Samstag – 7. Februar 2026

LETZTER SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Verklärung
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Ingressus Laudes

HYMNUS
Noten

Des ew'gen Glanzes Lichtgestalt,
die unsre Hoffnung sehnend sucht,
macht heute der verklärte Herr
den Seinen strahlend offenbar.

Er führt die Jünger auf den Berg
und zeigt Sich in der Herrlichkeit:
Sein Leib die Sonne überstrahlt,
und weiß wie Schnee ist Sein Gewand.

Und aus der lichten Wolke dringt
des Vaters Stimme, die bezeugt:
»Seht, dies ist Mein geliebter Sohn,
auf dem Mein Wohlgefallen ruht.«

Herr, führ uns aus der dunklen Welt
zum Lichte, das Du selber bist
und wandle unsern armen Leib
zum Bilde Deiner Herrlichkeit.

Gottvater, Dir sei Preis und Ruhm,
dem Sohne, Deinem Ebenbild,
dem Geiste, der euch beide eint,
jetzt, immer und in Ewigkeit. Amen.
PSALMGEBET
Festpsalm
Antiphon
Text der Antiphon: HERR, wenn ich dir singe, so jauchzen meine Lippen, meine Seele jubelt, denn du hast mich erlöst.

Psalmton-Noten


Psalm 71 B VII
Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.
Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit / und Deine Hilfe den ganzen Tag – *
ich kann sie nicht ermessen!
Ich komme dank der großen Taten des Herrn, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.
Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.
Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,
dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, / einem jeden, der kommen wird, Deine Macht: *
Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!
Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?
Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
Du machst uns wieder lebendig.
Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.
Bring mich wieder zu Ehren, *
wende Dich, mich zu trösten.
Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!
Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
Du Heiliger Israels. +
Antiphon
Text der Antiphon: HERR, wenn ich dir singe, so jauchzen meine Lippen, meine Seele jubelt, denn du hast mich erlöst.

Psalmton-Noten


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon
Text der Antiphon: HERR, wenn ich dir singe, so jauchzen meine Lippen, meine Seele jubelt, denn du hast mich erlöst.


VITA
Gustav Steinheil   * 19.12.1818   † 8.2.1906

Bis zum Jahr 2013 stand Adolf Stoecker am 7. Februar (1832-1909) im Ev. Namenskalender. Inzwischen ist man zu der Überzeugung gelangt, dass seine zutiefst antisemitische Haltung nicht geeignet ist, ihn in diesem Rahmen als Vor- oder Leitbild vorzustellen. Daher wurde er – vorerst ersatzlos – aus dem Ev. Namenskalender gestrichen.
Die jetzige Vorstellung von Gustav Steinheil an diesem Tag folgt dem Vorschlag von Hans Mayr, der ihn in seinem Buch „Glaubenszeugen der Einen Kirche“ (Johannes Stauda Verlag, 1984) gewissermaßen zum Kandidaten gekürt hat. Noch ist offen, wie sich die Liturgische Kommission entscheiden wird.


Gustav Steinheil wurde als Sohn eines Tuchhändlers in Straßburg geboren. Seinem Vater gehörte eine Spinnerei in Rothau. 1835 ging er an die Leipziger Handelsschule, die er 1837 abschloss. In Paris und Westfrankreich bildete er sich weiter. In dieser Zeit begegnete er dem lutherischen Erweckungsprediger Louis Meyer und wurde von der Liebe Gottes ergriffen. Erst erwog er, Pfarrer zu werden. Doch sein geistlicher Vater riet ihm, seinem ersten Ruf treu zu bleiben, denn dort könne er das Evangelium auf fruchtbaren Boden säen. in Paris ließ er sich in das Abgeordnetenhaus wählen und hielt die übrigen Abgeordneten an, das Wort Gottes täglich zu lesen, denn es sei die nötige tägliche Speise, die man nicht versäumen dürfe.
1842 kehrte Steinheil nach Rothau zurück und arbeitete zunächst im Betrieb seiner Tante, den er dann nach ihrem Tod 1847 erbte. Es gelang ihm, den runtergewirtschafteten Betrieb zu neuer Blüte zu führen. Dies wohl auch deswegen, weil er seinen Arbeitern weit mehr gönnte, als damals üblich war: er ließ sie am Gewinn teilhaben, errichtete Arbeiterwohnungen, sicherte die Krankenversorgung durch die Errichtung eines Krankenhauses, führte eine Alterssicherung ein und sorgte so für eine allgemeine Zufriedenheit in der Belegschaft. Für die Kinder gründete er eine Sonntagsschule, der er selbst vorstand. Sonntag abends bot er einen Bibelabend an, an dem er zusammen mit seinem Schwager Dieterlein denen, die kamen, biblische Texte zu vermitteln suchte. Er wandte sich gegen aufklärerische Tendenzen und verwarf die historisch-kritische Auslegung genauso wie die Kindertaufe, da er der Ansicht war, dass man zuerst seinen Glauben bekennen müsse, bevor man getauft werden könne. Auf seinem Familiensitz, dem „Enclos“, hielt er Abend für Abend eine Familienandacht, die für manche eine wegweisende Wirkung hatten.
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870 entschied er sich, in Rothau im nun deutschen Gebiet zu bleiben, während sein Schwager und seine Söhne nach Frankreich auswanderten.
Er starb am 8. Februar 1906 und wurde auf dem Rothauer Friedhof begraben. Während der Beisetzung, so erzählt man, drosselte der Lokomotivführer des auf der anderen Seite des Tales vorbeifahrenden Personenzuges, der auf dem Weg nach Saales war, die Geschwindigkeit, nahm seine Mütze ab und erwies, aus dem Fenster der Lok schauend, auf diese Weise dem großen Menschenfreund und Evangelisten die letzte Ehre.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit
erscheint über dir. (Jes 60,2)


Lesung:
Jesus {redete abermals zum Volk und} sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer Mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Joh 8,12)
RESPONSORIUM
Responsorium
GEBET
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Wir loben Deine göttliche Macht und Herrlichkeit: den Vater, der alle Dinge schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit; den Sohn, unseren Heiland und Erlöser; den Heiligen Geist, unseren Helfer und Tröster. Wir loben Dich, dass Du den Erdkreis richtest mit Gerechtigkeit; wir loben Dich, dass Du auf uns wartest mit Deiner Ewigkeit; wir loben Dich: Du wirst vollenden, was Du angefangen hast. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Vesper

Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de

Startseite