Donnerstag – 29. Oktober 2026
21. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die geistliche Waffenrüstung
Laudes / Morgengebet



Psalm 63 VI
Gott, Du mein Gott, Dich suche ich, *
nach Dir dürstet meine Seele.
Nach Dir schmachtet mein Leib *
wie lechzendes und dürres Land.
So schaue ich aus nach Dir im Heiligtum, *
Deine Macht und Deine Herrlichkeit zu sehn.
Denn Deine Güte ist besser als Leben; *
darum sollen Dich preisen meine Lippen.
So will ich Dich loben mein Leben lang, *
in Deinem Namen die Hände erheben.
Wie von Milch und Honig wird meine Seele satt, *
mit jubelnden Lippen singt mein Mund.
Wenn ich Deiner gedenke auf meinem Lager, *
so wache ich nachts und sage zu Dir:
„Ja, Du wurdest mir zum Helfer, *
im Schatten Deiner Flügel bin ich froh.”
An Dir hängt meine Seele, *
Deine Rechte hält mich. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 125 VIII
Die dem Herrn vertraun, sind wie der Zion, *
der nicht wankt, der ewig besteht.
Jerusalem ist umgeben von Bergen, *
so umhegt der Herr Sein Volk.
Denn das frevle Zepter wird nicht lasten *
auf dem Erbteil der Gerechten,
dass nicht ausstrecken die Gerechten *
ihre Hände zum Unrecht.
Herr, tu Gutes den Guten *
und den redlichen Herzen.
Die aber abbiegen auf krumme Wege, / lasse der Herr gehn mit den Frevlern. *
Friede über Israel! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 37 C II
Lass ab vom Bösen und tu Gutes, *
so bleibst du wohnen für immer.
Denn der Herr liebt das Recht, *
verlässt nicht, die Ihm treu sind.
Böse vertilgt Er für immer, *
vernichtet die Kinder der Frevler.
Die Gerechten aber erben das Land *
und wohnen darin für alle Zeit. (+)
Der Mund des Gerechten spricht Weisheit, *
seine Zunge redet, was recht ist.
Gottes Weisung hat er im Herzen, *
seine Schritte werden nicht wanken.
Der Frevler lauert dem Gerechten auf *
und sucht, ihn zu töten.
Doch der Herr überlässt ihn nicht seiner Hand, *
verdammt ihn nicht im Gericht.
Setz deine Hoffnung auf den Herrn *
und bewahre Seinen Weg:
Er erhöht dich zum Erben des Landes, *
du siehst, wie der Frevler vertilgt wird. (+)
Ich sah einen Frevler voller Gewalttat, *
hochgereckt wie eine grünende Zeder.
Ich ging vorüber – er war verschwunden, *
ich suchte ihn – er war nicht zu finden.
Schau auf den Frommen und sieh den Redlichen, *
denn Zukunft hat der Mensch des Friedens.
Doch Abtrünnige werden alle vertilgt, *
und Frevler haben keine Zukunft.
Die Hilfe der Gerechten kommt vom Herrn, *
Er ist ihr Schutz in der Zeit der Not.
Der Herr hilft ihnen und rettet sie. / Er rettet vor Frevlern und hilft ihnen: *
denn sie haben Zuflucht gefunden bei Ihm! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

(2. Kor 6,1-10)Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfangt. Denn Er spricht: »Ich habe dich zur willkommenen Zeit erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.« Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils! Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit dieser Dienst nicht verlästert werde; sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten, in Schlägen, in Gefängnissen, in Aufruhr, in Mühen, im Wachen, im Fasten, in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken, in Ehre und Schande; in bösen Gerüchten und guten Gerüchten, als Verführer und doch wahrhaftig; als die Unbekannten und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht getötet; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben. (2. Kor 6,1-10)


Dein Wort, Herr, führt den Tag herauf,
treibt fort die Finsternis der Nacht,
und was im Schlaf versunken war,
steht auf in Deiner Gnade Kraft.
Du zeigst uns neu Dein Angesicht
und neigst Dich über alle Not.
Durch Christi Sterben sind wir Dein
und leben durch den Tod am Kreuz.
Und Christus wird uns Brot und Wein,
Er nimmt den Hunger, stillt den Durst.
In Seiner Liebe sättigt Er
den ganzen Menschen, Leib und Geist.
Dich, Vater, loben Zeit und Welt
mit Deinem vielgeliebten Sohn
im Heil'gen Geist, der alle führt
zur Freude in die Ewigkeit. Amen.
Ꝟ Fülle uns früh mit deiner Gnade,
℞ so wollen wir rühmen und fröhlich sein.


Benedictus VI
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn Er hat besucht und erlöst Sein Volk
und hat uns erweckt eine Macht des Heiles *
im Hause Seines Dieners David;
wie Er geredet hat von Ewigkeit her *
durch den Mund Seiner heiligen Propheten,
uns zu erretten von unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;
Sich unsrer Väter zu erbarmen, / zu gedenken Seines heiligen Bundes, *
des Eides, geschworen unserm Vater Abraham;
uns zu geben, dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, *
Ihm dienen ohne Furcht
in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor Seinen Augen unser Leben lang.
Und du, Kind, wirst genannt „Prophet des Höchsten”, / denn du wirst dem Herrn vorangehn, *
zu bereiten Seinen Weg,
Seinem Volk zu bringen Erkenntnis des Heils *
in der Vergebung ihrer Sünden;
durch das herzliche Erbarmen unseres Gottes *
besucht uns das aufgehende Licht aus der Höhe,
denen zu leuchten, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, *
und unsre Füße zu richten auf den Weg des Friedens. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Gott, Vater aller Menschen, Du sammelst, die an Dich glauben, in der einen weltweiten, für alle Menschen offenen Kirche; wir freuen uns, dass wir zu ihr gehören.
Hilf uns, das Leben zu teilen mit Bekannten und Unbekannten, mit Fremden und Freunden, mit den Menschen, die Du uns besonders anvertraust. Verbinde uns miteinander in lebendigem Glauben, in geduldiger Liebe, in unbeirrbarer Hoffnung.
Wir bitten Dich für unsere Gemeinde, für unsere Kirche und für die ganze Christenheit. Wir bitten Dich für die Männer und Frauen, die besondere Aufgaben unter uns wahrnehmen, dass sie mit uns verbunden bleiben im gemeinsamen Dienst, getragen als Brüder und Schwestern.
Stilles Gebet
Herr Jesus Christus. In Deinem Sterben und Auferstehen ist die Kirche begründet: ein Haus aus Licht, von Menschen, die in Dir leben. Wir bitten Dich um das Wirken Deines Geistes: Lehre uns, Dein Wort aufzunehmen und zu bewahren und zur Gemeinschaft an Deinem Tisch vereint zu werden, damit die Welt glaube. Du bist der Lebendige mit dem Vater und dem Heiligen Geist, jetzt und in Ewigkeit.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott,
der Allmächtige und Barmherzige,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Sext
Vesper
Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de
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