Sonntag – 5. Januar 2025
2. SONNTAG NACH DEM CHRISTFEST
Der Gottessohn
Laudes / Morgengebet
Herr, tu meine Lippen auf,
dass mein Mund Deinen Ruhm verkündige.
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.


Psalm 118 B VII
Tut mir auf das Tor der Gerechtigkeit, *
ich will einziehen, dem Herrn zu danken.
Das Tor des Herrn ist dies, *
hier dürfen Gerechte einziehn.
Ich danke Dir, Du gabst mir Antwort, *
und Du wurdest mein Retter.
Der Stein, den die Bauleute verwarfen. *
der ist zum Eckstein geworden.
Das ist vom Herrn geschehen, *
ein Wunder vor unsern Augen.
Dies ist der Tag, den der Herr macht, *
lasst uns jubeln und an ihm uns freuen.
Hilf doch, o Herr! *
O Herr, lass gelingen!
Gelobt sei, der einzieht im Namen des Herrn! *
Wir segnen euch vom Haus des Herrn her.
Der Herr, Er ist Gott, *
Er erleuchte uns!
Schlingt Bänder zum festlichen Reigen *
bis an die Hörner des Altars.
Du bist mein Gott, Dir will ich danken, *
mein Gott, Dich will ich preisen!
Dankt dem Herrn, denn Er ist freundlich, *
ja, Seine Güte währt ewig. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 135 VII
Preist den Namen des Herrn, *
preist Ihn, ihr Knechte des Herrn,
die ihr steht im Hause des Herrn, *
in den Höfen des Hauses unseres Gottes!
Preist den Herrn, denn der Herr ist gütig; *
spielt Seinem Namen, denn Er ist freundlich.
Denn der Herr hat sich Jakob erwählt, *
Israel zu Seinem Eigentum.
Ja, ich habe erfahren: Groß ist der Herr, *
unser Herr ist größer als alle Götter.
Alles, was Ihm gefällt, tut Er /
im Himmel und auf der Erde, *
im Meer und in allen Tiefen:
Er bringt Wolken herauf vom Ende der Erde, /
macht Blitze zu Regen, *
führt den Wind aus seinen Kammern.
Er schlug die Erstgeburt in Ägypten *
vom Menschen bis zum Vieh.
Er ließ Zeichen und Wunder kommen *
über Pharao und all seine Knechte. +

Die Götzen der Heiden sind Silber und Gold, *
sind Machwerk von Menschenhand:
Sie haben Münder und reden nicht, *
sie haben Augen und sehen nicht,
sie haben Ohren und hören nicht, *
auch ist kein Atem in ihrem Mund.
Sie gleichen denen, die sie gemacht, *
ein jeder, der ihnen vertraut.
Haus Israel, preist den Herrn! *
Haus Aaron, preist den Herrn!
Haus Levi, preist den Herrn! *
Die ihr den Herrn fürchtet, preist den Herrn!
Gepriesen sei der Herr vom Zion her, *
Er, der zu Jerusalem wohnt! Halleluja! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 8 VIII
Herr, unser Herrscher, *
wie herrlich ist Dein Name in allen Landen.
Ausgebreitet ist Deine Hoheit *
über die Himmel hin!
Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge *
hast eine Macht Du begründet,
Deinen Gegnern zum Trotz: *
zum Schweigen zu bringen
den Feind und den Rächer.
Seh ich die Himmel, das Werk Deiner Finger, *
den Mond und die Sterne, die Du bereitet hast:
Was ist der Mensch,
dass Du seiner gedenkst, *
des Menschen Kind,
dass Du dich seiner annimmst?
Du hast ihn wenig geringer gemacht als Gott *
und hast ihn gekrönt mit Ehre und Herrlichkeit.
Du lässt ihn herrschen
über Deiner Hände Werk, *
alles hast Du ihm unter die Füße gelegt:
Schafe und Rinder allzumal, *
und auch die Tiere des Feldes,
die Vögel am Himmel
und die Fische im Meer *
und was durch die Weiten
der Meere dahinzieht.
Herr, unser Herrscher, *
wie herrlich ist Dein Name in allen Landen! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Alttestamentliche Lesung:
Der Geist Gottes des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn und einen Tag der Rache unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer, schöne Kleider statt eines betrübten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden »Bäume der Gerechtigkeit«, »Pflanzung des Herrn«, Ihm zum Preise.
[Sie werden die alten Trümmer wieder aufbauen und, was vorzeiten zerstört worden ist, wieder aufrichten; sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht zerstört gelegen haben. Fremde werden hintreten und eure Herden weiden, und Ausländer werden eure Ackerleute und Weingärtner sein. Ihr aber sollt Priester des Herrn heißen, und man wird euch Diener unsres Gottes nennen. Ihr werdet der Völker Güter essen und euch ihrer Herrlichkeit rühmen. Dafür, dass ihr doppelte Schmach trugt, und für die Schande sollen sie über ihren Anteil fröhlich sein. Denn sie sollen das Doppelte besitzen in ihrem Lande. Sie sollen ewige Freude haben. Denn Ich bin der Herr, der das Recht liebt und Raub und Unrecht hasst; Ich will ihnen den Lohn in Treue geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen. Und man soll ihr Geschlecht kennen unter den Völkern und ihre Nachkommen unter den Nationen, dass, wer sie sehen wird, erkennen soll, dass sie ein Geschlecht sind, gesegnet vom Herrn.]
Ich freue mich im Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn Er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Bräutigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt. (Jes 61,1-3(4-9)10)
Epistellesung:
{Und} das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, euch, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes. (1. Joh 5,11-13)
Evangeliumslesung:
Jesu {Und Seine} Eltern gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passafest. Und als Er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes. Und als die Tage vorüber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem, und Seine Eltern wussten's nicht. Sie meinten aber, Er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten Ihn unter den Verwandten und Bekannten. Und da sie Ihn nicht fanden, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten Ihn. Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie Ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie Er ihnen zuhörte und sie fragte. Und alle, die Ihm zuhörten, verwunderten sich über Seinen Verstand und Seine Antworten. Und als sie Ihn sahen, entsetzten sie sich. Und Seine Mutter sprach zu Ihm: Mein Kind, warum hast Du uns das getan? Siehe, Dein Vater und ich haben Dich mit Schmerzen gesucht. Und Er sprach zu ihnen: Warum habt ihr Mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass Ich sein muss in dem, was Meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das Er zu ihnen sagte. Und Er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen gehorsam. Und Seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. (Lk 2,41-52)


