Sonntag – 31. Mai 2026
TRINITATISSONNTAG
Der dreieinige Gott
Sext / Mittagsgebet


Dreifaltiger verborgner Gott,
ein Licht aus dreier Sonnen Glanz
drei Flammen einer Liebesglut,
Gottvater, Sohn und Heil'ger Geist.
Allherrscher, Du von Ewigkeit,
Gott Vater, der die Welt erschuf,
Du lenkst die Werke Deiner Hand
und führst uns durch der Zeiten Lauf.
Gott, Sohn, des Vaters Ebenbild,
Du König der erlösten Welt.
In Dir wird Gott uns Menschen gleich,
in Dir der Mensch zu Gott erhöht.
Du Atem Gottes, Heil'ger Geist.
durchdringst die Welt mit Lebenskraft,
Du senkst in uns die Liebe ein,
die alle eint und göttlich macht.
Du großer Gott, der in uns wohnt,
hochheilige Dreifaltigkeit,
Dich loben und bekennen wir
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.


Psalm 150 VII
Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!
Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!
Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!
Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!
Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Joachim Neander * 1650 † 31.5.1680
Joachim Neander wurde als Sohn eines Pastors 1650 in Bremen geboren. Hier studierte er auch Theologie, wurde aber nie ordiniert. Durch eine pietistische Predigt bekehrte er sich und ging zunächst nach Heidelberg, dann nach Frankfurt. Hier lernte er Spener kennen. Er wurde Rektor der Düsseldorfer Lateinschule und Hilfsprediger der reformierten Gemeinde. Da sich die von ihm gegründeten Gemeinschaftskreise von der Kirche absonderten, wurde ihm das Predigen verboten. Deshalb ging er 1679 zurück nach Bremen und war hier als Frühprediger tätig. Hier gab er auch seine Sammlung von 57 Liedern heraus. Sie waren von ihm gedacht „zu singen auf Reisen, zu Hause oder bei Christenergötzungen im Grünen” und hatten großen Einfluss auf die pietistischen Gesangbücher in den evangelischen Kirchen. Joachim Neander starb am Pfingstmontag, dem 31. Mai 1680 in Bremen.
Johann Friedrich Flattich * 3.10.1713 † 1.6.1797
Johann Friedrich Flattich wurde am 3. Oktober 1713 in Beihingen bei Ludwigsburg geboren. Sein Vater war Schulmeister, seine Mutter die Tochter des Backnanger Stiftsverwalters. Da sein Vater früh starb, lernte Flattich das Leben in Armut schon als Kind kennen. Die Mutter bereitete ihm den Weg zum Theologiestudium, so gut sie konnte. Dabei war auch Johann Albrecht Bengel, der ihm ein geistlicher Vater wurd und bei dem er später auch studierte, behilflich. So lernte Flattich auch den Pietismus kennen, ohne selbst Pietist zu werden. Nach dem Examen 1737 ging er ins Vikariat, bevor er 1742 seine erste Pfarrstelle in Hohenasperg antreten konnte. Hier heiratete er die Pfarrerstochter Margarethe Groß, mit der er 14 Kinder hatte. Nach einigen Jahren in Metterzimmern trat Flattich schließlich 1760 eine Pfarrstelle in Münchingen an, wo er bis zu seinem Tod blieb.
Schon zu Beginn seiner Tätigkeit war er auch erziehend tätig, indem er junge Menschen aufnahm und unterrichtete. Dabei war er sehr erfolgreich, weswegen ihm immer neu Schüler zugeführt wurden. Seine Frau nahm die Herausforderung an, den dadurch immer größer werdenden Haushalt zu versorgen. Sie kümmerte sich dabei nicht nur um das leibliche Wohl, sondern spendete Trost und Rat, wann immer es nötig war. Diese stete Bereitschaft zehrte aber an ihren Kräften, so dass sie bereits im Alter von 50 Jahren starb.
Flattich war wichtig, seinen Mitmenschen einen Rahmen für das Miteinander im christlichen Geist zu ermöglichen, wozu er die „Hausregeln” verfasste. Er mahnt darin zu Bescheidenheit und Achtung der Menschenwürde. Dabei war er recht pragmatisch. Von ihm stammt die Aussage „Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen”. Den jungen Menschen, die in sein Haus kamen, war er ein fürsorgender Vater und Erzieher, und kein Tag verging, ohne dass er für alle, die ihm anvertraut waren, betete. Verging ein Tag, an dem er nichts Gutes hatte tun können, wurde er sehr betrübt und suchte nach einer Gelegenheit, doch noch etwas Gutes zu tun. Drei Jahre vor seinem Tod erlitt er einen Schlaganfall, der seine Beine lähmte. Um so mehr versank er im Gebet und im Studium der Bibel, um sich auf das Ende vorzubereiten. Er starb, 84 Jahre alt, am 1.Juni 1797.
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. (2. Kor 13,13)
Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich Seines geliebten Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in Ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch Ihn und zu Ihm geschaffen. Und Er ist vor allem, und es besteht alles in Ihm. Und Er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, auf dass Er in allem der Erste sei. Denn es hat Gott gefallen, alle Fülle in Ihm wohnen zu lassen und durch Ihn alles zu versöhnen zu Ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem Er Frieden machte durch Sein Blut am Kreuz. (Kol 1,12-20)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .

Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
unsre Welt und das All.
Gott, Du siehst die Herzen der Menschen und lenkst den Lauf der Welt. Wehre allem bösen Rat und gib uns den Geist der Wahrheit und des Friedens, damit wir erkennen, was Dir gefällt und mit allen Kräften danach streben, was zur Gerechtigkeit führt durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Bruder und Herrn.
Amen

Gott schenke uns Frieden
und ewiges Leben
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Vesper
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