Freitag – 27. März 2026
JUDICA
Das Lamm Gottes
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.

Als Siegeszeichen wunderbar
erstrahlt das Kreuz auf Golgatha;
verurteilt von der Welt Gewalt,
den Thron besteigt der Welten Herr.
Der Weisen Ahnung ist erfüllt,
und Wahrheit der Propheten Spruch:
das Opfer ist der einig Sohn
und herrscht in Güte königlich.
Du schicksalsvoller Baum der Schuld,
wie strahlst du in des Königs Glanz!
Trugst uns in deiner Frucht den Tod
und trägst an deinem Holz das Heil!
O heilig Kreuz, der Hoffnung Ziel
und aller dunklen Wege Sinn:
leucht' uns in unsrer Nacht und Not
und rette uns aus Tod und Schuld.
Dreieiniger, Dich, höchster Gott,
verehre, rühme alle Welt!
Führ' uns, gesegnet mit dem Kreuz,
durch aller Zeiten Lauf zu Dir. Amen.


Psalm 13 IV
Wie lange noch willst Du mich vergessen, Herr? *
wie lange noch verbirgst Du Dein Antlitz vor mir?
Wie lange noch muss ich mich sorgen in meiner Seele, / Kummer tragen in meinem Herzen Tag für Tag, *
wie lange noch erhebt sich über mich mein Feind?
Schau her, gib mir Antwort, Herr, mein Gott, *
erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tod entschlafe!
Dass mein Feind nicht sage: / „Ich hab ihn überwältigt”, *
meine Gegner sich nicht freuen, dass ich wanke.
Ich aber traue auf Deine Gnade, *
mein Herz freut sich Deiner Hilfe.
Dem Herrn will ich singen, *
denn Er hat mir Gutes getan! +

Meister Eckhart * um 1260 † 1327
Eckhart, aus thüringischem Adel, wurde um 1260 in Hochheim bei Gotha geboren. Er trat als Jugendlicher in den Dominikanerorden ein, studierte wohl in Köln und ging dann nach Paris, wo er zwei Jahre als Lektor und Prediger wirkte. Zunächst wurde er 1294 zum stellvertretenden Ordensoberen der sächsischen Provinz berufen. 1302 erwarb er in Paris den Magister und wurde 1303 zum Ordensoberen der Provinz Saxonia berufen. 1307 wurde er Generalvikar der böhmischen Provinz und – wohl 1314 – dem Straßburger Kloster zugewiesen. Innerhalb eines Jahrzehnts wirkte er in Straßburg, aber auch in Paris. In Straßburg hielt Eckhart seine großen Predigten, in denen er die Philosophie des Thomas von Aquin mit Hilfe seiner mystischen Erfahrungen weiterentwickelte. 1324 wurde er nach Köln versetzt. Hier wurde 1326 ein Lehrprozess gegen ihn angestrengt. Acht seiner Sätze wurden verurteilt, aber bevor das Endurteil gesprochen werden konnte, verstarb Eckhart - vermutlich am 27. März 1327 (jedenfalls vor dem 30. April desselben Jahres). Eckhart war mit seinen Schülern Heinrich Seuse und Johannes Tauler sowie vielen Dominikanerinnen Träger der deutschen Mystik.
Der Menschensohn ist nicht gekommen,
dass er sich dienen lassen,
sondern dass er diene und gebe
sein Leben als Lösegeld für viele. (Mt 20,28)
Fürwahr, Er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten Ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf Ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch Seine Wunden sind wir geheilt. (Jes 53, 4-5)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .

Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
unsre Welt und das All.
Deinen Frieden, Gott, sende vom Himmel, und Dein Friede, Christus, bleibe in unseren Herzen. Lass uns leben im Frieden und in Dir wachsam sein, dass wir uns vor keinem Grauen fürchten - weder Tag noch Nacht - sondern uns getrost Dir anvertrauen, dem Ursprung und der Kraft des Friedens, jetzt und allezeit bis in Ewigkeit.
Amen

Gott schenke uns Frieden
und ewiges Leben
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Vesper
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