Vom hellen Tor der Sonnenbahn
bis zu der Erde fernstem Rand
erschalle Christus unser Lob,
dem König, den die Magd gebar.
Der Herr und Schöpfer aller Welt
hüllt sich in arme Knechtsgestalt,
im Fleische zu befrein das Fleisch,
vom Tod zu retten, die Er schuf.
Er scheut es nicht, auf Stroh zu ruhn,
die harte Krippe schreckt Ihn nicht;
ein wenig Milch ernährt den Herrn,
der keinen Vogel hungern lässt.
Der Himmel bricht in Jubel aus,
die Engel singen Gott zu Lob;
den Hirten wird geoffenbart
der Hirt, der alle Dinge schuf.
Herr Jesus, Dir sei Ruhm und Preis,
Gott, den die Jungfrau uns gebar,
Lob auch dem Vater und dem Geist
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
Ꝟ Das Wort ward Fleisch. Halleluja.
℞ Und wohnte unter uns. Halleluja.


Benedictus II
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn Er hat besucht und erlöst Sein Volk
und hat uns erweckt eine Macht des Heiles *
im Hause Seines Dieners David;
wie Er geredet hat von Ewigkeit her *
durch den Mund Seiner heiligen Propheten,
uns zu erretten von unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;
Sich unsrer Väter zu erbarmen, /
zu gedenken Seines heiligen Bundes, *
des Eides, geschworen unserm Vater Abraham;
uns zu geben,
dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, *
Ihm dienen ohne Furcht
in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor Seinen Augen unser Leben lang.
Und du, Kind, wirst genannt „Prophet des Höchsten”, /
denn du wirst dem Herrn vorangehn, *
zu bereiten Seinen Weg,
Seinem Volk zu bringen Erkenntnis des Heils *
in der Vergebung ihrer Sünden;
durch das herzliche Erbarmen unseres Gottes *
besucht uns das aufgehende Licht aus der Höhe,
denen zu leuchten, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, *
und unsre Füße zu richten auf den Weg des Friedens. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Herr Jesus Christus, Du hast dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht. Wir freuen uns in Deiner Kraft und preisen Dich, Licht vom ewigen Licht, Sonne dieser Welt und der Welt, die kommt. Dich loben wir und rufen Dich an:
Dir sei Ehre in Ewigkeit
Herr, wir bitten Dich: Komm zu uns mit Deiner Wahrheit, mit Deiner Liebe, dass wir uns durch Finsternis und Angst nicht erschrecken lassen, sondern, in Dir geborgen, den Angriffen des Versuchers widerstehen, Dir allezeit folgen auf dem Wege zur Freiheit der Kinder Gottes und als Erben Deiner Verheißungen getrost und gehorsam leben. Dich loben wir und rufen Dich an:
Dir sei Ehre in Ewigkeit
Wir bitten Dich, Herr, für Deine ganze Kirche auf Erden. Verleihe allen, die in ihrem Dienst stehen, Deine Gnade; gib ihnen Mut und Weisheit, Dein heiliges Wort zu verkündigen; mache sie zu treuen Haushaltern über Deine Geheimnisse. Lass Deine Gemeinde zunehmen in der Erkenntnis Deines Willens, gewähre ihr Einigkeit und Frieden. Dich loben wir und rufen Dich an:
Dir sei Ehre in Ewigkeit
Bringe die Irrenden zurecht und komme den Gescheiterten zu Hilfe mit der Botschaft Deines Heils. Als Glieder Deiner Gemeinde lass uns verbunden bleiben mit allen Heiligen, bis Du uns mit ihnen herrlich vollenden wirst nach Deiner Verheißung. Dich loben wir und rufen Dich an:
Dir sei Ehre in Ewigkeit
Vater aller Güte. Du hast Dich durch Deinen Sohn verherrlicht von Seiner Jugend an. Wir bitten Dich: Schenke uns Deinen Geist, dass wir als Deine Kinder vor Dir leben und etwas seien zum Lob Deiner Herrlichkeit. Dir, dem Gott der Gnade, sei Ehre in Ewigkeit.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige. Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Sext
Vesper
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