Samstag – 6. Juli 2025
5. SONNTAG NACH TRINITATIS
Der rettende Ruf
Laudes / Morgengebet
Herr, tu meine Lippen auf,
dass mein Mund Deinen Ruhm verkündige.
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.


Psalm 102 B II
Der Herr schaut von seiner heiligen Höhe *
und sieht vom Himmel herab auf die Erde
zu hören das Seufzen der Gefangenen *
und zu befreien die Kinder des Todes.
Dann wird man in Zion verkünden den Namen des Herrn, *
Sein Lob in Jerusalem,
wenn sich die Völker alle versammeln, *
die Königreiche, dem Herrn zu dienen. (+)
Gebeugt auf dem Weg ist meine Kraft, *
verkürzt sind meine Tage.
Ich sage: „Mein Gott, /
nimm mich nicht weg in der Mitte meiner Tage! *
Deine Jahre währen von Geschlecht zu Geschlecht.
Vor Zeiten hast Du die Erde gegründet, *
und der Himmel ist das Werk Deiner Hände.
Sie werden vergehn, doch Du wirst bleiben, *
sie alle zerfallen wie ein Gewand.
Du wechselst sie wie ein Kleid, *
und sie gehen dahin.
Du aber bleibst, der Du bist, *
Deine Jahre enden nie.
Die Kinder Deiner Knechte bleiben wohnen, *
ihre Nachkommen bleiben vor Dir bestehn.” +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 61 VI
Höre, Gott, mein Flehen, *
merke auf mein Beten!
Vom Ende der Erde, /
von da ruf ich zu Dir, *
weil mein Herz verzagt ist:
Führe mich auf den Fels, *
der für mich zu hoch ist.
Denn Du bist meine Zuflucht, *
ein starker Turm vor dem Feind.
Ewig lass mich Gast sein in Deinem Zelt, *
mich bergen im Schatten Deiner Flügel.
Denn Du, Gott,
hast gehört auf meine Gelübde, *
Du gibst teil denen,
die Deinen Namen fürchten.
Füge den Tagen des Königs viele hinzu, *
viele Jahre durch alle Geschlechter!
Er throne ewig vor Gottes Angesicht, *
Güte und Treue mögen ihn behüten!
So will ich Deinem Namen singen immerdar, *
mein Gelübde erfüllen Tag für Tag. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 73 III
Gewiss – voll Güte ist Gott gegen Israel, *
zu allen, die reinen Herzens sind.
Ich aber – fast wäre mein Fuß gestrauchelt, *
beinahe wäre mein Tritt geglitten.
Denn ich habe die Prahler beneidet, *
als ich sah, wie es den Frevlern gut geht.
Ja, ich hielt mein Herz umsonst rein, *
wusch meine Hände in Unschuld,
war doch geplagt den ganzen Tag, *
gezüchtigt an jedem Morgen. +

Dennoch bleibe ich beständig bei Dir, *
Du hast meine rechte Hand gefasst.
Du leitest mich nach Deinem Rat, *
nimmst mich hernach in Ehren auf.
Wen habe ich sonst im Himmel, *
bin ich bei Dir, begehre ich nichts auf Erden.
Verschmachten mein Leib und mein Herz: *
ist doch Gott mein Fels und mein Teil auf ewig.
Ja, Gottes Nähe ist mir ein köstliches Gut, /
ich setzte auf Gott, den Herrn, mein Vertrauen, *
dass ich erzähle all Deine Taten. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Morgenlesung:
Gerühmt muss werden; wenn es auch nichts nützt, so will ich doch kommen auf die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Christus; vor vierzehn Jahren - ist er im Leib gewesen? Ich weiß es nicht; oder ist er außer dem Leib gewesen? Ich weiß es nicht; Gott weiß es -, da wurde derselbe entrückt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselben Menschen - ob er im Leib oder außer dem Leib gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es -, der wurde entrückt in das Paradies und hörte unaussprechliche Worte, die kein Mensch sagen kann. Für denselben will ich mich rühmen; für mich selbst aber will ich mich nicht rühmen, außer meiner Schwachheit. Denn wenn ich mich rühmen wollte, wäre ich kein Narr; denn ich würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit nicht jemand mich höher achte, als er an mir sieht oder von mir hört. Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, dass er von mir weiche. Und Er hat zu mir gesagt: Lass dir an Meiner Gnade genügen; denn Meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne. Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark. (2. Kor 12,1-10)


