Donnerstag – 2. April 2026

GRÜNDONNERSTAG

Das Mahl des Neuen Bundes
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
HYMNUS
Kein Hymnus

PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon


Psalmton-Noten


Psalm 111 VIII
Danken will ich dem Herrn von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.
Groß sind die Taten des Herrn, *
allen erfahrbar, die sich daran freun.
Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.
Er hat ein Gedächtnis gestiftet
Seiner Wunder, *
gnädig und barmherzig ist der Herr.
Speise gab Er denen, die ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.
Die Macht Seiner Taten
machte Er kund Seinem Volk, *
ihnen zu geben das Erbe der Heiden.
Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,
sie stehen fest für immer und ewig, *
geschaffen in Treue und Redlichkeit.
Erlösung sandte Er Seinem Volk, / Er hat Seinen Bund bestimmt für ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.
Die Furcht des Herrn
ist der Anfang der Weisheit, / einsichtig sind alle, die danach tun. *
Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +
Antiphon


VITA
Friedrich von Bodelschwingh   * 6.8.1831   † 2.4.1910
Friedrich entstammte der Adelsfamilie Bodelschwingh, sein Vater war preußischer Finanzminister. Er wurde 1831 in Tecklenburg geboren. Nach kurzem Studium war er von 1852 bis 1854 als Landwirtschaftsinspektor in Pommern tätig. Dann studierte er Theologie und wirkte von 1858 bis 1864 als Pfarrer der deutschen Gassenkehrer in Paris. Von 1864 an war er Pfarrer in Dellwig/Ruhr. Obwohl Bodelschwingh als Kind Spielgefährte des späteren Kaisers Friedrich III. war, hatte er schon in jungen Jahren Elend, Krankheit und Tod erfahren. Als 1869 seine vier Kinder binnen zwei Wochen an der Diphtherie starben, bestärkte ihn dies um so mehr, sein Leben in den Dienst der Schwachen zu stellen. 1872 übernahm er die Leitung einer 1865 gegründeten Anstalt für epileptische Kinder am Stadtrand von Bielefeld. Die Nachfrage nach Plätzen in der Anstalt war groß. Nicht nur Epilepsiekranke meldeten sich, auch andere psychisch und physisch schwer behinderte Menschen baten um Aufnahme. Bodelschwingh wurde schnell deutlich, dass eine ganze Stadt notwendig wäre und so begann er Diakonissen und Krankenpfleger auszubilden und Geld für sein Vorhaben zu sammeln. So entstand nach und nach die Stadt Bethel mit Wohnhäusern, Werkstätten und Kliniken. Bodelschwingh sah seine Pfleglinge als Lehrer des Evangeliums und richtete eine theologische Schule ein, in der Pfarramtskandidaten neben dem Studium als Pfleger tätig sein konnten. Die blaue Schürze der Pfleger wurde so zu einem Markenzeichen. Als das Deutsche Reich 1892 Deutsch-Ostafrika erwarb, sah sich keine Missionsgesellschaft in der Lage, dort die Arbeit aufzunehmen. Bodelschwingh gründete daraufhin kurzerhand die Bethel-Mission und rief den Freundeskreis zur tätigen Mithilfe auf. Mit den Worten ‚Nur nicht zu langsam, sie sterben sonst darüber’, mahnte er zur Eile. Nach seinem Tod am 2. April 1910 übernahm sein Sohn Fritz von Bodelschwingh die Leitung von Bethel und von 1957 bis 1967 leitete ein Enkel Bodelschwinghs die Anstalten.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder,
der gnädige und barmherzige Herr(Ps 111,4)


Lesung:
()
RESPONSORIUM
Responsorium
GEBET
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Herr, wir danken Dir für die Macht Deiner Offenbarung. Du sammelst Dein Volk aus aller Welt Enden. Du kommst zu allen Zeiten und bist König und Herr. Du brichst allen Widerstand und baust Deine Kirche. Herr, wir bitten Dich: Lass Deine ganze Christenheit vereinigt werden; bringe zusammen, die Du gerufen und Dir erwählt hast; zerbrich die Mauern, die uns trennen, und wehre allen, die Unfrieden stiften. Herr, wir bitten Dich: Lass vereinigt werden alle, die Dich anbeten, den einen Gott. Herr, wir bitten Dich: Es komme der Tag, da eine Herde und ein Hirte ist. Du tust Wunder und richtest alles zu Deinen Zielen aus. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Vesper

Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de

Startseite