Freitag – 6. Dezember 2025
BISCHOF NIKOLAUS VON MYRA
Diener der Barmherzigkeit Gottes
Laudes / Morgengebet
Herr, tu meine Lippen auf,
dass mein Mund Deinen Ruhm verkündige.
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.


Psalm 92 VII
Wie köstlich ist es, dem Herrn zu danken, *
Deinem Namen, Du Höchster, zu singen,
kundzutun Deine Gnade am Morgen *
und in der Nacht Deine Treue
zur zehnsaitigen Laute, zur Zither, *
zum rauschenden Klang der Harfe!
Denn Du machst mich
mit Deinen Taten froh, *
rühmen will ich das Werk Deiner Hände. (+)
Herr,wie sind Deine Werke so groß, *
wie tief sind Deine Gedanken.
Ein Törichter glaubt es nicht, *
ein Narr begreift es nicht.
Grünen die Frevler wie Gras, /
blühen alle, die Böses tun, *
werden sie doch vertilgt für immer.
Du aber, Herr, bist der Höchste, *
Du bleibst in Ewigkeit. (+)
Der Gerechte grünt wie ein Palmbaum, *
er wächst wie eine Zeder des Libanon.
Die gepflanzt sind im Hause des Herrn, *
blühen in den Vorhöfen unsres Gottes.
Noch im Alter tragen sie Frucht *
und bleiben voll Kraft und Frische,
verkünden: Gerecht ist der Herr, *
mein Fels – kein Unrecht ist an Ihm. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 146 V
Halleluja *
Lobe den Herrn, meine Seele!
Ich will den Herrn loben, solange ich lebe, *
meinem Gott will ich spielen, solange ich bin.
Verlasst euch nicht auf Fürsten, *
auf Menschen – da ist keine Hilfe!
Muss des Menschen Geist davon, /
und wird er wieder zu Erde, *
dann ist es aus mit all seinen Plänen.
Selig, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, *
der seine Hoffnung setzt
auf den Herrn, seinen Gott. +

Er hat Himmel und Erde geschaffen, /
das Meer und alles, was darin ist, *
Er bewahrt Treue auf ewig.
Er schafft Unterdrückten Recht, /
Er gibt an die Hungernden Brot, *
der Herr macht Gefangene los.
Der Herr öffnet Blinden die Augen, /
der Herr richtet Gebeugte auf, *
der Herr liebt die Gerechten.
Der Herr behütet die Fremden, /
Er tritt ein für Waisen und Witwen, *
aber den Weg der Frevler verwirrt Er.
Der Herr ist König auf ewig, *
dein Gott, Zion, von Geschlecht zu Geschlecht. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 138 V
Herr, ich will Dir danken von ganzem Herzen, *
vor den Engeln will ich Dir spielen,
ich will anbeten in Deinem heiligen Tempel, /
will Deinen Namen preisen *
für Deine Huld und Treue.
Denn Du hast Deinen Namen verherrlicht, *
mehr, als Du je verheißen hast.
Am Tag, da ich rufe, gibst Du mir Antwort, *
verleihst meiner Seele große Kraft. (+)
Dir danken alle Könige der Erde, *
denn sie hören das Wort Deines Mundes.
Sie singen von den Wegen des Herrn, *
denn groß ist Seine Herrlichkeit.
Ja, der Herr ist erhaben, /
doch Er sieht auf den Niedrigen *
und erkennt den Stolzen von ferne.
Muss ich auch gehn mitten durch große Not, *
Du gibst mir Leben;
gegen den Zorn meiner Feinde
reckst Du die Hand,*
Deine Rechte hilft mir.
Der Herr führt meine Sache, /
Herr, Deine Güte ist ewig. *
Lass nicht ab vom Werk Deiner Hände. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Alttestamentliche Lesung:
Der Geist Gottes des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn und einen Tag der Rache unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden. Ich freue mich im Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn Er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Bräutigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt. (Jes 61,1-2.10)

