Samstag – 5. April 2025
LAETARE
Für euch dahingegeben
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen.

O sel'ger Urgrund allen Seins,
Heiland der Welt, Herr Jesus Christ,
Du Abglanz von des Vaters Licht,
Du wahrer Gott vom wahren Gott.
Wie hat die Liebe Dich gedrängt,
dass Du für uns den Tod erwählt!
Du gibst das Leben uns zurück,
das Adams Sünde uns geraubt.
Herr, Dir sei Preis und Herrlichkeit,
aus dessen Herz das Leben strömt,
Preis auch dem Vater und dem Geist
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.


Psalm 71 B VII
Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.
Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit /
und Deine Hilfe den ganzen Tag – *
ich kann sie nicht ermessen!
Ich komme dank der großen Taten des Herrn, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.
Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.
Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,
dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, /
einem jeden, der kommen wird, Deine Macht: *
Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!
Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?
Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
Du machst uns wieder lebendig.
Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.
Bring mich wieder zu Ehren, *
wende Dich, mich zu trösten.
Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!
Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
Du Heiliger Israels. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Pandita Ramabai Sarasvati * 1858 † 5.4.1922
Ramabai Sarasvati, die Tochter eines gelehrten Brahmanen, wurde 1858 im Distrikt Mangalur geboren. Ihr Vater gestand im Gegensatz zur üblichen Gepflogenheit einer Frau das gleiche Recht zur geistigen Bildung zu wie einem Mann und lehrte seine Tochter darum die indische Weisheit und die Philosophie der Veden. Mit 16 Jahren war sie gegen alle herrschende Sitte noch unverheiratet, als ihre Eltern bei der großen Hungersnot alle Habe verloren und an Hungertyphus starben. Ramabai Sarasvatis Bruder fand in Kalkutta eine Stellung als Lehrer, während sie zur Vorkämpferin der indischen Frauenbewegung wurde. Sie wies in Vorträgen aus den heiligen Büchern nach, dass die übliche Kinderheirat und das Elend der Witwen nicht im Einklang mit der alten Weisheitslehre stünden. Die gelehrten Brahmanen Kalkuttas verliehen ihr den Titel Pandita (Professorin, ähnlich wie im Hebräischen das Wort "Rabbi"). Sie heiratete einen Juristen, der nach kurzer Ehe starb. Um ihre Aufgabe besser durchführen zu können, ging sie mit ihrer Tochter nach England und hielt hier Vorträge über das Elend der indischen Frauen und schrieb ein Buch mit dem Titel: ‚Die Hindufrau höherer Kasten’. In Fulham lernte sie die Schwestern vom Kreuz kennen und beschloss, Jesus nachzufolgen. Michaelis 1883 ließ sie sich und ihre Tochter taufen. Die zahlreichen Spenden aus Europa und Amerika ermöglichten es ihr, in Puna ein Waisenheim für Kinderwitwen einzurichten, in dem sie mit 40 bis 60 Witwen zusammenlebte. Als 1897 eine Hungersnot ausbrach, die auch die Mittel des Staates überforderte, half Pandita Ramabai, wo sie konnte. Zweihundert Mädchen und Frauen, die sie vor dem Hungertod bewahren konnte, siedelte sie auf ihrem Land in Kelagon an. In den drei Jahren der Hungersnot sammelte sie insgesamt 1.200 Menschen ein, die in dem Dorf ‚Mukti’ (Stätte der Rettung) eine neue Heimat fanden. Das Dorf hatte schließlich fast 2.000 Bewohner, die in handwerklichen und landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten konnten. Ihre Tochter arbeitete als Lehrerin in ihrem Haus in Puna. Die von Pandita Ramabai ausgebildeten Lehrerinnen und Krankenpflegerinnen waren in Indien sehr angesehen und begehrt. 1904 gründete sie eine Bibelschule, um Missionarinnen auszubilden. 1905 kam es zu einer Erweckung unter den Bewohnern, über 1.000 von ihnen ließen sich taufen. Bis zu ihrem Tod am 5. April 1922 konnte Pandita Ramabai ihr Werk leiten und den leidenden Frauen Indiens helfen.
Christian Scriver * 2.1.1629 † 5.4.1693
Christian Scriver wurde als jüngster Sohn des Rendsburger Kaufmanns gleichen Namens und dessen Frau Abigail am 2. Januar 1629 in Rendsburg geboren. Sein Vater und drei Geschwister starben im gleichen Jahr an der Pest. Scriver studierte an der Universität Rostock und arbeitete, nachdem er den Magistergrad erworben hatte, als Hauslehrer. 1653 wurde er zum Archidiakon in Stendal berufen. 14 Jahre später wurde er schließlich Pfarrer an der Jakobikirche in Magdeburg. 1690 wurde er Oberhofprediger am Stift Quedlinburg. Er kritisierte das erstarrte Luthertum und bereitete dem Pietismus den Weg, ohne von der lutherischen Lehre abzuweichen. Sein Buch „Herrlichkeit und Seligkeit der Kinder Gottes” fand weite Verbreitung und wirkte bis ins 19. Jahrhundert hinein. Seine Predigten wurden ebenfalls vielfach gedruckt. Von seinen Fertigkeiten als Liederdichter zeugt das Lied „Der lieben Sonne Licht und Pracht” (EG 479). Er war viermal verheiratet. Das Grabmal für ihn und seine Frauen befand sich zunächst in der Jakobikirche und wurde nach deren Abriss in den Kreuzgang der Walloner Kirche in Magdeburg verlegt.
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt
und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt,
bringt es viel Frucht. (Joh 12,24)
Da sprach Jesus {Er} zu allen: Wer Mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge Mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird's erhalten. Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an sich selbst? (Lk 9,23-25)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Deine göttliche Macht und Herrlichkeit: den Vater, der alle Dinge schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit; den Sohn, unseren Heiland und Erlöser; den Heiligen Geist, unseren Helfer und Tröster. Wir loben Dich, dass Du den Erdkreis richtest mit Gerechtigkeit; wir loben Dich, dass Du auf uns wartest mit Deiner Ewigkeit; wir loben Dich: Du wirst vollenden, was Du angefangen hast. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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