Sonntag – 6. April 2025
JUDICA
Das Lamm Gottes
Laudes / Morgengebet
Herr, tu meine Lippen auf,
dass mein Mund Deinen Ruhm verkündige.
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.


Psalm 118 B VII
Tut mir auf das Tor der Gerechtigkeit, *
ich will einziehen, dem Herrn zu danken.
Das Tor des Herrn ist dies, *
hier dürfen Gerechte einziehn.
Ich danke Dir, Du gabst mir Antwort, *
und Du wurdest mein Retter.
Der Stein, den die Bauleute verwarfen. *
der ist zum Eckstein geworden.
Das ist vom Herrn geschehen, *
ein Wunder vor unsern Augen.
Dies ist der Tag, den der Herr macht, *
lasst uns jubeln und an ihm uns freuen.
Hilf doch, o Herr! *
O Herr, lass gelingen!
Gelobt sei, der einzieht im Namen des Herrn! *
Wir segnen euch vom Haus des Herrn her.
Der Herr, Er ist Gott, *
Er erleuchte uns!
Schlingt Bänder zum festlichen Reigen *
bis an die Hörner des Altars.
Du bist mein Gott, Dir will ich danken, *
mein Gott, Dich will ich preisen!
Dankt dem Herrn, denn Er ist freundlich, *
ja, Seine Güte währt ewig. +



Psalm 86 B II
Ich danke Dir, Herr, von ganzem Herzen *
und ehre Deinen Namen in Ewigkeit.
Denn groß über mir ist Deine Güte, *
Du entreißt mich der Tiefe des Totenreichs.
O Gott, Vermessene stehen gegen mich auf, *
eine Schar von Gewalttätern fordert mein Leben.
Du aber, Herr,
bist ein Gott, barmherzig und gnädig, *
langmütig und reich an Güte und Treue.
Wende Dich zu mir und sei mir gnädig, /
gib Deinem Knecht Deine Stärke, *
hilf dem Sohn Deiner Magd!
Wirke an mir ein Zeichen zum Heil! /
Die mich hassen, sollen beschämt sehn, *
wie Du, Herr, mir hilfst und mich tröstest. +



Psalm 43 I
Gott, schaffe mir Recht, *
führe meine Sache!
Vor einem treulosen Volk, /
vor Menschen des Trugs und Unrechts, *
vor ihnen mögest Du mich retten!
Denn Du bist mein Gott, meine Zuflucht, *
warum verstößt Du mich?
Warum muß ich traurig umhergehn, *
wenn mich mein Feind bedrängt?
Sende Dein Licht und Deine Treue, *
sie mögen mich leiten,
mich bringen zu Deinem heiligen Berg *
und zu Deinen Wohnungen:
So trete ich hin zum Altare Gottes, *
zu Gott, der meine Freude ist,
und werde Dir danken zur Harfe, *
Dich preisen, Herr, mein Gott! (+)
Was bist du betrübt, meine Seele *
und so unruhig in mir?
Harre auf Gott; /
denn ich werde Ihm noch danken, *
der meines Angesichts Hilfe
und mein Gott ist. +

Alttestamentliche Lesung:
Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Und Er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den Ich dir sagen werde. Da stand Abraham früh am Morgen auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, von dem ihm Gott gesagt hatte. Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die Stätte von ferne. Und Abraham sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich und der Knabe wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand; und gingen die beiden miteinander. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird Sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander. Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete. Da rief ihn der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß Ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um Meinetwillen. Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich im Gestrüpp mit seinen Hörnern hängen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes statt. Und Abraham nannte die Stätte »Der HERR sieht«. Daher man noch heute sagt: Auf dem Berge, da der HERR Sich sehen lässt.
[Und der Engel des HERRN rief Abraham abermals vom Himmel her und sprach: Ich habe bei Mir selbst geschworen, spricht der HERR: Weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont, will Ich dich segnen und deine Nachkommen mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres, und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen; und durch deine Nachkommen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du Meiner Stimme gehorcht hast. So kehrte Abraham zurück zu seinen Knechten. Und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerscheba und Abraham blieb daselbst.] (1. Mose 22,1-14(15-19))
Epistellesung:
{Denn} jeder Hohepriester, der von den Menschen genommen wird, der wird eingesetzt für die Menschen zum Dienst vor Gott, damit er Gaben und Opfer darbringe für die Sünden. Er kann mitfühlen mit denen, die unwissend sind und irren, weil er auch selber Schwachheit an sich trägt. Darum muss er, wie für das Volk, so auch für sich selbst opfern für die Sünden. Und niemand nimmt sich selbst diese Würde, sondern er wird von Gott berufen wie auch Aaron. So hat auch Christus Sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu Ihm gesagt hat: »Du bist Mein Sohn, heute habe Ich Dich gezeugt.« Wie Er auch an anderer Stelle spricht: »Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.«]
Und Er hat in den Tagen Seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der Ihn aus dem Tod erretten konnte; und Er ist erhört worden, weil Er Gott in Ehren hielt. So hat Er, obwohl Er der Sohn war, doch an dem, was Er litt, Gehorsam gelernt. Und da Er vollendet war, ist Er für alle, die Ihm gehorsam sind, der Urheber der ewigen Seligkeit geworden,
[von Gott genannt ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.] (Hebr 5,(1-6)7-9(10))
Evangeliumslesung:
Da gingen zu Jesus {Ihm} Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sprachen zu Ihm: Meister, wir wollen, dass Du für uns tust, was wir Dich bitten werden. Er sprach zu ihnen: Was wollt ihr, dass Ich für euch tue? Sie sprachen zu Ihm: Gib uns, dass wir sitzen einer zu Deiner Rechten und einer zu Deiner Linken in Deiner Herrlichkeit. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den Ich trinke, oder euch taufen lassen mit der Taufe, mit der Ich getauft werde? Sie sprachen zu Ihm: Ja, das können wir. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr werdet zwar den Kelch trinken, den Ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, mit der Ich getauft werde; zu sitzen aber zu Meiner Rechten oder zu Meiner Linken, das zu geben steht Mir nicht zu, sondern das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist. Und als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie zu Sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass Er sich dienen lasse, sondern dass Er diene und Sein Leben gebe als Lösegeld für viele. (Mk 10,35-45)


