Donnerstag – 30. Juli 2026
8. SONNTAG NACH TRINITATIS
Früchte des Geistes
Sext / Mittagsgebet


Der Mittag kommt, Gott, sei uns nah;
wir halten inne zum Gebet.
Dich suchen wir, der Raum und Zeit
mit seiner Ewigkeit umfängt.
Dein Bund besteht, Gott, Du bist treu:
Bewahrung zeigt Dein Bogen an.
Durch Weisung segnest Du Dein Volk.
Versöhnung künden Brot und Wein.
Schenk Frieden, Gott, im Streit der Welt.
Lass Ruhe finden, die bedrängt.
Zeig gnädig uns Dein Angesicht
als Schöpfer, Retter, Tröstergeist. Amen.


Psalm 111 VIII
Danken will ich dem Herrn von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.
Groß sind die Taten des Herrn, *
allen erfahrbar, die sich daran freun.
Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.
Er hat ein Gedächtnis gestiftet Seiner Wunder, *
gnädig und barmherzig ist der Herr.
Speise gab Er denen, die Ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.
Die Macht Seiner Taten machte Er kund Seinem Volk, *
ihnen zu geben das Erbe der Heiden.
Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,
sie stehen fest für immer und ewig, *
geschaffen in Treue und Redlichkeit.
Erlösung sandte Er Seinem Volk, / Er hat Seinen Bund bestimmt auf ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.
Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, / einsichtig sind alle, die danach tun. *
Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

William Penn * 14.10.1644 † 30.7.1718
Der Sohn des Admirals William Penn wurde 1644 in London geboren. Sein Vater war ein überaus reicher und mächtiger Mann im Königreich. Als 12jähriger lernte Penn den Quäker Thomas Loe kennen, der ihm geistlicher Freund und Vater wurde. Eine 1660 begonnene Ausbildung in Oxford musste Penn 1662 wegen unerlaubter religiöser Tätigkeit beenden. Sein Vater schickte ihn auf eine lange Studienreise, um ihn vom Quäkertum zu heilen. Da diese Erziehungsmaßnahme zunächst wirkte, übertrug der Vater William 1666 die Verwaltung der Ländereien in Cork in Irland. Hier traf er wieder mit Loe zusammen, und legte in einer Versammlung ein Bekenntnis ab. 1667 wurde er zum ersten Mal verhaftet und im Tower inhaftiert. Hier verfasste er mehrere religiöse Schriften und schrieb Briefe an die Behörden, in denen er die Ungesetzlichkeit der Quäkerverfolgung angesichts der traditionellen Glaubensfreiheit in England anprangerte. Er wurde daraufhin aus der Haft entlassen, aber 1668 wegen seines fortgesetzten mündlichen und schriftlichen öffentlichen Auftretens für die Quäker zu 9 Monaten Einzelhaft verurteilt. Auch hier schrieb er Bücher, die zu grundlegenden Schriften der Quäker wurden. 1670 wurde Penn ein drittes Mal verhaftet. In diesem Jahr starb auch sein Vater, der sich vor seinem Tode noch mit William versöhnte. Penn unternahm nun mehrere Missionsreisen in Deutschland und Holland. 1681 ließ er sich von König Charles II. zur Tilgung eines Darlehens, das sein Vater gewährt hatte, große Landstriche in Nordamerika übertragen und sich zum Gouverneur dieses Landes ernennen. Penn wollte sein Land New-Wales nennen, aber Charles II.bestand auf Penn-Sylvania. Penn hatte schon vorher Land in Nordamerika erworben. Er wollte in seiner Kolonie eine Heimat für Verfolgte und eine tolerante christliche Gemeinschaft aufbauen. 1677 reisten die ersten Siedler nach Pennsylvanien, wo die Keimzelle der modernen Demokratie entstand. Penn hielt sich mehrmals in seiner Kolonie auf. 1683 gründete er Philadelphia. Bei seinem letzten Aufenthalt 1699 bis 1701 entstand die Charta für Pennsylvanien, Vorbild der Unabhängigkeitserklärung von 1776. 1701 musste Penn Nordamerika verlassen. 1704 beraubte ihn eine Krankheit seiner geistigen Fähigkeiten, so dass er bis zu seinem Tod am 30. Juli 1718 gepflegt werden musste.
August Vilmar * 21.11.1800 † 30.7.1868
August Vilmar wurde am 21. November 1800 in Solz bei Bebra geboren. In Marburg studierte er Theologie und wurde anschließend Gymnasiallehrer und später Direktor des Marburger Gymnasiums. Zugleich hatte er auch Gelegenheit, zu predigen, was er immer wieder gerne tat. Bei der Vorbereitung zu einer Predigt über das erste Kapitel des Epheserbriefes wurde er von der Macht des Wortes überwältigt. Er versuchte, das, was er dort erkannt hatte, auch in seinem Arbeitsfeld, der Schule, umzusetzen. 1848 übernahm er das Kultusministerium in Hessen und auch die Leitung der dortigen Kirche. So konnte er sich für die Ausbreitung des Evangeliums an allen Orten stark machen. Er stemmte sich mit aller Kraft gegen die drohende Preußische Union, da er selbst von der Wahrheit der lutherischen Lehre überzeugt war. Nicht nur deswegen wurde er wohl durch den Herzog seines Amtes als Bischof der Kirche enthoben und durfte schließlich als Professer an der Marburger Universität wirken. Er starb zwei Tage nach seiner letzten Vorlesung am 30. Juli 1868.
Wandelt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter
Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. (Eph 5,8b)
Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht. (1. Petr 2,9)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .

Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
unsre Welt und das All.
Herr Jesus Christus. Du hast zu Deinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Schau nicht auf unsere Sünde, sondern blicke auf den Glauben Deiner Kirche und schenke nach Deinem Willen Einheit und Frieden, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und wirkst in Ewigkeit.
Amen

Gott schenke uns Frieden
und ewiges Leben
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Vesper
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