Epistellesung:
Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gewandelt seid nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern. Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in Seiner großen Liebe, mit der Er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr gerettet -; und Er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit Er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum Seiner Gnade durch Seine Güte gegen uns in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind Sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen. (Eph 2,1-10)

Evangeliumslesung:
(Aus der Bergpredigt Jesu:) Habt aber acht, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf dass dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten. (Mt 6,1-4)


Der Sterne Schöpfer, milder Gott,
Du, unsres Glaubens ew'ges Licht,
Christus, Erlöser aller Welt,
erhöre gnädig unser Flehn!
Voll Mitleid siehst Du Deine Welt
von Untergang und Tod bedroht.
Du nimmst Dich ihres Elends an
und heilest, was die Schuld verdarb.
Zum Abend neigt sich schon die Welt,
da kommst Du wie ein Bräutigam
aus dem verschlossenen Gemach
der Mutter, die doch Jungfrau ist.
Vor Deiner Stärke und Gewalt
muss tief sich beugen jedes Knie.
Der Himmel und das Erdenrund
sind Deiner Hoheit untertan.
Ruhm, Ehre, Herrlichkeit und Macht
sei Gott dem Vater und dem Sohn,
dem Geiste, der uns Beistand ist,
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
Ꝟ Taut, ihr Himmel, von oben.
℞ Die Erde tue sich auf und bringe Heil.


Benedictus VI
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn Er hat besucht und erlöst Sein Volk
und hat uns erweckt eine Macht des Heiles *
im Hause Seines Dieners David;
wie Er geredet hat von Ewigkeit her *
durch den Mund Seiner heiligen Propheten,
uns zu erretten von unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;
Sich unsrer Väter zu erbarmen, /
zu gedenken Seines heiligen Bundes, *
des Eides, geschworen unserm Vater Abraham;
uns zu geben, dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, *
Ihm dienen ohne Furcht
in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor Seinen Augen unser Leben lang.
Und du, Kind, wirst genannt „Prophet des Höchsten”, /
denn du wirst dem Herrn vorangehn, *
zu bereiten Seinen Weg,
Seinem Volk zu bringen Erkenntnis des Heils *
in der Vergebung ihrer Sünden;
durch das herzliche Erbarmen unseres Gottes *
besucht uns das aufgehende Licht aus der Höhe,
denen zu leuchten, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, *
und unsre Füße zu richten auf den Weg des Friedens. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Zu Christus, der gestorben ist, um uns von der Macht des Bösen zu erlösen, zu Ihm, der bis zuletzt Trauernde getröstet hat - rufen wir:
Du hast den bitteren Tod am Kreuz auf Dich genommen. Gedenke unser in Deinem Reich. - Wende unser Geschick, die wir durch unsere Eigensucht von Gott getrennt sind, und öffne uns die Tür zum Vater. Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.
Wo wir zu versagen drohen, sieh uns an, dass wir Dich nicht verleugnen. - Wer ein Kreuz zu tragen hat, den lass erkennen, dass es zum Heile dient. Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.
Wandle das Weinen der Niedergeschlagenen in Zuversicht; gib den Leidenden Geduld und Kraft. - Die Vertriebenen, Verbannten und Geflohenen lass in ihre Heimat zurückkehren. Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.
Höre das Seufzen der Sterbenden, sei bei ihnen in ihrer letzten Stunde, dass sie ihren Geist in Gottes Hand befehlen. - Die als Märtyrer Dir treu sind bis in den Tod, lass die Krone des Lebens empfangen. Wir rufen:
Herr, erbarme Dich.
Allmächtiger Gott, Du hast Nikolaus von Myra zu einem bleibenden Beispiel für die Menschenfreundlichkeit gemacht, die von Dir ausgeht. Gib, dass es in Deiner Kirche niemals fehle am Einsatz für das Glück der Kinder, für die Sicherheit aller, die gefährdet sind, an Fürsorge für die Armen und an Hilfe für jene, die bedrängt werden von Versuchungen durch Zweifel, Kummer und Not. Das bitten wir um der Liebe Jesu Christi willen.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige. Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Sext
Vesper
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