Donnerstag – 30. Juli 2026

8. SONNTAG NACH TRINITATIS

Früchte des Geistes
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Ingressus Laudes

HYMNUS
Noten

Der Mittag kommt, Gott, sei uns nah;
wir halten inne zum Gebet.
Dich suchen wir, der Raum und Zeit
mit seiner Ewigkeit umfängt.

Dein Bund besteht, Gott, Du bist treu:
Bewahrung zeigt Dein Bogen an.
Durch Weisung segnest Du Dein Volk.
Versöhnung künden Brot und Wein.

Schenk Frieden, Gott, im Streit der Welt.
Lass Ruhe finden, die bedrängt.
Zeig gnädig uns Dein Angesicht
als Schöpfer, Retter, Tröstergeist. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon
Text der Antiphon: Der HERR hat seinem Volk Erlösung gesandt; er verheißt: „Mein Bund bleibt für ewig.”

Psalmton-Noten


Psalm 111 VIII
Danken will ich dem Herrn von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.
Groß sind die Taten des Herrn, *
allen erfahrbar, die sich daran freun.
Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.
Er hat ein Gedächtnis gestiftet Seiner Wunder, *
gnädig und barmherzig ist der Herr.
Speise gab Er denen, die Ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.
Die Macht Seiner Taten machte Er kund Seinem Volk, *
ihnen zu geben das Erbe der Heiden.
Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,
sie stehen fest für immer und ewig, *
geschaffen in Treue und Redlichkeit.
Erlösung sandte Er Seinem Volk, / Er hat Seinen Bund bestimmt auf ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.
Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, / einsichtig sind alle, die danach tun. *
Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +
Antiphon
Text der Antiphon: Der HERR hat seinem Volk Erlösung gesandt; er verheißt: „Mein Bund bleibt für ewig.”

Psalmton-Noten


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon
Text der Antiphon: Der HERR hat seinem Volk Erlösung gesandt; er verheißt: „Mein Bund bleibt für ewig.”


VITA
William Penn   * 14.10.1644   † 30.7.1718
William Penn wurde 1644 als Sohn eines Admirals in London geboren. Sein Vater war ein überaus reicher und mächtiger Mann im Königreich. Als 12jähriger lernte Penn den Quäker Thomas Loe kennen, der ihm geistlicher Freund und Vater wurde. Eine 1660 begonnene Ausbildung in Oxford musste Penn 1662 wegen unerlaubter religiöser Tätigkeit beenden. Sein Vater schickte ihn auf eine lange Studienreise, um ihn gewissermaßen vom Quäkertum zu heilen. Da diese Erziehungsmaßnahme zunächst zu wirken schien, wurde William 1666 die Verwaltung der Ländereien in Cork in Irland übertragen.
Hier traf er wieder mit Loe zusammen und legte in einer Versammlung ein Bekenntnis ab. 1667 wurde er zum ersten Mal verhaftet und im Tower inhaftiert. Hier verfasste er mehrere religiöse Schriften und schrieb Briefe an die Behörden, in denen er die Ungesetzlichkeit der Quäkerverfolgung angesichts der traditionellen Glaubensfreiheit in England anprangerte. Er wurde daraufhin aus der Haft entlassen, aber 1668 wegen seines fortgesetzten öffentlichen Eintretens für die Quäker zu 9 Monaten Einzelhaft verurteilt. Während der Haft schrieb Penn Bücher, die zu grundlegenden Schriften der Quäker wurden.
1670 wurde Penn ein drittes Mal verhaftet. In diesem Jahr starb auch sein Vater, der sich vor seinem Tode noch mit William versöhnt hatte. Penn unternahm nun mehrere Missionsreisen in Deutschland und Holland. 1681 ließ er sich von König Charles II. zur Tilgung eines Darlehens, das sein Vater gewährt hatte, große Landstriche in Nordamerika übertragen und sich zum Gouverneur dieses Landes ernennen. Penn wollte dieses Land New-Wales nennen, aber Charles II.bestand auf Penn-Sylvania.
Penn hatte schon vorher Land in Nordamerika erworben. Seine Kolonie sollte eine Heimat für wegen ihres Glaubens Verfolgte werden. Außerdem nutzte er die Gelegenheit des Neuanfangs, um eine tolerante christliche Gemeinschaft aufbauen. 1677 reisten die ersten Siedler nach Pennsylvanien, wo die Keimzelle der modernen Demokratie entstand. Penn hielt sich mehrmals in seiner Kolonie auf. 1683 gründete er Philadelphia.
1693 verfasste er „An Essay towards the Present and Future Peace of Europe” (Ein Aufsatz zur Gegenwart und Zukunft des Friedens in Europa), in dem er die Gründung eines Europarates bzw. -Parlaments vorschlug. Die Ideen aus diesem Aufsatz fanden auch Niederschlag in der Charta für Pennsylvanien, die um 1700 entstand und Vorbild der Unabhängigkeitserklärung der USA von 1776 wurde.
1701 musste Penn Nordamerika verlassen. 1704 beraubte ihn eine Krankheit seiner geistigen Fähigkeiten, so dass er bis zu seinem Tod am 30. Juli 1718 gepflegt werden musste.


