Sonntag – 10. August 2026
GEDENKTAG DES MÄRTYRERS LAURENTIUS
Freimütiger Anwalt der Armen
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet,
um ihn zu rufen, alles zu verlassen,
Sein Kreuz zu tragen und in Seiner Kirche
für Ihn zu wirken.
Bei ihm ist Christus stärkt ihn in der Wüste,
schenkt ihm durch Leiden Anteil an der Freude.
Und seine Brüder spüren Christi Liebe
in seiner Nähe.
Durch Seine Jünger spricht zu uns der Meister,
ruft uns zur Umkehr, spendet Licht und Hoffnung.
In ihren Taten wird die Botschaft Christi
für uns lebendig.
Vater im Himmel, heilig ist Dein Name,
Dein Reich wird kommen, das Dein Sohn verheißen.
Hilf uns, im Geiste Ihm den Weg bereiten
als Deine Boten. Amen.


Psalm 116 B II
Ich habe geglaubt, / so kann ich jetzt sagen: *
„Ich wurde sehr erniedrigt!”
In meiner Bestürzung sagte ich: *
„Alle Menschen sind Lügner.”
Wie soll ich dem Herrn vergelten, *
was Er an mir Gutes getan?
Erheben will ich den Kelch des Heiles, *
anrufen den Namen des Herrn,
meine Gelübde dem Herrn erfüllen, *
offen vor Seinem ganzen Volk.
Teuer ist in den Augen des Herrn *
Seiner Getreuen Sterben.
Ach, Herr, ich bin Dein Knecht, / bin Dein Knecht, Sohn Deiner Magd *
Du hast meine Fesseln gelöst.
Dir will ich Dankopfer bringen, *
anrufen den Namen des Herrn,
meine Gelübde dem Herrn erfüllen *
offen vor Deinem ganzen Volk
in den Vorhöfen am Hause des Herrn, *
mitten in dir Jerusalem. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Laurentius † 10.8.258
[Wenn der 10. August auf einen Sonntag fällt, wird der Gedenktag des Laurentius nicht am Sonntag, sondern an einem Tag der Woche begangen.
Laurentius wurde vom römischen Bischof Sixtus, der sein Amt 257 angetreten hatte, in den Dienst des Erzdiakons berufen. Er versorgte die Kranken und stärkte während der Verfolgung Glieder der Gemeinde durch sein Glaubenszeugnis. Nachdem Sixtus verhaftet worden war, trat Laurentius an seine Stelle. Aber schon am zweiten Tag wurde er ebenfalls verhaftet.
Kaiser Valerian glaubte, die Christen hätten einen großen Schatz verborgen, und war der Überzeugung, dass Laurentius wüsste, wo dieser Schatz zu finden sei. Also verlangte er von ihm die Herausgabe dieser Information, doch Laurentius erbat sich drei Tage Frist, um alle Reichtümer herbeischaffen zu können. Nach drei Tagen kam er mit vielen Armen, Kranken und Verkrüppelten in den Hof des Kaiserpalastes und sagte: „Siehe, die ganze Vorhalle steht voll güldener Gefäße. Das sind die Schätze, die nimmer gemindert werden, sondern wachsen in alle Zeit. ...Christus ist das Licht der Welt und der Abglanz göttlicher Herrlichkeit; diese aber sind des Lichtes Kinder und der wahre Schatz der Kirche, ihr Gold und Edelgestein.” Der Kaiser forderte von Laurentius das Götzenopfer, das dieser verweigerte. Nach einer langen Folter wurde der Erzdiakon auf einen glühenden Rost gelegt und starb nach langer Qual, nicht ohne Gott zu danken, dass er in den Himmel eingehen dürfe. Um sein Gedächtnis zu erhalten, wurden die Anfang August sichtbaren Sternschnuppen „Laurentiustränen” genannt.
Das Fest des Märtyrers Laurentius wurde schon vor 354 an seinem Sterbetag, dem 10. August, begangen und war in der alten römischen Liturgie das größte Fest nach Peter und Paul mit einem eigenen Festkreis. Da ältere Überlieferungen fehlen, nimmt die neuere Forschung an, dass Laurentius erst in der großen Verfolgung um 305 hingerichtet wurde. Laurentius ist mit Stephanus und Vinzenz von Saragossa einer der drei Erzmärtyrer.
Zerstörung Jerusalems August 70
Im Jahr 64 n. Chr. raubte der Landpfleger Florus den Jerusalemer Tempelschatz und zog damit den Hass der jüdischen Bevölkerung auf sich. Es kam zu einem Aufstand, in dessen Verlauf die römische Besatzungsmacht Jerusalem verlassen musste. Die Versuche, die Stadt wieder zurück zu erobern, schlugen zunächst fehl. Kaiser Nero beauftragte den Feldherrn Vespasian, die Stadt mit allen Mitteln zurück zu erobern, doch starb Nero noch vor der Ausführung des Befehls. Vespasian wurde zum Kaiser erhoben, und nun sandte dieser seinen Sohn Titus gegen Jerusalem.
Im Frühjahr 70, kurz vor dem Passahfest, wurden die Wege nach Jerusalem durch römische Soldaten gesperrt, so dass keine Nahrung mehr in die Stadt gelangte. Diese war ohnehin schon von Pilgern übervölkert, so dass die Knappheit der Nahrungsmittel schnell Wirkung zeigte. Die Römer zogen den Ring um die Stadt immer enger zusammen und drangen schließlich in sie ein, um einen Bezirk nach dem anderen zu erobern. Am Tempel angelangt, forderte Titus die dort verbliebenen jüdischen Verteidiger zur Kapitulation auf, doch diese verhöhnten ihn nur. Titus befahl den Sturm auf den Tempel, der, soweit brennbar, niederbrannte; die verbliebenen Mauern wurden geschleift. Der jüdische Geschichtsschreiber Flavius Josephus, der Titus auf seinem Feldzug gegen Jerusalem begleitete, schätzte die Zahl der Toten auf eine Million. Viele der Überlebenden wurden als Sklaven verkauft.
Der Tod Seiner Heiligen wiegt schwer
vor dem Herrn. Dir will ich
Dank opfern und des Herrn Namen anrufen. (Ps 116,15.17)
Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch Seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat Ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte Er uns mit Ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt. Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. (Röm 8,31b-35.37-39)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Allmächtiger Gott, Du Vater des Lebens. Wir preisen Dich: Du hast Deinen Sohn Jesus Christus der ganzen Welt zum Trost gegeben. Du hast ihn zur Verherrlichung Deines Namens aus dem Grab hervorgeführt und ihn zum Fürsten des Lebens gemacht. Wir bringen Dir mit fröhlichem Herzen unsere Anbetung und unsern Dank. Schenke uns Anteil an seinem österlichen Sieg. Erfülle uns mit seinem Geist, dass wir hinfort ihm leben, der für uns auferstanden ist. In der Kraft seiner Auferstehung lasse die Schrecken des Todes überwunden sein. Lasse uns getrost der Stunde harren, da Deine Stimme auch uns rufen wird zur Auferstehung des Lebens. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde lass uns des inne werden, dass Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf dass wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Vesper
Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de
Startseite