Montag – 18. Mai 2026

EXAUDI

Die wartende Gemeinde
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Ingressus Laudes

HYMNUS
Noten

Komm, Heil'ger Geist, der Leben schafft,
erfülle uns mit Deiner Kraft!
Dein Schöpferwort rief uns zum Sein:
nun hauch uns Gottes Odem ein.

Komm, Tröster, der die Herzen lenkt,
du Beistand, den der Vater schenkt:
aus Dir strömt Leben, Licht und Glut,
du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.

Dich sendet Gottes Allmacht aus
im Feuer und in Sturmes Braus:
Du öffnest uns den stummen Mund
und machst der Welt die Wahrheit kund.

Entflamme Sinne und Gemüt,
dass Liebe unser Herz durchglüht
und unser schwaches Fleisch und Blut
in Deiner Kraft das Gute tut.

Die Macht des Bösen banne weit,
schenk Deinen Frieden allezeit;
erhalte uns auf rechter Bahn,
dass Unheil uns nicht schaden kann.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
Sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und Dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt.

Den Vater auf dem ew'gen Thron
und seinen auferstandnen Sohn,
Dich, Odem Gottes, Heil'gen Geist,
auf ewig Erd und Himmel preist. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon
Text der Antiphon: Es danken dir, Gott, die Völker, es danken dir alle Völker.

Psalmton-Noten


Psalm 67 III
Gott sei uns gnädig und segne uns, *
Er lasse uns Sein Antlitz leuchten,
dass man auf Erden erkenne Deinen Weg, *
unter allen Völkern Dein Heil.
Antiphon
Text der Antiphon: Es danken dir, Gott, die Völker, es danken dir alle Völker.

Psalmton-Noten


Die Nationen freun sich und jauchzen, *
denn Du richtest den Erdkreis gerecht.
Du richtest die Völker mit Recht *
und lenkst die Nationen auf Erden.
Antiphon
Text der Antiphon: Es danken dir, Gott, die Völker, es danken dir alle Völker.

Psalmton-Noten


Die Erde gab ihren Ertrag; *
es segne uns Gott, unser Gott!
Es segne uns Gott, / es sollen Ihn fürchten *
alle Enden der Erde! +
Antiphon
Text der Antiphon: Es danken dir, Gott, die Völker, es danken dir alle Völker.

Psalmton-Noten


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon
Text der Antiphon: Es danken dir, Gott, die Völker, es danken dir alle Völker.


VITA
Christian Heinrich Zeller   * 29.3.1774   † 18.5.1860
Christian Heinrich Zeller wurde 1779 auf dem Schlossgut Hohentringen bei Tübingen geboren. Sein Vater war gelernter Jurist, hatte sich aber der Landwirtschaft zugewandt. Auf Wunsch seines Vaters studierte Christian Heinrich bis 1800 Jura und war dann als Rechtsanwalt in Ludwigsburg, wo seine Eltern seit 1785 mit ihrer großen Kinderschar lebten, tätig. Weil er aber die Parteien lieber zu Vergleichen überedete als lange Prozesse zu führen, sah auch sein Vater ein, dass er nicht zum Advokaten taugte.
Seine Leidenschaft galt der Erziehung der Jugend. 1801 erhielt er eine erste Stelle als Hofmeister und Erzieher in Augsburg. Als er erkannte, dass seine Bemühungen, den Kindern eine gute Ausbildung zukommen zu lassen, durch die Eltern immer wieder geschmälert wurden, wandte er sich in die Schweiz, um bei Johann Heinrich Pestalozzi dessen neue Erziehungsmethoden kennenzulernen.
1803 wurde Zeller an eine kleine, neue Schule in St. Gallen berufen. Von dort aus konnte er Kontakt zu Pestalozzi halten und sich dessen Ideen und Methodik aneignen. 1809 wandte er sich nach Zofingen als Leiter des dortigen Schulwesens. Hier rief er die Lehrerschaft allwöchentlich in seine Wohnung und lehrte sie die Grundlagen der Pädagogik Pestalozzis. Auch die Mütter lehrte er in wöchentlichen Zusammenkünften, was eine gute und kindgerechte Erziehung sei.
Eine Lesepredigt des Bischofs Loskiel (Brüdergemeine) führte ihn zum Glauben.
Zusammen mit Friedrich Spittler, der sich vor allem um die Missionsarbeit mühte, entwickelte er den Plan, eine Anstalt zur Ausbildung christlicher Lehrer zu schaffen, und setzte diesen Plan ab 1819 in die Tat um. Ein altes Ordenshaus in Beuggen (Baden) sollte die Anstalt beherbergen, doch war viel Arbeit nötig, bevor das Haus für den Zweck genutzt werden konnte. Schon Ostern 1820 war es so weit, dass Zeller mit seiner Familie dort einziehen konnte, und bald wurde die Arbeit aufgenommen, wobei die Frau Zellers eine wesentliche Rolle als Hausmutter übernahm. In den folgenden Jahren bis zu seinem Tod bildete Zeller 250 Lehrer aus und gab 600 Kindern ein Zuhause. Er starb am 18. Mai 1860 in Beuggen.
Zeller konnte dank zahlreicher Spenden die Vision Pestalozzis, dessen eigene Unternehmungen am Geldmangel scheiterten, weitgehend verwirklichen. Unter seinem Einfluss entstanden 22 weitere Rettungshäuser in Württemberg, von denenen mehrere heute noch bestehen.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. (Joh 12,32)


Lesung:
Wenn dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! (1. Kor 15,54-57)
RESPONSORIUM
Responsorium
GEBET
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Allmächtiger Gott, Du Vater des Lebens. Wir preisen Dich: Du hast Deinen Sohn Jesus Christus der ganzen Welt zum Trost gegeben. Du hast ihn zur Verherrlichung Deines Namens aus dem Grab hervorgeführt und ihn zum Fürsten des Lebens gemacht. Wir bringen Dir mit fröhlichem Herzen unsere Anbetung und unsern Dank. Schenke uns Anteil an seinem österlichen Sieg. Erfülle uns mit seinem Geist, dass wir hinfort ihm leben, der für uns auferstanden ist. In der Kraft seiner Auferstehung lasse die Schrecken des Todes überwunden sein. Lasse uns getrost der Stunde harren, da Deine Stimme auch uns rufen wird zur Auferstehung des Lebens. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Vesper

Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de

Startseite