Mittwoch – 5. März 2025
ASCHERMITTWOCH
Selbstprüfung und Umkehr
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen.

O sel'ger Urgrund allen Seins,
Heiland der Welt, Herr Jesus Christ,
Du Abglanz von des Vaters Licht,
Du wahrer Gott vom wahren Gott.
Wie hat die Liebe Dich gedrängt,
dass Du für uns den Tod erwählt!
Du gibst das Leben uns zurück,
das Adams Sünde uns geraubt.
Herr, Dir sei Preis und Herrlichkeit,
aus dessen Herz das Leben strömt,
Preis auch dem Vater und dem Geist
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.


Psalm 51 I
Gott, sei mir gnädig nach Deiner Güte, *
nach Deinem reichen Erbarmen tilge meine Sünden!
Wasche mich rein von meiner Schuld, *
und reinige mich von meiner Sünde!
Denn ich erkenne meine Missetat, *
und meine Sünde ist mir immer vor Augen.
An Dir allein hab ich gesündigt, *
und getan, was vor Dir böse ist.
So behältst Du recht in Deinem Urteil, *
und stehst lauter da, wenn Du richtest.
Siehe, zwar bin ich geboren in Schuld, *
in Sünde, seit mich die Mutter empfing.
Doch Dir gefällt Wahrheit im Verborgenen, *
und im Geheimen tust Du mir Weisheit kund.
Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein, *
wasche mich, so werde ich weißer als Schnee!
Lass mich hören Freude und Wonne, *
die Glieder sich freun, die Du zerschlagen hast.
Verbirg Dein Antlitz vor meinen Sünden *
und tilge alle meine Schuld!
Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz *
und gib mir einen neuen beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht, *
und nimm Deinen heiligen Geist nicht von mir!
Erfreue mich wieder mit Deiner Hilfe, *
und rüste mich aus mit einem willigen Geist! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 38 IV
Herr, strafe mich nicht in Deinem Zorn, *
nie züchtige mich in Deinem Grimm;
denn Deine Pfeile drangen auf mich ein, *
und Deine Hand lag schwer auf mir.
Nichts ist an meinem Leib gesund,
weil Du mir grollst, *
nichts an meinen Gliedern heil, weil ich gesündigt.
Denn meine Sünden
wachsen mir über den Kopf; *
wie eine schwere Last
werden sie mir zu schwer. (+)
Herr, vor Dir liegt all mein Verlangen, *
mein Seufzen ist Dir nicht verborgen.
Darum hoffe ich auf Dich, Herr, *
Du wirst antworten, Herr, mein Gott.
Denn ich denke:
Sie sollen sich über mich nicht freuen; *
wenn ich strauchle, über mich nicht groß tun.
Ich bin ja auf meinen Sturz gefaßt, *
mein Schmerz steht mir immer vor Augen.
Ja, so bekenne ich meine Schuld, *
sorge mich ob meiner Sünde.
O Herr, nun verlaß mich nicht, *
mein Gott, sei mir nicht fern!
Eile mir zu Hilfe, *
Herr, Du mein Heil. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 6 II
Herr, strafe mich nie in Deinem Zorn, *
nie züchtige mich in Deinem Grimm!
Herr, sei mir gnädig,
denn ich verschmachte; *
heile mich, Herr,
denn der Schreck fuhr mir in die Glieder.
Meine Seele ist tief erschrocken. *
Aber Du, Herr, ach wie lange!
Wende Dich, Herr, und rette mich, *
hilf mir um Deiner Güte willen!
Denn niemand denkt an Dich im Tod, *
wer wird dich im Totenreich preisen?
Ich bin erschöpft vom Seufzen; /
ich netze mein Bett in jeder Nacht *
und überschwemme mit Tränen mein Lager.
Mein Auge ist trübe geworden vor Kummer, *
matt geworden von allen, die mich bedrängen.
Weicht von mir alle, die Böses tun, *
denn der Herr hat mein Weinen gehört.
Der Herr hat mein Flehen gehört, *
der Herr nimmt mein Beten an.
In Scham und Schrecken
geraten all meine Feinde, *
sie müssen weichen, beschämt werden im Nu. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Hermann Friedrich Kohlbrügge * 15.8.1803 † 5.3.1875
Er wurde 1803 in Amsterdam geboren. In seiner Studienzeit wandte er sich vom herrschenden Rationalismus ab. Zunächst hing er der Mystik Tersteegens an, bis er 1826 beim Studium der Bibel Luthers ‚Allein aus Gnaden’ neu entdeckte. Aus dieser Erkenntnis entwickelte er ein starkes Sendungsbewusstsein, das ihm lange Jahre Feinde schaffte. Nach dem Studium der Theologie wurde er 1826 Hilfsprediger in einer streng lutherisch geprägten Minderheitsgemeinde in Amsterdam. Seine Predigten stießen auf heftigen Widerspruch und Kohlbrügge verlor seine Anstellung. Er studierte weiter an der Universität und erhielt die Doktorwürde wegen seiner hohen Gelehrsamkeit, obwohl die Prüfer seine Auslegung des 45. Psalms als unwissenschaftlich ablehnten. 1830 stellte er einen Aufnahmeantrag bei den Reformierten, der abgewiesen wurde. Er reiste nach Deutschland und bewarb sich auf eine Pfarrstelle in Wuppertal, erhielt aber stattdessen Redeverbot für die gesamte Rheinprovinz. 1846 wurde er nach einer weiteren Reise nach Deutschland Mitglied der reformierten Gemeinde in Elberfeld. Die Pfarrer der anderen Gemeinden verlangten, dass er des Landes verwiesen werde. Freunde erreichten aber ein Toleranzedikt des preußischen Königs und so konnte in Elberfeld eine freie „Niederländisch-reformierte Gemeinde” gebildet werden, deren Prediger Kohlbrügge wurde. Nachdem kein Pfarrer bereit war, ihn zu ordinieren, wurde er von seiner Gemeinde nach alter reformatorischer Ordnung ordiniert. 1847 konnte er erstmals die Sakramente austeilen. Er wurde bald zu einem begehrten Prediger, dem nun die Kanzeln vieler Kirchen offen standen. 1856 konnte er erstmals auch in Holland Gottesdienste abhalten und 1871 durfte er in seiner Heimatstadt Amsterdam predigen. Seine Predigten wurden auch als lose Blätter herausgegeben und fanden in ganz Deutschland und Holland Verbreitung. Kohlbrügge starb am 5. März 1875. Bei Veranstaltungen zu seinem 200. Geburtstag im Jahr 2003 zeigte sich, dass Kohlbrügge auch heute noch umstritten ist.
Kehrt um zum Herrn von ganzem Herzen
mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen. (Joel 2,12)
Da sprach Jesus {Er} zu allen: Wer Mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge Mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird's erhalten. Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an sich selbst? (Lk 9,23-25)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Dich, Herr, und beten Dich an: Du bist die Liebe und trägst uns alle mit Deinem Erbarmen. Du hast uns berufen, Boten Deiner Liebe zu sein. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns zu Nächsten machst. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns anvertraut hast. Erhalte uns in ihrer Gemeinschaft, mache uns treu in unserem Dienst. Lass uns wach bleiben in der Liebe; hilf uns, dass wir die Leiden unserer Schwestern und Brüder erkennen; behüte uns vor der Kälte und Trägheit des Herzens, die Dein Erbarmen verleugnen. Du hast nicht Lust am Tode des Sünders. Du gibst Leben und rettest, was sterben will; mache uns zu Zeugen Deiner Barmherzigkeit. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de
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