Samstag – 19. September 2026
15. SONNTAG NACH TRINITATIS
Irdische Güter
Laudes / Morgengebet



Psalm 102 B II
Der Herr schaut von seiner heiligen Höhe *
und sieht vom Himmel herab auf die Erde
zu hören das Seufzen der Gefangenen *
und zu befreien die Kinder des Todes.
Dann wird man in Zion verkünden den Namen des Herrn, *
Sein Lob in Jerusalem,
wenn sich die Völker alle versammeln, *
die Königreiche, dem Herrn zu dienen. (+)
Gebeugt auf dem Weg ist meine Kraft, *
verkürzt sind meine Tage.
Ich sage: „Mein Gott, / nimm mich nicht weg in der Mitte meiner Tage! *
Deine Jahre währen von Geschlecht zu Geschlecht.
Vor Zeiten hast Du die Erde gegründet, *
und der Himmel ist das Werk Deiner Hände.
Sie werden vergehn, doch Du wirst bleiben, *
sie alle zerfallen wie ein Gewand.
Du wechselst sie wie ein Kleid, *
und sie gehen dahin.
Du aber bleibst, der Du bist, *
Deine Jahre enden nie.
Die Kinder Deiner Knechte bleiben wohnen, *
ihre Nachkommen bleiben vor Dir bestehn.” +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 49 II
Was soll ich mich fürchten an bösen Tagen, *
wenn mich der Frevel von Betrügern umgibt,
die auf ihr Vermögen vertrauen, *
ihres großen Reichtums sich rühmen?
Doch loskaufen kann sich keiner, *
noch Gott ein Lösegeld zahlen,
zu hoch ist der Preis für sein Leben, *
er muss es aufgeben für immer –,
dass er auf ewig weiterlebt, *
dass er niemals die Grube schaut.
Man sieht ja: Weise müssen sterben, / Tor und Narr kommen zusammen um *
und hinterlassen andern ihr Gut.
Gräber sind ihre Wohnstatt für immer, / ihre Häuser von Geschlecht zu Geschlecht, *
ob sie auch Länder ihr eigen genannt.
Der Mensch in seiner Pracht – er bleibt nicht, *
er gleicht dem Vieh, das vertilgt wird. +


Fürchte dich nicht, wenn einer reich wird, *
wenn der Glanz seines Hauses sich mehrt.
Denn im Tod nimmt er das alles nicht mit, *
seine Herrlichkeit folgt ihm nicht hinab.
Mag er auch das Leben genießen *
und sich preisen, dass es ihm gut geht,
er muss doch zum Geschlecht seiner Väter, *
die das Licht nicht sehen auf ewig.
Der Mensch in seiner Pracht, er bedenkt nicht, *
dass er dem Vieh gleicht, das vertilgt wird. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 37 A II
Ereifre dich nicht über die Bösen, *
zürne nicht denen, die Unrecht tun.
Denn wie Gras verdorren sie schnell, *
verwelken wie grünes Kraut.
Vertrau dem Herrn und tu das Gute, *
wohne im Land und bewahre die Treue.
Hab deine Lust am Herrn, *
was dein Herz wünscht, wird Er dir geben.
Befiehl dem Herrn deinen Weg *
und vertrau auf Ihn, Er wird es tun.
Er läßt deine Wahrheit aufgehn wie das Licht,*
dein Recht wie die Helle des Mittags. (+)
Der Herr festigt die Schritte des Mannes, *
und hat Gefallen an seinem Weg.
Kommt er zu Fall, so stürzt er nicht, *
denn der Herr stützt seine Hand.
Ich war jung – und jetzt bin ich alt, / sah nie den Gerechten verlassen, *
auch nicht seine Kinder betteln um Brot.
Alle Tage ist er barmherzig und leiht, *
seine Nachkommen werden zum Segen. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

(Mk 12,41-44){Und} Jesus setzte Sich dem Gotteskasten gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller. Und Er rief Seine Jünger zu Sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, Ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte. (Mk 12,41-44)


Die Nacht ist vergangen,
wir schauen erwartend den steigenden Tag
und grüßen Dich, Christus.
[Die folgende Strophe steht nicht im Ev. Tagzeitenbuch!]
Schon lockt uns die Taube,
wir horchen, verlangend zu folgen dem Ruf
des Kyrios Christus.
Die Nebel entweichen
im Glanze der strahlenden Klarheit und Kraft
des kommenden Christus.
Wir loben den Vater
und preisen im Geiste die Sonne des Heils:
den herrlichen Christus. Amen.
Ꝟ Fülle uns früh mit deiner Gnade,
℞ so wollen wir rühmen und fröhlich sein.


Benedictus VI
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn Er hat besucht und erlöst Sein Volk
und hat uns erweckt eine Macht des Heiles *
im Hause Seines Dieners David;
wie Er geredet hat von Ewigkeit her *
durch den Mund Seiner heiligen Propheten,
uns zu erretten von unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;
Sich unsrer Väter zu erbarmen, / zu gedenken Seines heiligen Bundes, *
des Eides, geschworen unserm Vater Abraham;
uns zu geben, dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, *
Ihm dienen ohne Furcht
in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor Seinen Augen unser Leben lang.
Und du, Kind, wirst genannt „Prophet des Höchsten”, / denn du wirst dem Herrn vorangehn, *
zu bereiten Seinen Weg,
Seinem Volk zu bringen Erkenntnis des Heils *
in der Vergebung ihrer Sünden;
durch das herzliche Erbarmen unseres Gottes *
besucht uns das aufgehende Licht aus der Höhe,
denen zu leuchten, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, *
und unsre Füße zu richten auf den Weg des Friedens. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Gott, unser Vater. Du hast uns Ruhe verheißen. Ein Leben lang sind wir unterwegs voll Sehnsucht nach Ruhe und machen uns doch viel vergebliche Unruhe. Du hast uns zu Dir hin geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir.
Wir bitten Dich: Lass uns Ruhe finden für Leib und Seele, heute abend, hin und wieder, wenn wir es nötig haben, und einmal für immer.
Wir denken an die Menschen, die Ruhe besonders nötig haben, an die Überforderten und Überarbeiteten, an die körperlich und seelisch Kranken. Hilf, Ruhe, Geduld und Zuversicht in ihr Leben zu bringen.
Stilles Gebet
Gott, Du Lenker aller Zeit und Welt. Du bist für uns da, und das verwandelt die dahinfließende Zeit in ein erhebendes Jetzt und Hier, immer festlich und erwartungsvoll, in den Anfang Deines ewigen Tages. Doch wir erfahren gestundete Zeit, die uns gesetzte Frist läuft ab, und beim Warten dehnt sich uns die Zeit in unendliche Länge. Halte Du, Gott, uns fest in der Flüchtigkeit dieser Erdenzeit. Lehre uns Morgen, Mittag und Abend zu schätzen, den Sonntag, die Woche, das Jahr in neuer Wiederkehr. Unsere Zeit steht in Deinen Händen, Herr.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott,
der Allmächtige und Barmherzige,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Sext
Vesper
Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de
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