Sonntag – 9. August 2026
10. SONNTAG NACH TRINITATIS
Kirche und Israel
Sext / Mittagsgebet


Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.
Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.
Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.


Psalm 150 VII
Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!
Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!
Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!
Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!
Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Teresia Benedicta a Cruce (Edith Stein) * 12.10.1891 † 9.8.1942
Edith Stein wurde 1891 in einer jüdischen Familie in Breslau geboren. Nach dem Studium in Breslau, Göttingen und Freiburg war sie Assistentin bei ihrem Doktorvater Edmund Husserl. Ihre Habilitationsschriften wurden von mehreren Universitäten abgewiesen, da sie eine Frau war. 1922 konvertierte sie zum Christentum und schloss sich der römisch-katholischen Kirche an. Nachdem sie ihre Lehrerstelle in Münster auf Druck der Nationalsozialisten 1933 aufgeben musste, trat sie bei den Unbeschuhten Karmeliten (OCD) in Köln ein und erhielt den Ordensnamen Teresia Benedicta a Cruce. Bis 1936 überarbeitete sie ihre philosophische Habilitationsschrift, die aber erst 1950 veröffentlicht werden konnte. 1938 ging Edith Stein mit ihrer Schwester Rosa in den Karmel im niederländischen Echt, um die Kölner Schwestern zu schützen. Am 2. August 1942 wurden die beiden Schwestern mit 242 weiteren zum Katholizismus konvertierten Juden in den Niederlanden verhaftet und nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurde Edith Stein am 9. August 1942 in der Gaskammer ermordet.
Adam Reusner * 1496 † 1575
Adam Reusner wurde 1496 in Mindelheim geboren und studierte ab 1518 an der Universität Heidelberg auch bei Johannes Reuchlin. 1523 wechselte er an die Universität in Wittenberg, wo er unter dem Einfluss Martin Luthers Theologie studierte. Nach dem Studium wurde er Geheimschreiber des Feldhauptmanns Jörg von Frundsberg, kam so auch nach Italien, wo er die Meuterei der Landsknechte, die sich um ihren Sold betrogen fühlten, miterlebte. Von Frundsberg starb in der Folge dieser Meuterei, so dass Reusner nach einer Zeit am Hof von Ferrara über Straßburg in die Heimat zurückkehrte. In Mindelheim vertiefte er seine Sprachkenntnisse, wurde zum Berater Schwenckfelds und gab nach dessen Tod seine Werke heraus. Auch war er von 1532 bis 1548 Stadtschreiber in Mindelheim. Er verfasste historische und theologische Werke, darunter eine „Antipäpstliche Weltgeschichte”. Er war auch als Liederdichter tätig, und als solcher fand er Eingang in das Gesangbuch der protestantischen Kirche. Das Lied „In dich hab ich gehoffet, Herr” (EG 275) gewährt auch Einblick in sein eigenes Schicksal. Sein Todesdatum ist nicht sicher überliefert. Man nimmt aber an, dass er in Mindelheim gestorben ist.
Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist,
dem Volk, das Er zum Erbe erwählt hat. (Ps 33,12)
Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet
nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der
Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich. (Mt 5,3-10)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .

Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
unsre Welt und das All.
Gott, Du siehst die Herzen der Menschen und lenkst den Lauf der Welt. Wehre allem bösen Rat und gib uns den Geist der Wahrheit und des Friedens, damit wir erkennen, was Dir gefällt und mit allen Kräften danach streben, was zur Gerechtigkeit führt durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Bruder und Herrn.
Amen

Gott schenke uns Frieden
und ewiges Leben
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Vesper
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