Montag – 2. November 2026
22. SONNTAG NACH TRINITATIS
In Gottes Schuld
Laudes / Morgengebet



Psalm 5 I
Höre auf meine Worte, Herr, *
achte doch auf mein Seufzen!
Vernimm mein Schreien, / mein König und mein Gott, *
denn zu Dir will ich beten.
Herr, am Morgen hörst Du mein Rufen, / am Morgen trete ich vor Dich *
und halte Ausschau nach Dir.
Und ich – dank Deiner großen Güte – *
eintreten darf ich in Dein Haus,
anbeten in Deinem heiligen Tempel *
in Ehrfurcht vor Dir.
Freuen sollen sich alle, die Dir vertraun, *
auf ewig sollen sie Dich rühmen.
Beschirme sie, lass jauchzen in Dir, *
die Deinen Namen lieben!
Denn den Gerechten segnest Du, Herr, *
wie mit einem Schild deckst Du ihn mit Gnade. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 71 A II
Bei Dir, Herr, habe ich mich geborgen, *
lass mich nicht zuschanden werden in Ewigkeit.
In Deiner Gerechtigkeit reiß mich heraus und befreie mich, *
neige Dein Ohr zu mir und rette mich.
Sei mir ein bergender Fels, *
zu dem ich immer kommen kann.
Du hast zugesagt, mir zu helfen, *
denn Du bist mein Fels und meine Feste.
Mein Gott, rette mich aus der Hand des Frevlers, *
aus der Hand des Gewalttäters und Bedrückers!
Denn Du bist meine Hoffnung, Herr, *
Herr, meine Zuversicht von Jugend an.
Auf Dich stütze ich mich von Mutterleib an, / Du bist von Mutterschoß an mein Helfer, *
Dir gilt immerdar mein Lobgesang.
Ein Zeichen bin ich für viele, *
denn Du bist meine starke Zuflucht.
Mein Mund sei voll Deines Ruhmes, *
voll Deines Preises den ganzen Tag.
Verwirf mich nicht zur Zeit des Alters, *
wenn meine Kraft schwindet, verlass mich nicht.
Denn es reden über mich meine Feinde, *
die auf mich lauern, halten miteinander Rat,
sie sprechen: „Gott hat ihn verlassen, / jagt ihm nach und ergreift ihn, *
denn da ist kein Retter.”
O Herr, sei nicht fern von mir, *
eile, mein Gott, mir zur Hilfe! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 143 II
Herr, höre mein Beten, *
vernimm mein Flehen!
Gib mir Antwort in Deiner Treue, *
in Deiner Gerechtigkeit!
Geh nicht ins Gericht mit mir, *
keiner, der lebt, ist vor Dir gerecht.
Denn der Feind verfolgt mich, *
er tritt mein Leben zu Boden,
lässt mich wohnen in Finsternis *
gleich denen, die tot sind für ewig.
Und mein Geist verzagt in mir, *
das Herz erstarrt mir in der Brust.
Ich gedenke der Tage von einst, / sinne nach über all Deine Taten, *
das Werk Deiner Hände will ich erwägen.
Ich breite zu Dir meine Hände aus, *
meine Seele dürstet nach Dir wie dürres Land. (+)
Herr, antworte mir bald, *
mein Geist hat sich verzehrt.
Verbirg nicht vor mir Dein Angesicht, *
sonst gleiche ich denen, die in die Grube fahrn.
Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, *
denn auf Dich setze ich mein Vertrauen.
Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; *
denn zu Dir erhebe ich meine Seele.
Rette mich, Herr, vor meinen Feinden, *
zu Dir nehme ich meine Zuflucht.
Um Deines Namens willen, Herr, gib mir Leben,*
in Deiner Gerechtigkeit führ mich aus der Not.
Lehre mich tun nach Deinem Willen, *
denn Du bist mein Gott;
Dein guter Geist möge mich leiten *
auf ebenem Land. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

