Sonntag – 16. März 2025
REMINISCERE
Aufgerichtet zum Heil
Laudes / Morgengebet
Herr, tu meine Lippen auf,
dass mein Mund Deinen Ruhm verkündige.
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen.


Psalm 118 B VII
Tut mir auf das Tor der Gerechtigkeit, *
ich will einziehen, dem Herrn zu danken.
Das Tor des Herrn ist dies, *
hier dürfen Gerechte einziehn.
Ich danke Dir, Du gabst mir Antwort, *
und Du wurdest mein Retter.
Der Stein, den die Bauleute verwarfen. *
der ist zum Eckstein geworden.
Das ist vom Herrn geschehen, *
ein Wunder vor unsern Augen.
Dies ist der Tag, den der Herr macht, *
lasst uns jubeln und an ihm uns freuen.
Hilf doch, o Herr! *
O Herr, lass gelingen!
Gelobt sei, der einzieht im Namen des Herrn! *
Wir segnen euch vom Haus des Herrn her.
Der Herr, Er ist Gott, *
Er erleuchte uns!
Schlingt Bänder zum festlichen Reigen *
bis an die Hörner des Altars.
Du bist mein Gott, Dir will ich danken, *
mein Gott, Dich will ich preisen!
Dankt dem Herrn, denn Er ist freundlich, *
ja, Seine Güte währt ewig. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 18 B II
Gott – Sein Weg ist vollkommen./
Die Worte des Herrn sind durchläutert. *
Er ist allen Schild, die sich bergen bei Ihm.
Denn wer ist Gott, wenn nicht der Herr, *
oder Fels, wenn nicht unser Gott?
Gott – Er umgürtet mich mit Kraft *
und macht meinen Weg vollkommen.
Der Herr – Er lebt! /
Gepriesen sei mein Fels, *
der Gott meines Heils erhoben!
Gott – Er gewährt mir Vergeltung, *
und er unterwirft mir Völker:
Du befreist mich von meinen Feinden, /
erhöhst mich über meine Gegner, *
entreißt mich dem Mann der Gewalttat.
Darum danke ich Dir, Herr, /
mitten unter den Heiden, *
und singe Deinem Namen:
Er verleiht Seinem König große Hilfe, /
Gnade erweist Er Seinem Gesalbten: *
David und seinem Haus für immer. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 10 III
Warum, Herr, stehst Du so fern, *
verbirgst Dich zur Zeit der Not?
Der Hochmut des Frevlers macht dem Gebeugten Angst: *
er fange sich in den Ränken, die er erdacht hat!
Denn der Frevler rühmt sich der Gier seines Herzens, *
er raubt und flucht und verachtet den Herrn.
Voller Hochmut denkt der Frevler: /
„Er ahndet's nicht – es gibt keinen Gott!” *
Dahin gehen all seine Gedanken.
Sein Weg gerät ihm jederzeit. /
Deine Gerichte sind fern von ihm, *
all seine Bedränger – er herrscht sie an.
Er spricht in seinem Herzen: „Gott hat's vergessen, *
Er hält Sein Antlitz verborgen und sieht es niemals.” (+)
Steh auf, Herr, erhebe Deine Hand, *
vergiss die Gebeugten nicht!
Warum darf der Frevler Gott verachten, *
in seinem Herzen sprechen: „Du greifst doch nicht ein”?
Herr, Du hörst das Verlangen der Armen, *
Du machst ihr Herz gewiss, Dein Ohr merkt auf.
Du schaffst Recht den Waisen und Unterdrückten, *
auf Erden verbreite keiner mehr Schrecken. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Alttestamentliche Lesung:
Wohlan, ich will von meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg. Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe. Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte. Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Judas, zwischen mir und meinem Weinberg! Was sollte man noch mehr tun an meinem Weinberg, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn schlechte Trauben gebracht, während ich darauf wartete, dass er gute brächte? Wohlan, ich will euch zeigen, was ich mit meinem Weinberg tun will! Sein Zaun soll weggenommen werden, dass er kahl gefressen werde, und seine Mauer soll eingerissen werden, dass er zertreten werde. Ich will ihn wüst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen. Des Herrn Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Männer Judas Seine Pflanzung, an der Sein Herz hing. Er wartete auf Rechtsspruch, siehe, da war Rechtsbruch, auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit. (Jes 5,1-7)
Epistellesung:
Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus. Durch Ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit, die Gott geben wird. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
[Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. Gott aber erweist Seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Um wie viel mehr werden wir nun durch Ihn gerettet werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch Sein Blut gerecht geworden sind. Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod Seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch Sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.] (Röm 5,1-5(6-11))
Evangeliumslesung:
{Und} wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, auf dass alle, die an Ihn glauben, das ewige Leben haben. Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat Seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass Er die Welt richte, sondern dass die Welt durch Ihn gerettet werde. Wer an Ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er hat nicht geglaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind. (Joh 3,14-21)


Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.
Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf den Weg zurück,
die Deine Langmut irren sah.
Es kommt der Tag, Dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht,
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit Dir versöhnt.
Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch Deine Gnade neu,
Dich preisen durch ein neues Lied. Amen.
Ꝟ Christus Jesus hat sich selbst gegeben
℞ für alle zur Erlösung.


Aus 1. Petr 2 IV
Christus hat für uns gelitten /
und hinterließ uns ein Vorbild, *
dass wir Seinen Spuren folgen.
Er hat keine Sünde begangen, *
in Seinem Mund fand sich kein Betrug.
Er wurde geschmäht, schmähte nicht wider, /
da Er litt, drohte Er nicht, *
sondern überließ es dem gerechten Richter.
Er trug unsere Sünden selbst hinauf *
an Seinem Leibe auf das Holz,
dass wir, der Sünde gestorben, *
der Gerechtigkeit leben:
Fürwahr, Er trug unsre Krankheit /
und lud auf sich unsre Schmerzen, *
durch Seine Wunden sind wir geheilt. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
In der Frühe suchen wir, Gott, Dein Angesicht. Du führst den Morgen herauf und erleuchtest mit der Sonne alle Welt. Wie die ganze Schöpfung sich ausstreckt nach Licht, um von den Strahlen der irdischen Sonne zu leben, so durchdringe auch unser Leben mit Deinem Licht. Dich rufen wir an:
Kyrie eleison.
Besiege durch Christus, Dein ewiges Licht, alle Finsternis unserer Seelen. Lass uns leben in Deinem Licht. Lass uns wandeln als Kinder des Tages. Dich rufen wir an:
Kyrie eleison.
Segne uns diesen Tag durch Deine Gegenwart. Öffne uns Herz und Lippen, dass wir Dein Wort hören und Deine Ehre verkünden. Sei mit allen, die sich in Deinem Namen versammeln. Erleuchte uns und lass Deine Kraft in uns mächtig werden. Stärke Deine Gemeinde in ihrem Dienst. Dich rufen wir an:
Kyrie eleison.
Lieber Gott und Herr. Wir sind arme, verlassene Menschen und können uns selbst nicht helfen. Wir bitten Dich: Halte Du die Wacht in uns und um uns, dass unser Leib vor allem Unheil behütet und unser Herz rein bleibe von argen Gedanken. durch Ihn, unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige. Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Sext
Vesper
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