritus Eucharistie feiern, verwenden die Liturgie des Chrysostomus. Seine große Beredsamkeit und seine Beliebtheit riefen auch Neider hervor. Er wurde von anderen Bischöfen bekämpft und schließlich auf Betreiben der Kaiserin Eudoxia zum Tode verurteilt. Der Kaiser wandelte das Urteil in Verbannung um. Johannes wurde dann wieder zurückgerufen, nach wenigen Monaten aber auf Betreiben der Kaiserin 404 erneut verbannt. Eudoxia starb kurze Zeit später, Johannes blieb aber im Exil in Armenien. Im Winter 404 wurde er trotz schwerer Krankheit auf den Weg in eine weitere Verbannung geschickt. Während der Reise starb er am 14. September 407 am Schwarzen Meer in Comana (nahe Bukarest).
All eure Sorge werft auf ihn;
denn er sorgt für Euch. (1. Petr 5,7)
Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet
nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der
Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich. (Mt 5,3-10)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .

Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
unsre Welt und das All.
Gott, Du ewiger Friede. Du willst Frieden schenken und hast durch Christus verkündet, dass die Friedensstifter Deine Kinder heißen. Erfülle uns mit Verlangen nach Frieden, dass Hass und Zank verschwinden und wir mit Lust nach allem trachten, was dem Frieden dient. Das bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
Amen

Gott schenke uns Frieden
und ewiges Leben
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Vesper
Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de
Startseite