Freitag – 28. Februar 2025
SEXAGESIMAE
Viererlei Acker
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Der Tag strebt seiner Höhe zu,
der Mittag ruft uns zum Gebet:
wir loben Gott und bitten Ihn
um Segen für den heil'gen Dienst.
Es leuchtet uns die Stunde auf,
da Jesus Christus, Gottes Sohn,
als Opferlamm am Kreuz erhöht,
zu unserm Heil sich dargebracht.
O wahre Sonne dieser Welt,
vor Dir verblasst des Mittags Schein;
die Schöpfung ist durch Dich erlöst
und strahlt verklärt in Deinem Licht.
Den ew'gen Vater preisen wir
und Jesus Christus, Seinen Sohn,
den Beistand auch, den Heil'gen Geist,
der uns erleuchtet, stärkt und führt. Amen.


Psalm 13 IV
Wie lange noch willst Du mich vergessen, Herr? *
wie lange noch verbirgst Du Dein Antlitz vor mir?
Wie lange noch muss ich mich sorgen in meiner Seele, /
Kummer tragen in meinem Herzen Tag für Tag, *
wie lange noch erhebt sich über mich mein Feind?
Schau her, gib mir Antwort, Herr, mein Gott, *
erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tod entschlafe!
Dass mein Feind nicht sage: /
„Ich hab ihn überwältigt”, *
meine Gegner sich nicht freuen, dass ich wanke.
Ich aber traue auf Deine Gnade, *
mein Herz freut sich Deiner Hilfe.
Dem Herrn will ich singen, *
denn Er hat mir Gutes getan! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Martin Bucer * 11.11.1491 † 28.2.1551
Martin Butzer (latinsiert Bucer) wurde 1491 im Elsass geboren. Er wollte ein Gelehrter wie Erasmus werden und trat deshalb in den Dominikanerorden ein. Während des Studiums in Heidelberg neigte er zu Luthers Lehre. Als er 1518 Luther in Heidelberg kennenlernte, bekannte er sich offen zur Reformation. 1521 wurde er von seinen Klostergelübden entbunden, und Franz von Sickingen übertrug ihm die Landshuter Pfarrei. 1522 heiratete Bucer die ehemalige Nonne Elisabeth Silbereisen. Nach der Niederlage des Sickingers musste Bucer fliehen und kam 1523 nach Straßburg. Hier lebte er bei dem evangelisch gesinnten Priester Matthäus Zell und seiner Ehefrau Katharina. In Briefen und Predigten wurde er zu einer treibenden, aber auch ordnenden Kraft der Reformation, insbesondere in Südwestdeutschland. Er setzte sich zeitlebens für die Einheit der Kirche ein und versuchte, zwischen Zwingli und Luther im Abendmahlsstreit zu vermitteln. Auch die Wittenberger Konkordie von 1536 ist sein Werk. Er versuchte, im Unionsgespräch von Hagenau 1540 zu einer Vereinbarung mit den Katholiken zu kommen. Während diese Bemühungen scheiterten, gelang es ihm mehrfach, Wiedertäufer vom Bruch mit der Reformation abzubringen. 1542 rief ihn Hermann von Wied nach Köln, aber er konnte hier die Reformation nicht durchsetzen. Nach dem Interim, das er deutlich ablehnte, musste er Straßburg verlassen. Er ging auf Einladung von Erzbischof Cranmer nach Cambridge. Hier wirkte er maßgebend an der Ausgestaltung der anglikanischen Kirche mit. Er war Mitautor des „Common Book of Prayer” und legte in seinem Werk „De regno Christi” die Grundlagen für das anglikansche Staatskirchentum. Nach seinem Tod am 28. Februar 1551 wurde er in der Hauptkirche von Cambridge begraben. Maria die Blutige ließ ihn 1557 zum Ketzer erklären und seinen Sarg ausgraben und verbrennen. Die Verurteilung wurde 1560 von Elisabeth I. wieder aufgehoben. Bucer gilt als einer der großen Reformatoren nach Luther und Melanchthon. Er hat schon zu seiner Zeit versucht, die Einheit in versöhnter Verschiedenheit zu erreichen. Es gibt deshalb mehrere Projekte, die sich mit seinem Lebenswerk befassen.
Heute, wenn ihr Seine Stimme hört,
so verstockt eure Herzen nicht. (Hebr 3,15)
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. (1. Kor 13,1-3)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Ehre sei Dir, Herr, und Lob und Dank; denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. Wir bitten Dich: Lehre uns Deinen Prüfungen stille halten; lehre uns an Deiner Liebe nie irre werden; lehre uns verstehen, was zu unserem Frieden dient. Lass uns wachsen und reifen in Deiner Erkenntnis; lass uns hören, wenn Du mit uns redest; lass uns in allem Leid Deine Hand festhalten. Herr, hilf uns, dass wir uns Deinem Willen völlig beugen; Herr, hilf uns, dass wir uns Deinem Willen dankbar beugen; Herr, hilf uns, dass wir Dich auch in Trübsal und Not preisen. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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