Mittwoch – 1. Januar 2025

BESCHNEIDUNG UND NAMENGEBUNG JESU

Gott hilft
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
HYMNUS
Noten

Aus des Vaters Herz geboren, ehe Welt und Zeit begann,
Christus, A und O der Schöpfung, Ziel und Ursprung aller Welt,
allen Seins, das je gewesen, das jetzt ist und kommen wird
 – immer und in Ewigkeit!

Die Gestalt des schwachen Fleisches und des Leibes Totenkleid
zogst Du an, dass wir nicht sterben an dem ersten Todeskeim
und im Abgrund des Gesetzes ohne Rettung untergehn
 – immer und in Ewigkeit!

Seht, nun strahlt ein neuer Morgen: Christus, unser Heil, erscheint
den die Kraft des Geistes zeugte, den die reine Magd gebar.
Und im Kinde offenbart sich der Erlöser aller Welt
 – immer und in Ewigkeit!

Den der Seher dunkle Rede uns als Retter angesagt,
den in langer Zeit des Harrens der Propheten Glaube sah:
Er ist da, den sie verheißen! Grüßt Ihn jubelnd mit Gesang
 – immer und in Ewigkeit!

Gott dem Vater sei die Ehre, der uns Seinen Sohn gesandt,
Ehre Christus, unserm Retter, den die Jungfrau uns gebar.
Ehre auch dem Heil'gen Geiste, Ruhm und Preis und Lobgesang
 – immer und in Ewigkeit! Amen.
PSALMGEBET
Wochenpsalm
Antiphon


Psalmton-Noten


Psalm 8 VIII
Herr, unser Herrscher, *
wie herrlich ist Dein Name in allen Landen.
Ausgebreitet ist Deine Hoheit *
über die Himmel hin!
Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge *
hast eine Macht Du begründet,
Deinen Gegnern zum Trotz: *
zum Schweigen zu bringen
den Feind und den Rächer.
Seh ich die Himmel, das Werk Deiner Finger, *
den Mond und die Sterne, die Du bereitet hast:
Was ist der Mensch,
dass Du seiner gedenkst, *
des Menschen Kind,
dass Du dich seiner annimmst?
Du hast ihn wenig geringer gemacht als Gott *
und hast ihn gekrönt mit Ehre und Herrlichkeit.
Du lässt ihn herrschen
über Deiner Hände Werk, *
alles hast Du ihm unter die Füße gelegt:
Schafe und Rinder allzumal, *
und auch die Tiere des Feldes,
die Vögel am Himmel
und die Fische im Meer *
und was durch die Weiten
der Meere dahinzieht.
Herr, unser Herrscher, *
wie herrlich ist Dein Name in allen Landen! +
Antiphon


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon



VITA
Die Beschneidung und Namengebung Jesu
Im vierten Jahrhundert legte die Kirche das Geburtsfest Jesu auf den 25. Dezember, wodurch der 1. Januar als Oktavtag der Beschneidung und Namengebung Jesu gewidmet wurde, wie es der Evangelist Lukas mit wenigen Worten beschreibt: "Und als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden musste, gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war." (Lk 2,21) So steht der Name Jesu über jedem neuen Jahr und schenkt Zuversicht und Hoffnung, denn in dem Namen (Jahwe rettet) wird das Heilshandeln Gottes zum Ausdruck gebracht. Durch Jesu Leben, Leiden, Tod und Auferstehung wird die Menschheit von ihren Sünden geheilt und in ein neues Leben gerufen. In Jesu Namen beugen sich alle Knie. Der Titel „Christus” – der Gesalbte – hat sich mit dem Eigennamen Jesus fest verknüpft und erinnert erneut an das wunderbare Heilswirken Gottes.


Neujahr
Der Beginn eines neuen Kalenderjahres wird in den meisten Kulturkreisen gefeiert, allerdings an unterschiedlichen Tagen, da sich die traditionellen Kalender unterscheiden. Bis wenige Jahre vor Christi Geburt begann das neue Jahr im Römischen Reich am 1. März. Dieser alte Kalender ist heute noch bei den letzten Monaten des Jahres deutlich: September = Siebter Monat bis Dezember = Zehnter Monat. Julius Caesar setzte dann den 1. Januar, der bereits Beginn des Amtsjahres der Konsuln und Magistrate war, auch als Beginn des Kalenderjahres fest. In den westlichen Kirchen begann das Jahr viele Jahrhunderte lang an unterschiedlichen Tagen. In Deutschland galt seit den Karolingern der 25. Dezember als Neujahrstag. Im gregorianischen Kalender, der 1582 eingeführt wurde, war der 6. Januar als Jahresbeginn festgelegt. Da diese Kalenderreform in Deutschland nur von katholischen Herrschaften sofort umgesetzt wurde - die protestantischen Länder folgten erst im 17. Jahrhundert - entstand der heute noch anzutreffende Begriff »Zwischen den Jahren«. Der 6. Januar wird heute noch insbesondere in Süddeutschland als Hochneujahr bezeichnet. Der römische Jahresbeginn - 1. Januar - wurde 1691 von Papst Innozenz XII. als Jahresbeginn für die römische Kirche festgelegt. Dieser Termin gilt heute im staatlichen und wirtschaftlichen Bereich. Die Kirchen beginnen ihr Jahr weiterhin zu anderen Terminen.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Jesus Christus gestern und heute
und derselbe auch in Ewigkeit. (Hebr 13,8)


Lesung:
Groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. (1. Tim 3,16)
RESPONSORIUM
Responsorium
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
FRIEDENSBITTEN
Noten

Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
unsre Welt und das All.

FRIEDENSKOLLEKTE
Gott, Dein Sohn hat uns geboten, sogar unsere Feinde zu lieben und für sie zu beten. Führe uns aus Vorurteilen zur Wahrheit und befreie uns von Hass, von Grausamkeit und Vergeltung, dass wir - durch Christus versöhnt - bestehen können vor Dir, Du Gott des Friedens, heilig und lebendig, heute und in Ewigkeit.
Amen

Verleih uns Frieden gnädiglich
Noten

SEGEN
Gott schenke uns Frieden
und ewiges Leben
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Vesper

Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de

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