Nun lass uns neu beginnen, Herr,
an diesem Tag, der vor uns liegt.
Gib uns den Mut, dass unverzagt
wir Dich bezeugen in der Welt.
Wenn wir als Toren vor der Welt
im Zeichen Deines Kreuzes stehn,
hilf uns erkennen, Jesus Christ,
dass wir Dir folgen auf dem Weg.
Schenk uns den Glauben, dass Du wirkst
in unsrer Schwachheit, unsrer Not,
gib, Vater, uns im Sohn den Geist
und neue Hoffnung auf Dein Reich. Amen.
Ꝟ Christus erduldete das Kreuz
℞ und achtete die Schande gering.


Benedictus II
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn Er hat besucht und erlöst Sein Volk
und hat uns erweckt eine Macht des Heiles *
im Hause Seines Dieners David;
wie Er geredet hat von Ewigkeit her *
durch den Mund Seiner heiligen Propheten,
uns zu erretten von unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;
Sich unsrer Väter zu erbarmen, /
zu gedenken Seines heiligen Bundes, *
des Eides, geschworen unserm Vater Abraham;
uns zu geben,
dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, *
Ihm dienen ohne Furcht
in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor Seinen Augen unser Leben lang.
Und du, Kind, wirst genannt „Prophet des Höchsten”, /
denn du wirst dem Herrn vorangehn, *
zu bereiten Seinen Weg,
Seinem Volk zu bringen Erkenntnis des Heils *
in der Vergebung ihrer Sünden;
durch das herzliche Erbarmen unseres Gottes *
besucht uns das aufgehende Licht aus der Höhe,
denen zu leuchten, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, *
und unsre Füße zu richten auf den Weg des Friedens. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Beten wir mit Dank an diesem Tag, da Gott das Licht erschuf, da Christus von den Toten auferstand und der Heilige Geist ausgegossen wurde auf die Kirche. Rufen wir zum dreieinigen Gott:
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Für die Fülle Deiner Schöpfungsgaben danken wir Dir; lass sie uns recht gebrauchen. - Dein Geist gebe uns die Weisheit, Gut und Böse zu unterscheiden. Wir rufen:
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Lass Deine Christenheit zum Anfang der neuen Schöpfung werden. -Erneure alle Gemeinden und erhalte sie in der Wahrheit. Wir rufen:
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Erwecke in der Kirche Frauen und Männer, die in ihr dienen und verkündigen, sie leiten und zur Einheit weisen. - Führe immer mehr Menschen zu Deinem Lob und zur Freude an Deinem heiligen Mahl. Wir rufen:
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Lass uns all das Gute erkennen, das der Geist in aller Welt wirkt. -Lass die Kraft der Auferstehung alle Sorgen des Alltags und die Not der Verzweiflung überwinden. Wir rufen:
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Heiliger Gott Du hast Deinen Sohn zum Hohenpriester und Mittler Deines Volkes eingesetzt: Hilf uns, dass wir im Glauben Seine Hingabe für uns annehmen und uns auf Seine Fürbitte immer verlassen. Durch Ihn, Jesus Christus, unsern Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige. Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Sext
Vesper
Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de
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