Donnerstag – 8. Januar 2026
EPIPHANIAS
Die Herrlichkeit Christi
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Ihr alle, die ihr Christus sucht,
erhebt zum Himmel euren Blick,
da geht vor euren Augen auf
das Zeichen ew'ger Herrlichkeit:
Ein Stern, der selbst den Sonnenball
an Pracht und Feuer überstrahlt,
verkündet heute aller Welt,
dass Gott im Fleisch erschienen ist.
Und Weise, fern im Orient,
wo aus der Nacht die Sonne steigt,
erkennen deutend das Gestirn
als königliches Sieges-Mal.
„Wer ist es”, fragen sie bestürzt,
„dem Licht und Sterne dienstbar sind,
dem sich der Himmel unterwirft,
der über die Gestirne herrscht?
Ein großes Leuchten schauen wir,
erhaben, weit und grenzenlos,
ein Strahlen, das kein Ende kennt
und älter als die Schöpfung ist.
Er ist es, aller Völker Herr,
der König über Judas Haus,
der Abraham verheißen ward
und allen, die ihm Söhne sind.”
Herr Jesus, Dir sei Ruhm und Preis,
der Du uns heut erschienen bist,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.


Psalm 111 VIII
Danken will ich dem Herrn von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.
Groß sind die Taten des Herrn, *
allen erfahrbar, die sich daran freun.
Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.
Er hat ein Gedächtnis gestiftet Seiner Wunder, *
gnädig und barmherzig ist der Herr.
Speise gab Er denen, die Ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.
Die Macht Seiner Taten machte Er kund Seinem Volk, *
ihnen zu geben das Erbe der Heiden.
Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,
sie stehen fest für immer und ewig, *
geschaffen in Treue und Redlichkeit.
Erlösung sandte Er Seinem Volk, / Er hat Seinen Bund bestimmt auf ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.
Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, / einsichtig sind alle, die danach tun. *
Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Severin von Noricum † 8.1.482
Severins früher Lebensweg liegt im Dunkeln. Fragen nach seiner Herkunft beantwortete er nicht, aber seine Sprache und Bildung weisen auf eine römische Erziehung, seine Klostergründungen und sein persönliches Glaubensleben deuten auf ein Leben in einem Kloster östlicher Prägung. Vielleicht wurde er um 410 in Nordafrika geboren. Kurz nach 453 kam Severin in das Noricum, die Landschaft zwischen Passau und Wien. Er gründete mindestens zwei Klöster in Passau und bei Krems. Obwohl er Laie war, leitete er auch seine Klöster. In der Zeit des Zusammenbruches der römischen Herrschaft konnte er kriegerische Auseinandersetzungen verhindern und die Reste der römischen Bevölkerung vor der Vernichtung retten. Er galt als Mann des Friedens, der sich für das Zusammenleben römischer und arianischer Christen ebenso einsetzte wie für die Heiden. Er starb am 8. Januar 482 in seinem Kloster Göttweig. Sein Leichnam wurde 488 beim Rückzug der Römer von seinem Schüler und Biographen Eugippius nach Italien gebracht und in Neapel beigesetzt.
Die Finsternis vergeht,
und das wahre Licht scheint schon. (1. Joh 2,8b)
Groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. (1. Tim 3,16)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Gelobt seist Du, Gott, Vater der Barmherzigkeit. Du hast Deine Verheißungen erfüllt und hast Deine Güte offenbart. Du lässt die Welt nicht versinken in der Finsternis des Irrtums und überlässt uns nicht dem Verderben der Sünde. Darum nimmt Deine Liebe irdische Gestalt an in Christus, Deinem Sohn, geboren von der Jungfrau Maria. Du, ewiger Gott, willst uns nicht ferne und fremd sein. Du wirst Mensch, damit wir göttlich würden. Das Licht Deines Kommens, das aufgestrahlt ist in der Mitte der Nacht, erleuchte unsere Seelen und erfülle uns mit Freude. Präge das Bild Deines Sohnes in unsere Herzen und Sinne. Kehre ein bei uns mit allen Deinen Wundern. Wandle uns durch die Macht Deiner Liebe. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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