Samstag – 22. Februar 2025
SEPTUAGESIMAE
Lohn und Gnade
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
Du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew'gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in Deine Liebe auf,
dass unser Herz Dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.


Psalm 71 B VII
Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.
Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit /
und Deine Hilfe den ganzen Tag – *
ich kann sie nicht ermessen!
Ich komme dank der großen Taten des Herrn, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.
Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.
Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,
dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, /
einem jeden, der kommen wird, Deine Macht: *
Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!
Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?
Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
Du machst uns wieder lebendig.
Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.
Bring mich wieder zu Ehren, *
wende Dich, mich zu trösten.
Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!
Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
Du Heiliger Israels. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Bartholomäus Ziegenbalg * 1682 † 23.2.1719
Bartholomäus Ziegenbalg wurde 1682 in Pulsnitz geboren. Als Jugendlicher lernte er August Hermann Francke kennen, der ihm zum Besuch des Gymnasiums in Friedrichswerder (wo Spener sein Lehrer war) und zum Studium riet. Als der dänische König Missionare suchte, fand er Ziegenbalg und seinen Schulfreund Plütschau. 1706 kamen die beiden als die ersten evangelischen Heidenmissionare in die dänische Kolonie Trankebar in Südindien. Die Kolonialbehörde, insbesondere der Gouverneur Hassius, sah in Ziegenbalg einen Helfer des Königs und behinderte ihn massiv bis zur Gefangennahme. Aber durch dieses Vorgehen wurde den Indern die Unabhängigkeit Ziegenbalgs deutlich. Seine fundierten Sprachkenntnisse und Kenntnisse der indischen Religionen ließen ihn schnell bekannt werden. Um 1710 kamen drei weitere Missionare zur Unterstützung seiner Arbeit. 1711 schloss Ziegenbalg die 1708 begonnene Übersetzung des Neuen Testaments in die tamulische Sprache ab. Francke entsandte drei Schriftsetzer mit einer Druckerausstattung, die 1711 mit dem Druck des Neuen Testaments in tamulischer Schrift und Sprache begannen. 1714 reiste Ziegenbalg nach Europa und sprach vor den Missionskreisen in London, Halle und Kopenhagen. Er konnte sich auch gegen die Bergener Kaufleute, die den Kommandanten Hassius in Trankebar unterstützten, durchsetzen. Ein neuer, der Mission freundlich gesonnener Kommandant wurde ernannt. Ziegenbalg reiste mit seiner Braut Dorothea Salzmann nach Indien zurück. Dorothea war damit die erste Missionarsfrau, die mit ihrem Mann in die Mission ging. Das tropische Klima, Entbehrungen und das Unverständnis der Missionsgesellschaft, die sich nach Matth. 10 richtete und nichts von Ehefrauen, Kirchenbauten, Schulen oder Bibelübersetzungen hielt, zehrten an seinen Kräften, so dass er mit 36 Jahren am 23. Februar 1719 starb. Ziegenbalg war nicht nur der erste deutsche Missionar in Indien. Er entwickelte Grundsätze einer den Einwohnern zugewandten Missionsarbeit, die heute noch gelten.
Wir liegen vor Dir mit unserem Gebet
und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit,
sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Dan 9,18)
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. (1. Kor 13,1-3)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Deine göttliche Macht und Herrlichkeit: den Vater, der alle Dinge schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit; den Sohn, unseren Heiland und Erlöser; den Heiligen Geist, unseren Helfer und Tröster. Wir loben Dich, dass Du den Erdkreis richtest mit Gerechtigkeit; wir loben Dich, dass Du auf uns wartest mit Deiner Ewigkeit; wir loben Dich: Du wirst vollenden, was Du angefangen hast. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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