August Vilmar   * 21.11.1800   † 30.7.1868
August Vilmar wurde am 21. November 1800 in Solz bei Bebra geboren. In Marburg studierte er Theologie, wobei der Rationalismus, der die Theologie in dieser Zeit prägte, dazu führte, dass er nach dem Abschluss des Studiums nicht mehr Pfarrer werden wollte. Er verbrachte einige Jahre als Hauslehrer und absolvierte bei seinem Vater das Vikariat, nur um die Ausbildung zu beenden und nicht, um Pfarrer zu werden.
Er wurde Rektor an der Stadtschule in Rothenburg/Fulda und erwies sich als hervorragender Pädagoge. Er schimpfte über Erweckungsprediger und den Katholizismus, dazu wandte er sich gegen absolutistische Herrscher, die ihre Macht missbrauchten. Er hatte auch Gelegenheit, zu predigen, was er immer wieder tat, obwohl ihn die selbst verfassten Predigten nicht befriedigen konnten.
Bei der Vorbereitung zu einer Predigt über das erste Kapitel des Epheserbriefes erkannte er das Wunder des Heilswerkes Gottes. Diese Erkenntnis trieb ihn, der inzwischen Gymnasiallehrer in Hersfeld geworden war, weiter an. Zum Jubiläum der Confessio Augustana, die zu seiner Zeit kaum jemand kannte, verkündete er den Schülern, dass Gott sie „zu rechten Stützen und Säulen seiner seligmachenden Kirche” mache. Das Lied Martin Luthers „Nun freut euch, liebe Christen g'mein” wurde ihm gewissermaßen zum Spiegel und zur Verheißung.
1831 wurde Vilmar in die kurhessische Ständeversammlung berufen. Dort ordnete er das Volksschulwesen neu. 1833 wurde er Gymnasialdirektor in Marburg, wobei er Mitglied der Schulkommission für Gymnasialangelegenheiten blieb. Dies gab ihm die Möglichkeit, auch das Gymnasialwesen neu zu ordnen oder, besser, zu reformieren.
Kurz vor der Revolution von 1848 gründete er den „Hessischen Volksfreund” und versuchte damit, die Revolution abzuwenden oder wenigstens abzuschwächen. Ende 1848 verkündete die Frankfurter Reichsregierung das „Religionslosigkeitsgesetz”, wodurch die Kirche sich neu ordnen musste. Während der Landesherr die Macht über die Kirche behalten wollte, setzte sich Vilmar dafür ein, dass sie sich vollständig neu und unabhängig von der weltlichen Macht neu gestalten müsse.
Jetzt ist die Sehnsucht, Pfarrer zu sein, in Vilmar groß geworden, doch gibt es dazu keine Möglichkeit. Als Ministerialreferent für kirchliche Angelegenheiten hat er die Möglichkeit, am neuen Gesangbuch mitzuarbeiten. Im April 1851 wird er Stellvertreter des Generalsuperintendenten, der, hochbetagt, nicht mehr in der Lage ist, dieses Amt zu verwalten. So konnte Vilmar seine Lehre von der Kirche umsetzen. Mit überwältigender Mehrheit wird er nach dem Tod des Generalsuperintendenten im Jahr 1855 in dieses Amt gewählt. Der Kurfürst bestätigte die Wahl nicht, weil Vilmar kein Pfarramt innehatte. Anstelle dessen übertrug er ihm eine Professur, die Vilmar um des Friedens willen annahm. Hier entstanden das „Collegium Biblicum”, die „Theologie der Tatsachen” und seine „Dogmatik”.
Vilmar stemmte sich mit aller Kraft gegen die drohende Preußische Union, da er selbst von der Wahrheit der lutherischen Lehre überzeugt war und in seinem Buch über die Geschichte der Kirche in Hessen nachwies, dass diese Kirche lutherisch sei.
Er starb zwei Tage nach seiner letzten Vorlesung am 30. Juli 1868.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Wandelt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter
Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. (Eph 5,8b)


Lesung:
Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht. (1. Petr 2,9)
RESPONSORIUM
Responsorium
GEBET
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
FRIEDENSBITTEN
Noten

Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
unsre Welt und das All.

FRIEDENSKOLLEKTE
Herr Jesus Christus. Du hast zu Deinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Schau nicht auf unsere Sünde, sondern blicke auf den Glauben Deiner Kirche und schenke nach Deinem Willen Einheit und Frieden, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und wirkst in Ewigkeit.
Amen

Verleih uns Frieden gnädiglich
Noten

SEGEN
Gott schenke uns Frieden
und ewiges Leben
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Vesper

Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de

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