Mittwoch – 2. April 2025

LAETARE

Für euch dahingegeben
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen.
HYMNUS
Noten

O sel'ger Urgrund allen Seins,
Heiland der Welt, Herr Jesus Christ,
Du Abglanz von des Vaters Licht,
Du wahrer Gott vom wahren Gott.

Wie hat die Liebe Dich gedrängt,
dass Du für uns den Tod erwählt!
Du gibst das Leben uns zurück,
das Adams Sünde uns geraubt.

Herr, Dir sei Preis und Herrlichkeit,
aus dessen Herz das Leben strömt,
Preis auch dem Vater und dem Geist
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon


Psalmton-Noten


Psalm 145 B I
Treu ist der Herr in all Seinen Worten, *
gnädig in all Seinen Werken.
Der Herr stützt alle, die fallen, *
alle, die gebeugt sind, richtet Er auf.
Aller Augen warten auf Dich, *
Du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.
Du tust Deine Hand auf *
und sättigst alles, was lebt, mit Wohltat.
Antiphon


Der Herr ist nahe allen, die Ihn rufen, *
allen, die Ihn rufen in Treue.
Den Willen derer, die Ihn fürchten, tut Er, *
Er hört ihr Schreien und rettet sie.
Der Herr behütet alle, die Ihn lieben, *
alle Frevler aber vertilgt Er.
Mein Mund verkünde das Lob des Herrn! /
Alles Fleisch preise Seinen heiligen Namen *
für immer und ewig. +
Antiphon


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon



VITA
Friedrich von Bodelschwingh   * 6.8.1831   † 2.4.1910
Friedrich entstammte der Adelsfamilie Bodelschwingh, sein Vater war preußischer Finanzminister. Er wurde 1831 in Tecklenburg geboren. Nach kurzem Studium war er von 1852 bis 1854 als Landwirtschaftsinspektor in Pommern tätig. Dann studierte er Theologie und wirkte von 1858 bis 1864 als Pfarrer der deutschen Gassenkehrer in Paris. Von 1864 an war er Pfarrer in Dellwig/Ruhr. Obwohl Bodelschwingh als Kind Spielgefährte des späteren Kaisers Friedrich III. war, hatte er schon in jungen Jahren Elend, Krankheit und Tod erfahren. Als 1869 seine vier Kinder binnen zwei Wochen an der Diphtherie starben, bestärkte ihn dies um so mehr, sein Leben in den Dienst der Schwachen zu stellen. 1872 übernahm er die Leitung einer 1865 gegründeten Anstalt für epileptische Kinder am Stadtrand von Bielefeld. Die Nachfrage nach Plätzen in der Anstalt war groß. Nicht nur Epilepsiekranke meldeten sich, auch andere psychisch und physisch schwer behinderte Menschen baten um Aufnahme. Bodelschwingh wurde schnell deutlich, dass eine ganze Stadt notwendig wäre und so begann er Diakonissen und Krankenpfleger auszubilden und Geld für sein Vorhaben zu sammeln. So entstand nach und nach die Stadt Bethel mit Wohnhäusern, Werkstätten und Kliniken. Bodelschwingh sah seine Pfleglinge als Lehrer des Evangeliums und richtete eine theologische Schule ein, in der Pfarramtskandidaten neben dem Studium als Pfleger tätig sein konnten. Die blaue Schürze der Pfleger wurde so zu einem Markenzeichen. Als das Deutsche Reich 1892 Deutsch-Ostafrika erwarb, sah sich keine Missionsgesellschaft in der Lage, dort die Arbeit aufzunehmen. Bodelschwingh gründete daraufhin kurzerhand die Bethel-Mission und rief den Freundeskreis zur tätigen Mithilfe auf. Mit den Worten ‚Nur nicht zu langsam, sie sterben sonst darüber’, mahnte er zur Eile. Nach seinem Tod am 2. April 1910 übernahm sein Sohn Fritz von Bodelschwingh die Leitung von Bethel und von 1957 bis 1967 leitete ein Enkel Bodelschwinghs die Anstalten.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt
und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt,
bringt es viel Frucht. (Joh 12,24)


Lesung:
Da sprach Jesus {Er} zu allen: Wer Mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge Mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird's erhalten. Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an sich selbst? (Lk 9,23-25)
RESPONSORIUM
Responsorium
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Wir loben Dich, Herr, und beten Dich an: Du bist die Liebe und trägst uns alle mit Deinem Erbarmen. Du hast uns berufen, Boten Deiner Liebe zu sein. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns zu Nächsten machst. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns anvertraut hast. Erhalte uns in ihrer Gemeinschaft, mache uns treu in unserem Dienst. Lass uns wach bleiben in der Liebe; hilf uns, dass wir die Leiden unserer Schwestern und Brüder erkennen; behüte uns vor der Kälte und Trägheit des Herzens, die Dein Erbarmen verleugnen. Du hast nicht Lust am Tode des Sünders. Du gibst Leben und rettest, was sterben will; mache uns zu Zeugen Deiner Barmherzigkeit. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper

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