Dienstag – 4. Juni 2025
1. SONNTAG NACH TRINITATIS
Apostel und Propheten
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

O Gott, Du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.
Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.
Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
Dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.


Psalm 9 A VIII
Danken will ich Dir, Herr, von ganzem Herzen, *
erzählen will ich von all Deinen Wundern.
Ich will Deiner mich freuen und jauchzen, *
will Deinem Namen singen, du Höchster.
Denn zurückgewichen sind meine Feinde, *
sie fallen und vergehen vor Deinem Antlitz.
Ja, Du hast mir Recht verschafft
und meinen Streit geführt,*
Du hast Dich auf den Thron gesetzt -
ein gerechter Richter.
Der Herr bleibt ewig, *
zum Gericht ist aufgestellt Sein Thron.
Er richtet den Erdkreis mit Gerechtigkeit, *
spricht den Völkern gerechtes Urteil.
Der Herr wird dem Bedrückten zur Burg, *
eine Burg zur Zeit der Bedrängnis.
Auf Dich vertrauen,
die Deinen Namen kennen, *
denn Du, Herr,verlässt nicht, die Dich suchen.
Singt dem Herrn, der auf dem Zion wohnt, *
tut kund unter den Völkern Seine Taten!
Denn der die Blutschuld rächt, denkt an sie, *
Er vergisst nicht das Schreien der Armen. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Morandus * um 1075 † 3.6.1115
Morandus wurde um 1075 bei Worms geboren. Nach der Ausbildung zum Priester unternahm er eine Wallfahrt nach Santiago di Compostella. Dabei machte er Rast in dem Kloster Cluny. Das Leben der benediktinischen Mönche und ein Gespräch mit dem Abt Hugo beeindruckte ihn so sehr, dass er in den Benediktinerorden eintrat. Nachdem er ausreichend Sprachkenntnisse erworben hatte, wurde er in ein Kloster in der Auvergne versetzt, um von dort aus als Missionsprediger zu wirken. Da er die deutsche Sprache beherrschte, wurde er 1106 als Prior in das Kloster Altkirch gerufen. Das Kloster war vom Landesherrn an die Cluniazenser übergeben worden, damit es reformiert würde, doch hatten die dorthin entsandten Mönche mangels Sprachkenntnis dabei keinen Erfolg. Erst Morandus gelang es, in dem Kloster das mönchische Leben so zu ordnen, wie es der Regel des Benedikt entsprach. Nun wanderte er immer wieder von dort aus in den Sundgau, predigte und rief die Menschen zur Buße auf. Er lehrte den christlichen Glauben, wo er noch nicht recht verwurzelt war, und half Armen und Kranke. Manche Heilung wird ihm zugeschrieben. Es dauerte nicht lange, dann kamen sie auch zu ihm ins Kloster, um die Beichte abzulegen oder um Rat zu bitten. Dabei erstreckte sich sein Einfluss auch auf den Adel und andere angesehene und einflussreiche Herrschaften. Er erhielt den Beinamen „Apostel des Sundgaus”. Morandus starb am 3. Juni um 1115.
Christus spricht: Wer euch hört, der hört mich,
und wer euch verachtet, der verachtet mich. (Lk 10,16a)
Jage nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist. (1. Tim 6,11b-12)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Dich und beten Dich an: Du stehst in der Mitte. Du gibst allem Leben Maß, Richtung und Ziel. Du bist König, und allein Du bist gnädig. Was geschieht, kommt aus Deiner Hand. Du kennst alle Dinge und siehst alle unsere Wege. Du bist ein barmherziger Richter. Überwinde, was sich Dir entgegenstellt. Urteile, was Dir nicht angehört. Dein ist die Macht und Dein ist die Ehre. Mach unsere Hoffnung groß und unser Verlangen rein. Dir nahen wir. Wir beten dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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