Donnerstag – 9. Januar 2025
EPIPHANIAS
Die Herrlichkeit Christi
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Ihr alle, die ihr Christus sucht,
erhebt zum Himmel euren Blick,
da geht vor euren Augen auf
das Zeichen ew'ger Herrlichkeit:
Ein Stern, der selbst den Sonnenball
an Pracht und Feuer überstrahlt,
verkündet heute aller Welt,
dass Gott im Fleisch erschienen ist.
Und Weise, fern im Orient,
wo aus der Nacht die Sonne steigt,
erkennen deutend das Gestirn
als königliches Sieges-Mal.
„Wer ist es”, fragen sie bestürzt,
„dem Licht und Sterne dienstbar sind,
dem sich der Himmel unterwirft,
der über die Gestirne herrscht?
Ein großes Leuchten schauen wir,
erhaben, weit und grenzenlos,
ein Strahlen, das kein Ende kennt
und älter als die Schöpfung ist.
Er ist es, aller Völker Herr,
der König über Judas Haus,
der Abraham verheißen ward
und allen, die ihm Söhne sind.”
Herr Jesus, Dir sei Ruhm und Preis,
der Du uns heut erschienen bist,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.


Psalm 111 VIII
Danken will ich dem Herrn von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.
Groß sind die Taten des Herrn, *
allen erfahrbar, die sich daran freun.
Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.
Er hat ein Gedächtnis gestiftet
Seiner Wunder, *
gnädig und barmherzig ist der Herr.
Speise gab Er denen, die Ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.
Die Macht Seiner Taten
machte Er kund Seinem Volk, *
ihnen zu geben das Erbe der Heiden.
Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,
sie stehen fest für immer und ewig, *
geschaffen in Treue und Redlichkeit.
Erlösung sandte Er Seinem Volk, /
Er hat Seinen Bund bestimmt auf ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.
Die Furcht des Herrn
ist der Anfang der Weisheit, /
einsichtig sind alle, die danach tun. *
Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Jan Łaski (Johannes a Lasko) * 1499 † 8.1.1560
Johann Łaski wurde 1499 in Łask in Polen geboren. Schon in jungen Jahren erlangte er durch verwandtschaftliche Beziehungen hohe kirchliche Würden. Sein Onkel - der auch Jan Łaski hieß - war Erzbischof von Gnesen und prominenter Gegner der Reformation. Johann lernte auf Reisen nach Deutschland und in die Schweiz die Reformation näher kennen. Als ihn der polnische König zum Bischof ernennen wollte, sagte er sich von der katholischen Kirche los und ging nach Ostfriesland. Hier wirkte er bis 1548 als Reformator, wobei er besonders die Lehre Calvins vertrat. Das Interim zwang ihn zur Flucht nach England. Hier traf er auch mit Thomas Cranmer, dem Urheber des „Book of CVommon Prayer”, zusammen.
Als 1553 Maria die Blutige Königin wurde, musste Łaski mit 175 Mitgliedern seiner Gemeinde England verlassen. Die Flucht mitten im Winter wurde zu einer Irrfahrt, da Kopenhagen und andere lutherische Hafenstädte die Aufnahme der calvinistischen Flüchtlinge verweigerten. Schließlich fand Łaski in Emden eine neue Heimat für seine Gemeinde.Weitere evangelische Flüchtlinge aus den katholischen Niederlanden kamen nach Emden, das so zur Mutterkirche (Moederkerk) der niederländischen Protestanten wurde. Łaski wurde 1556 von Freunden nach Polen gerufen. Hier übersetzte er die Bibel in die polnische Sprache und versuchte zusammen mit Francesco Lismanini, die unter sich zerstrittenen kleinen protestantischen Kirchen zu vereinen und den König für die Protestanten zu gewinnen. Da aber weder die Lutheraner noch die Calvinisten noch die böhmischen Brüder bereit waren, aufeinander zuzugehen, scheiterten die Bemühungen. Die Reformation konnte sich dann letztlich in Polen nicht durchsetzen. Łaski starb nach langer Krankheit am 8. Januar 1560 in Pinczów.
Die Finsternis vergeht,
und das wahre Licht scheint schon. (1. Joh 2,8b)
Groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. (1. Tim 3,16)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Herr, wir danken Dir für die Macht Deiner Offenbarung. Du sammelst Dein Volk aus aller Welt Enden. Du kommst zu allen Zeiten und bist König und Herr. Du brichst allen Widerstand und baust Deine Kirche. Herr, wir bitten Dich: Lass Deine ganze Christenheit vereinigt werden; bringe zusammen, die Du gerufen und Dir erwählt hast; zerbrich die Mauern, die uns trennen, und wehre allen, die Unfrieden stiften. Herr, wir bitten Dich: Lass vereinigt werden alle, die Dich anbeten, den einen Gott. Herr, wir bitten Dich: Es komme der Tag, da eine Herde und ein Hirte ist. Du tust Wunder und richtest alles zu Deinen Zielen aus. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de
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