(2. Mose 32,1-6)Als {aber} das Volk sah, dass Mose ausblieb und nicht wieder von dem Berge herabkam, sammelte es sich gegen Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Götter, die vor uns hergehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus Ägyptenland geführt hat. Aaron sprach zu ihnen: Reißt ab die goldenen Ohrringe an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne und eurer Töchter und bringt sie zu mir. Da riss alles Volk sich die goldenen Ohrringe von den Ohren und brachte sie zu Aaron. Und er nahm sie von ihren Händen und formte das Gold und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägyptenland geführt haben! Als das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist des Herrn Fest. Und sie standen früh am Morgen auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer dar. Danach setzte sich das Volk, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um ihre Lust zu treiben. (2. Mose 32,1-6)


Du Licht des Himmels, großer Gott,
der ausgespannt das Sternenzelt
und der es hält mit starker Hand,
Du sendest Licht in unsre Welt.
Die Morgenröte zieht herauf
und überstrahlt das Sternenheer,
der graue Nebel löst sich auf,
Tau netzt die Erde segensschwer.
Das Reich der Schatten weicht zurück,
das Tageslicht nimmt seinen Lauf,
und strahlend, gleich dem Morgenstern,
weckt Christus uns vom Schlafe auf.
Du, Christus, bist der helle Tag,
das Licht, dem unser Licht entspringt,
Gott, der mit Seiner Allmacht Kraft
die tote Welt zum Leben bringt.
Erlöser, der ins Licht uns führt
und aller Finsternis entreißt,
Dich preisen wir im Morgenlied
mit Gott dem Vater und dem Geist. Amen.
Ꝟ Fülle uns früh mit deiner Gnade,
℞ so wollen wir rühmen und fröhlich sein.


Benedictus II
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn Er hat besucht und erlöst Sein Volk
und hat uns erweckt eine Macht des Heiles *
im Hause Seines Dieners David;
wie Er geredet hat von Ewigkeit her *
durch den Mund Seiner heiligen Propheten,
uns zu erretten von unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;
Sich unsrer Väter zu erbarmen, / zu gedenken Seines heiligen Bundes, *
des Eides, geschworen unserm Vater Abraham;
uns zu geben, dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, *
Ihm dienen ohne Furcht
in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor Seinen Augen unser Leben lang.
Und du, Kind, wirst genannt „Prophet des Höchsten”, / denn du wirst dem Herrn vorangehn, *
zu bereiten Seinen Weg,
Seinem Volk zu bringen Erkenntnis des Heils *
in der Vergebung ihrer Sünden;
durch das herzliche Erbarmen unseres Gottes *
besucht uns das aufgehende Licht aus der Höhe,
denen zu leuchten, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, *
und unsre Füße zu richten auf den Weg des Friedens. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Herr, unser Gott, Du König des Lebens. Da aufs neue beginnt die Arbeit der Woche mit ihren Mühen und Sorgen, mit ihrer Herausforderung und Versuchung: Hilf, dass wir Dir dienen in allem, was wir beginnen. Wir rufen Dich an:
Komm Deinem Volk zu Hilfe.
Führe uns auf rechter Straße; lass uns sichere Schritte tun. Lehre uns tun, was zu unserem Heil dient. Hilf uns lassen, was Dir missfällt. Segne unser Werk. Gib uns Frucht, die bleibt. Wir rufen Dich an:
Komm Deinem Volk zu Hilfe.
Wir bitten Dich, Herr, für alle, die mit uns arbeiten und sich mühen, Deinen Willen zu tun: Weise ihnen Deinen Weg und stärke sie durch Deine Kraft. Wir rufen Dich an:
Komm Deinem Volk zu Hilfe.
Wir bitten Dich für alle, die leiden unter Misserfolgen und Fehlschlägen: Richte sie auf und hilf ihnen, dass sie nicht müde werden, sondern in getroster Zuversicht auf Dich blicken. Hol die Verirrten zurück und zeige uns allen den Weg, den wir gehen sollen. Wir rufen Dich an:
Komm Deinem Volk zu Hilfe.
Stilles Gebet
Schöpfer der Welt. Den Menschen hast Du beauftragt, mit seiner Arbeit die Erde zu bebauen und zu bewahren. Erhalte uns die Möglichkeit, etwas Gewinnbringendes für uns und für andere zu tun, und hilf, dass Gerechtigkeit und Menschlichkeit unsere Geschäfte, die Betriebe und alle wirtschaftlichen Beziehungen bestimmen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, den Herrn unseres Lebens.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott,
der Allmächtige und Barmherzige,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Sext
Vesper
Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de
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