Samstag – 1. August 2026
8. SONNTAG NACH TRINITATIS
Früchte des Geistes
Sext / Mittagsgebet


Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
Du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew'gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in Deine Liebe auf,
dass unser Herz Dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.


Psalm 71 B VII
Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.
Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit / und Deine Hilfe den ganzen Tag – *
ich kann sie nicht ermessen!
Ich komme dank der großen Taten des Herrn, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.
Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.
Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,
dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, / einem jeden, der kommen wird, Deine Macht: *
Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!
Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?
Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
Du machst uns wieder lebendig.
Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.
Bring mich wieder zu Ehren, *
wende Dich, mich zu trösten.
Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!
Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
Du Heiliger Israels. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Gustav Werner * 12.3.1809 † 2.8.1887
Gustav Werner wurde 1809 in Zwiefalten geboren. Während des Theologiestudiums in Tübingen lernte er Swedenborgs Schriften kennen und beschloss, seinen Glauben in der Liebe zu erweisen. Er ging zum weiteren Studium nach Straßburg und kam hier mit dem Freundeskreis Oberlins zusammen. Von einem Freund Oberlins erhielt er dessen Ring mit dem Auftrag, das Werk der Liebe fortzuführen. Von 1832 bis 1840 war er Vikar in Waldorf bei Tübingen. Hier setzte er sich gegen den Widerstand seiner Gemeinde für die Kinder einer armen Witwe ein. Nur eine Frau unterstützte ihn und richtete auf seinen Rat eine Kinderschule ein. Freunde aus Reutlingen gaben finanzielle Unterstützung. Als publik wurde, dass Werner auch Erbauungsstunden hielt, wurde ihm dies untersagt. Er legte daraufhin sein Vikariat nieder und ging nach Reutlingen. Hier gründete er ein Waisenhaus und konnte zahlreiche ehrenamtliche Helfer für dieses Werk gewinnen. Er sah die Industrie als Ort, an dem der Sieg Christi erkämpft werden müsse und meinte, nur die Liebe könne eine gerechte Ordnung auch im Arbeitsleben erreichen. Um seine Ideen in die Tat umzusetzen, kaufte er 1849 die Reutlinger Papierfabrik. Die Hausgenossen lebten in freiwilliger Gütergemeinschaft, andere gaben den Zehnten zur Unterstützung des Werkes. Zu dem Stammhaus kamen im Laufe der Jahre 30 Betriebe hinzu, wirtschaftliche Betriebe, die auch für schwer vermittelbare Menschen Arbeitsplätze anboten und Waisen- und Rettungshäuser. Auf die Dauer konnten die Wirtschaftsbetriebe die soziale Arbeit nicht tragen, da viele Helfer wieder absprangen oder unbrauchbar waren. 1861 kam es zur Krise, der Staat griff helfend ein, forderte aber die Trennung der Wirtschaftsbetriebe von den Rettungshäusern. Ein Teil des erzielten Überschusses in den Wirtschaftsbetrieben floss aber weiter in die Rettungshäuser, so dass das Werk Werners auch nach seinem Tod am 2. August 1887 fortgeführt werden konnte und auch heute noch unter dem Dach der BruderhausDiakonie besteht.
Wandelt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter
Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. (Eph 5,8b)
Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit Er sich aller erbarme. O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind Seine Gerichte und unerforschlich Seine Wege! Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist Sein Ratgeber gewesen«? Oder »wer hat Ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste«? Denn von Ihm und durch Ihn und zu Ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. (Röm 11,32-36)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Deine göttliche Macht und Herrlichkeit: den Vater, der alle Dinge schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit; den Sohn, unseren Heiland und Erlöser; den Heiligen Geist, unseren Helfer und Tröster. Wir loben Dich, dass Du den Erdkreis richtest mit Gerechtigkeit; wir loben Dich, dass Du auf uns wartest mit Deiner Ewigkeit; wir loben Dich: Du wirst vollenden, was Du angefangen hast. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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