Die Nacht ist vergangen,
wir schauen erwartend den steigenden Tag
und grüßen Dich, Christus.
Die Nebel entweichen
im Glanze der strahlenden Klarheit und Kraft
des kommenden Christus.
Wir loben den Vater
und preisen im Geiste die Sonne des Heils:
den herrlichen Christus. Amen.
Ꝟ Fülle uns früh mit deiner Gnade,
℞ so wollen wir rühmen und fröhlich sein.


Benedictus III
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn Er hat besucht und erlöst Sein Volk
und hat uns erweckt eine Macht des Heiles *
im Hause Seines Dieners David;
wie Er geredet hat von Ewigkeit her *
durch den Mund Seiner heiligen Propheten,
uns zu erretten von unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;
Sich unsrer Väter zu erbarmen, /
zu gedenken Seines heiligen Bundes, *
des Eides, geschworen unserm Vater Abraham;
uns zu geben, dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, *
Ihm dienen ohne Furcht
in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor Seinen Augen unser Leben lang.
Und du, Kind, wirst genannt „Prophet des Höchsten”, /
denn du wirst dem Herrn vorangehn, *
zu bereiten Seinen Weg,
Seinem Volk zu bringen Erkenntnis des Heils *
in der Vergebung ihrer Sünden;
durch das herzliche Erbarmen unseres Gottes *
besucht uns das aufgehende Licht aus der Höhe,
denen zu leuchten, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, *
und unsre Füße zu richten auf den Weg des Friedens. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Gott im Himmel, ewig, gnädig und gütig. Du bleibst, wie Du bist und Deine Jahre nehmen kein Ende. Unsere Zeit aber flieht dahin wie ein Schatten, und wir vergehen. Dir vertrauen wir und rufen:
Gott, zeige Dein Erbarmen.
Wir bitten Dich: Behüte uns vor einem angstvollen Tod und beschere uns, wenn unsere letzte Stunde kommt, ein sanftes, seliges Ende. Und wenn Dein Sohn erscheint zum Jüngsten Gericht, so lass uns in den Schrecken der Tage nicht vergehen, sondern hilf, dass wir beharren bis ans Ende und eingehen zu Deinem Frieden. Dir vertrauen wir und rufen:
Gott, zeige Dein Erbarmen.
Wir bitten Dich für alle, die in Christus entschlafen sind. Vollende Dein Werk an ihnen in Ewigkeit. Wir bitten Dich für alle Sterbenden. Lass sie Deine Gnade finden. Schütze sie gegen alle List des Feindes und stärke sie in der Kraft der Auferstehung Christi. Dir vertrauen wir und rufen:
Gott, zeige Dein Erbarmen.
Wir bitten Dich für alle Einsamen und Verlassenen, für alle Mühseligen und Beladenen, für alle Verbitterten und Verzagten. Erfülle sie mit ewiger Hoffnung und hilf ihnen, getrost zu warten auf Deinen Tag. Dir vertrauen wir und rufen:
Gott, zeige Dein Erbarmen.
Gott des Erbarmens. Was kein Auge geschaut und kein Ohr gehört hat, das hast Du denen bereitet, die Dich lieben. Gib uns ein Herz, das Dich in allem und über alles liebt. Lass uns den Reichtum Deiner Verheißung erlangen, die alles übersteigt, was wir ersehnen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige. Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Sext
Vesper
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