Freitag – 14. Februar 2025

VIERTER SONNTAG VOR DER FASTENZEIT

Der Herr der Naturmächte
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
HYMNUS
Noten

Der Tag strebt seiner Höhe zu,
der Mittag ruft uns zum Gebet:
wir loben Gott und bitten Ihn
um Segen für den heil'gen Dienst.

Es leuchtet uns die Stunde auf,
da Jesus Christus, Gottes Sohn,
als Opferlamm am Kreuz erhöht,
zu unserm Heil sich dargebracht.

O wahre Sonne dieser Welt,
vor Dir verblasst des Mittags Schein;
die Schöpfung ist durch Dich erlöst
und strahlt verklärt in Deinem Licht.

Den ew'gen Vater preisen wir
und Jesus Christus, Seinen Sohn,
den Beistand auch, den Heil'gen Geist,
der uns erleuchtet, stärkt und führt. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon


Psalmton-Noten


Psalm 13 IV
Wie lange noch willst Du mich vergessen, Herr? *
wie lange noch verbirgst Du Dein Antlitz vor mir?
Wie lange noch muss ich mich sorgen in meiner Seele, /
Kummer tragen in meinem Herzen Tag für Tag, *
wie lange noch erhebt sich über mich mein Feind?
Schau her, gib mir Antwort, Herr, mein Gott, *
erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tod entschlafe!
Dass mein Feind nicht sage: /
„Ich hab ihn überwältigt”, *
meine Gegner sich nicht freuen, dass ich wanke.
Ich aber traue auf Deine Gnade, *
mein Herz freut sich Deiner Hilfe.
Dem Herrn will ich singen, *
denn Er hat mir Gutes getan!  +
Antiphon


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon



VITA
Cyrillus   * 826   † 869 und
Methodius   * 815   † 885

Methodius wurde um 815 in Saloniki geboren. Sein Bruder Konstantinus wurde um 826 in Saloniki geboren. Die Brüder wurden um 860 von ihrem Lehrer, dem Patriarchen Photios von Konstantinopel, als Missionare an das Schwarze Meer gesandt. 862 wurde ihnen auf Wunsch des Fürsten Rotislaw Mähren als Missionsgebiet zugewiesen. Hier führten sie die slawische Sprache ein und Konstantinus entwickelte eigene Schriftzeichen für die slawische Sprache (»kirchenslawisch«, nicht die erst später entstandene kyrillische Schrift). Er übersetzte auch die Bibel ins Slawische. Konstantinus wurde so zum Begründer der slawischen Literatur. Die Streitigkeiten zwischen Rom und Konstantinopel, welchem Patriarchat die slawischen Gebiete zugehören sollten, führten dazu, dass sich die Brüder der römischen Kirche annäherten. 868 reisten sie nach Rom, um die Anerkennung des Slawischen als liturgische Sprache zu erreichen. Papst Hadrian sagte ihnen dies auch zu. Konstantinus nannte sich nunmehr Cyrillus. Er starb am 14. Februar 869 in Rom. Papst Hadrian ernannte darauf Methodius zum päpstlichen Legaten und wies ihm neben Mähren auch Pannonien (östliches Österreich und westliches Ungarn) als Missionsgebiet zu. Da der Erzbischof von Salzburg aber dieses Gebiet für sich als Missionsgebiet in Anspruch nahm, setzte er Methodius für fast drei Jahre gefangen. 873 wurde Methodius befreit und in seinem Amt bestätigt. Ebenso wurde Slawisch weiter als Kirchensprache zugelassen. Nach dem Tod des Methodius am 6. April 885 in Mähren wurden die päpstlichen Zusagen wieder aufgehoben und slawisch in der Westkirche als Kirchensprache verboten. Die liturgische Grenze wurde wieder weiter nach Osten verschoben, dennoch behielten die slowenische und die kroatische katholische Kirche slawische Elemente in ihrer Liturgie.

Johann Daniel Falk   * 28.10.1768   † 14.2.1826
Johannes Daniel Falk wurde 1768 in Danzig geboren. Mit zehn Jahren war seine schulische Laufbahn beendet, da er im väterlichen Betrieb mitarbeiten musste. Ein Lehrer, der seine Begabung erkannt hatte, erteilte ihm Privatunterricht, und 6 Jahre später durfte er aufgrund der Vermittlung eines Pfarrers wieder zur Schule gehen. Das Erlernen der Sprachen fiel ihm besonders leicht. 1791 begann er das Theologiestudium in Halle, beendete es aber 1795 ohne Abschluss, um als Schriftsteller und Journalist tätig zu werden. 1797 heiratete er Caroline Rosenfeld und zog mit seiner Frau nach Weimar. Während der französischen Besatzung trat er aufgrund seiner Sprachkenntnis als Vermittler ein und sorgte dafür, dass Nahrungs- und andere Hilfsmittel in ausreichendem Maß zur Verfügung gestellt wurden. Darauf wurde er zum Legationsrat ernannt, was seine wirtschaftlichen Verhältnisse stabilisierte. 1813 starben vier seiner Kinder an Typhus, was ihn dazu bewegte, eine „Gesellschaft der Freunde in der Not” zu gründen. Zunächst nahm er viele Waisenkinder bei sich in sein Haus auf. Als 1819 und 1821 zwei weitere seiner Kinder starben, veranlasste er den Bau eines Waisenhauses, in dem über 100 Waisenkinder aufgenommen werden konnten. 1826 starb Falk an einer Blutvergiftung. Seine Frau führte das Werk fort, bis der Staat es im Jahr 1829 übernahm. Von Johannes Falk stammt die ursprüngliche Fassung des Liedes „O du fröhliche”. Im Anhang des Evangelischen Gesangbuchs für Niedersachsen und Bremen findet sich noch das Lied „Wie mit grimmgem Unverstand”, das ebenfalls aus seiner Feder stammt.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Kommt her und sehet an die Werke Gottes,
der so wunderbar ist in seinem Tun
an den Menschenkindern. (Ps 66,5)


Lesung:

zum Tag der Glaubensboten Cyrillus und Methodius:

Danach setzte der Herr zweiundsiebzig andere ein und sandte sie je zwei und zwei vor Sich her in alle Städte und Orte, wohin Er gehen wollte, und sprach zu ihnen: Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass Er Arbeiter aussende in Seine Ernte.Geht hin; siehe, Ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. Tragt keinen Geldbeutel bei euch, keine Tasche, keine Schuhe, und grüßt niemanden auf der Straße. Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Hause! (Lk 10,1-5)
RESPONSORIUM
Responsorium
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Ehre sei Dir, Herr, und Lob und Dank; denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. Wir bitten Dich: Lehre uns Deinen Prüfungen stille halten; lehre uns an Deiner Liebe nie irre werden; lehre uns verstehen, was zu unserem Frieden dient. Lass uns wachsen und reifen in Deiner Erkenntnis; lass uns hören, wenn Du mit uns redest; lass uns in allem Leid Deine Hand festhalten. Herr, hilf uns, dass wir uns Deinem Willen völlig beugen; Herr, hilf uns, dass wir uns Deinem Willen dankbar beugen; Herr, hilf uns, dass wir Dich auch in Trübsal und Not preisen. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Vesper

Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de

Startseite